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Unser Tipp:
Immer wieder Sardinien! Was gibt es hier Besonderes zu sehen. Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:

>> Villaggio Minerario Ingurtosu
>> Piscinas: Maxi-Dünen und Abraumhalden
>> Klingenrmuseum in Arbus
>> Zwischen Romantik und Kampfgeschwadern - Urlaub an der Costa Verde
>> Montevecchio: Industriearchäologie im Märchenwald
>> Guspini: Hirtenmesser und Basaltsäulen
>>Funtanazza: Abbruchbude in Traumlage
>>Die schönsten Badeziele

Unterkünfte an der Costa Verde:
Hotel Le Dune in Piscinas
Ferienwohnungen Torre dei Corsari
Minihotel in Torre dei Corsari

Unser Tipp für Arbus:

Agriturismo La Quercia


Sonnenuntergang vom Torre dei Corsari Sardinien
Sonnenuntergang vom "Torre dei Corsari"


Wie heißt das auf Italienisch?
Ambiente - Umwelt
Dune -
Dünen
Sand - Sabbia
Mare - Meer
Miniera - Bergwerk






Fotos:
Familie Prinesdom


Zwischen Romantik und Kampfgeschwadern - Maria und Walter über ihren Urlaub an der Costa Verde (Fortsetzung)

Erst am späten Nachmittag raffen wir uns auf und fahren Richtung Oristano. Dabei entdecken wir auch ein Schleichwegerl über einen Damm nach "Marceddì". In diesem kleinen Fischerdorf leben die Einwohner vom Fang einer besonderen Form der Venusmuschel. Die Qualität der Muscheln ist hier so gut, dass sie bis nach Japan exportiert werden. Wir haben bei der Ernte zugeschaut. Die Technik ist für mich als Laien nicht begreifbar. Scheinbar ziellos irren die Menschen mit einem Messer bewaffnet umher und stürzen sich wie von Sinnen in den Schlamm, bohren mit dem Schneidgerät ziellos umher, ziehen die Muschel aus dem Schlamm und verstauen sie in Netzen. Ich bin ihnen nachgewandert, gefunden habe ich nichts.



Sardinien: Costa Verde - die schönsten Strände und Badeziele auf einer größeren Karte anzeigen

Daher heißt es, sie vor Ort zu kaufen. Sie schmecken wirklich exzellent. Jeder Tag an der "Costa Verde" ist ein neues Erlebnis – die Landschaft präsentiert sich als Symphonie von Farben in blau, grün und braun. Totale Stille, nur ein paar Vögel zwitschern – kein Mistral, kein Scirocco. Irgendwann haben wir uns in den Sanddünen vergraben und die Zeit vergessen. Die Dünen, einzigartig in Mitteleuropa, oft weit über 100 Meter hoch, durchsetzt mit niederem Gebüsch und kleinen Bäumen. Kaum aus dem Meer erhoben, laufen sie in breiten Stränden auf die Berge zu, türmen sich auf und verschwinden in den dichten Hecken der Macchia. Der feine goldgelbe Sand, heiß unter der Sonne und angenehm, fast kühl im Schatten, lädt ein zum Verweilen. Der Blick zieht hinauf auf das dezente Braun der Dünen, wandert weiter zum smaragdgrünen Meer, ganz hinten am Horizont kämpft das Rotorange der soeben untergegangenen Sonne mit dem tiefschwarzen Nachthimmel. Da ich unbedingt einen Sonnenuntergang fotografieren wollte, sind wir am Abend zum "Torre dei Corsari", einem Wachturm, der auch Namensgeber der Siedlung ist, gewandert. Mit Worten ist es kaum zu beschreiben, was wir beim Anblick der untergehenden Sonne empfanden. Wie in einem kitschigen Film hat uns eine Möwe begleitet, die sich in Pose warf, um ja nur auf einem Bild verewigt zu werden. Da störten auch die Millionen von Sandfliegen nicht besonders, die uns überfielen, sobald wir nur kurz stehen blieben. Es wird Nacht auf Sardinien. Der Mond färbt das Meer. Fast weiß wie ein Eislaufplatz – ruhig, sanft und unendlich weit. So romantisch die Nacht begonnen hatte, so unruhig verlief sie. In den Dünen haben einige Jungsarden gefeiert. Unglaublich, wie weit und vor allem wie deutlich der Lärm zu hören war. Deshalb haben wir uns für den nächsten Tag einen Ausflug in das ruhige Landesinnere vorgenommen.Ingortosu Sardinien Foto Wegen der aufkommenden Hitze ist uns aber die Lust auf weit weg führende Ausflüge vergangen. Einen kurzen Abstecher ist die "Casa del Poeta" wert. Ein Baum, der von einem Künstlerehepaar zu einem Haus umgebaut und auch bewohnt wurde. Da könnte selbst der Hundertwasser noch was lernen. Ein großer Spaß ist auch die Strecke von Montevecchio nach Ingortosu. Eine Schotterstraße, breit genug für große LKWs lässt das Herz höher schlagen. Links und rechts die verlassenen Bergwerke. Irgendwie unheimlich und gespenstisch wirken sie. So als sei der Letzte nach Hause gegangen ohne zuzusperren. Die Macchia beginnt aber langsam sich den Raum zurückzuerobern. Teilweise sind die Halden wieder mit Vegetation überwuchert. Hier hüllt die Macchia gnädig die Vergangenheit ein – und es ist gut so, es ist Sardinien.

Familie Prinesdom

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