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Unser Tipp:
Immer
wieder Sardinien! Was gibt es hier Besonderes zu sehen. Wir zeigen
Ihnen zum Beispiel:
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Erst am späten Nachmittag raffen wir uns auf und fahren Richtung
Oristano. Dabei entdecken wir auch ein Schleichwegerl über
einen Damm nach "Marceddì". In diesem kleinen Fischerdorf
leben die Einwohner vom Fang einer besonderen Form der Venusmuschel.
Die Qualität der Muscheln ist hier so gut, dass sie bis nach
Japan exportiert werden. Wir haben bei der Ernte zugeschaut. Die
Technik ist für mich als Laien nicht begreifbar. Scheinbar
ziellos irren die Menschen mit einem Messer bewaffnet umher und
stürzen sich wie von Sinnen in den Schlamm, bohren mit dem
Schneidgerät ziellos umher, ziehen die Muschel aus dem Schlamm
und verstauen sie in Netzen. Ich bin ihnen nachgewandert, gefunden
habe ich nichts.
Sardinien:
Costa Verde - die schönsten Strände und Badeziele auf einer
größeren Karte anzeigen
Daher heißt es, sie vor Ort zu kaufen. Sie schmecken wirklich
exzellent. Jeder Tag an der "Costa Verde" ist ein neues
Erlebnis – die Landschaft präsentiert sich als Symphonie von
Farben in blau, grün und braun. Totale Stille, nur ein paar
Vögel zwitschern – kein Mistral, kein Scirocco. Irgendwann
haben wir uns in den Sanddünen vergraben und die Zeit vergessen.
Die Dünen, einzigartig in Mitteleuropa, oft weit über
100 Meter hoch, durchsetzt mit niederem Gebüsch und kleinen
Bäumen. Kaum aus dem Meer erhoben, laufen sie in breiten Stränden
auf die Berge zu, türmen sich auf und verschwinden in den dichten
Hecken der Macchia. Der feine goldgelbe Sand, heiß unter der
Sonne und angenehm, fast kühl im Schatten, lädt ein zum
Verweilen. Der Blick zieht hinauf auf das dezente Braun der Dünen,
wandert weiter zum smaragdgrünen Meer, ganz hinten am Horizont
kämpft das Rotorange der soeben untergegangenen Sonne mit dem
tiefschwarzen Nachthimmel. Da ich unbedingt einen Sonnenuntergang
fotografieren wollte, sind wir am Abend zum "Torre dei Corsari",
einem Wachturm, der auch Namensgeber der Siedlung ist, gewandert.
Mit Worten ist es kaum zu beschreiben, was wir beim Anblick der
untergehenden Sonne empfanden. Wie in einem kitschigen Film hat
uns eine Möwe begleitet, die sich in Pose warf, um ja nur auf
einem Bild verewigt zu werden. Da störten auch die Millionen
von Sandfliegen nicht besonders, die uns überfielen, sobald
wir nur kurz stehen blieben. Es wird Nacht auf Sardinien. Der Mond
färbt das Meer. Fast weiß wie ein Eislaufplatz – ruhig,
sanft und unendlich weit. So romantisch die Nacht begonnen hatte,
so unruhig verlief sie. In den Dünen haben einige Jungsarden
gefeiert. Unglaublich, wie weit und vor allem wie deutlich der Lärm
zu hören war. Deshalb haben wir uns für den nächsten
Tag einen Ausflug in das ruhige Landesinnere vorgenommen.
Wegen der aufkommenden Hitze ist uns aber die Lust auf weit weg
führende Ausflüge vergangen. Einen kurzen Abstecher ist
die "Casa del Poeta" wert. Ein Baum, der von einem Künstlerehepaar
zu einem Haus umgebaut und auch bewohnt wurde. Da könnte selbst
der Hundertwasser noch was lernen. Ein großer Spaß ist
auch die Strecke von Montevecchio nach Ingortosu. Eine Schotterstraße,
breit genug für große LKWs lässt das Herz höher
schlagen. Links und rechts die verlassenen Bergwerke. Irgendwie
unheimlich und gespenstisch wirken sie. So als sei der Letzte nach
Hause gegangen ohne zuzusperren. Die Macchia beginnt aber langsam
sich den Raum zurückzuerobern. Teilweise sind die Halden wieder
mit Vegetation überwuchert. Hier hüllt die Macchia gnädig
die Vergangenheit ein – und es ist gut so, es ist Sardinien.
Familie Prinesdom
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