|
Unser Tipp:
Immer
wieder Sardinien! Was gibt es hier Besonderes zu sehen. Wir zeigen
Ihnen zum Beispiel:

Klare Linien, strenge Formen: Funtanazza ist ein typischer Nachkriegsbau
Ambiente - Umwelt
Dune - Dünen
Sand - Sabbia
Mare - Meer
Miniera - Bergwerk

|
|
Ein Naherholungsheim für Bergarbeiter-Kinder, direkt am Meer
an einer traumhaften Sandbucht gelegen, eingerahmt von schroffen
Schieferfelsen, mit zahlreichen Freizeiteinrichtungen ganz im Geiste
des Sportmythos des Nachkriegsitalien: Das „Casa al Mare Francesco
Sartori“ in Funtanazza an der Costa Verde galt bei seiner Erbauung
in den 1950-er Jahren als Musterexemplar eines betrieblichen Erholungsheims:
Swimmingpools, Tennis-, Boccia- und Fußballfelder, eine olympische
Schwimmbahn- das gab es zu dieser Zeit noch nicht einmal in der
Inselhauptstadt Cagliari. Bis in die 1970-er Jahre genutzt, ist
der ockerbraune Häuserblock heute verwahrlost, von Vandalen
versudelt und aus Sicherheitsgründen eingezäunt.
Casa al Mare Francesco Sartori: Traumbucht mit Schrottimmobilie
Wer die versteckte Bucht von Funtanazza besucht, wundert sich über
die Schrottimmobilie: Weshalb wird ein Gebäude in dieser Traumlage
nicht genutzt? Die heutigen Baugesetze würden einen Bau dieser
Art gar nicht mehr zulassen! Tatsächlich hatte die zuständige
Gemeinde Arbus das Terrain und die Immobilie mit der Auflage verkauft,
dort ein neues Hotel zu errichten.

Vorsicht ist in Funtanazza in Strandnähe
geboten: ungesicherte Gebäudeteile können vor allem für
Kinder gefährlich werden
So wurde die Abbruchbude in Traumlage so zum Spekulationsobjekt
Mailänder Investment-Firmen. Ein geplantes Fünf-Sterne-Hotel
wurde nie gebaut. Das Anwesen hat mehrmals den Eigentümer gewechselt
und inzwischen sind die Projektfristen abgelaufen. Was also mit
den verfallenen Gebäuden, Schwimmbädern, Sportplätzen
und gefährlich unterspülten Strandterrassen geschehen
wird, ist weiter unklar. In den Sommermonaten bevölkern Sonnenhungrige
den Strand unterhalb der verfallenen Gebäude, die Gemeinde
verlangt Parkgebühren. Dass die verfallenen Gebäudeteile
direkt am Wasser und im glitzernden feinen Sand mit herausragenden
Eisenträgern eine Gefahr für die Badegäste darstellen,
dafür interessiert sich aber niemand.
.
Sardinien:
Costa Verde - die schönsten Strände und Badeziele auf einer
größeren Karte anzeigen
<
zurück
Text und Foto: Timo Gerd Lutz
Letzte Änderung: 07. Juli 2009
|