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Unser Tipp:
Immer wieder Sardinien! Was gibt es hier Besonderes zu sehen. Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:

>> Villaggio Minerario Ingurtosu
>> Piscinas: Maxi-Dünen, blaues Wunder und Abraumhalden
>> Zwischen Romantik und Kampfgeschwadern - Urlaub an der Costa Verde
>> Montevecchio: Industriearchäologie im Märchenwald
>> Guspini: Hirtenmesser und Basaltsäulen
>>Funtanazza: Abbruchbude in Traumlage
>>Die schönsten Badeziele

Unterkünfte an der Costa Verde:
Hotel Le Dune in Piscinas
Ferienwohnungen Torre dei Corsari
Minihotel in Torre dei Corsari

Unser Tipp für Guspini:

4-Sterne-Hotel Tarthesh



Der Strand von Torre dei Corsari Sardinien Foto Der Strand von Torre dei Corsari


Wie heißt das auf Italienisch?
Ingresso libero - Eintritt frei
B
Ambiente - Umwelt
Dune -
Dünen
Sand - Sabbia
Mare - Meer
Miniera - Bergwerk



Die hohen Dünen bei Cala Domestica Sardinien Foto
Die hohen Dünen bei "Cala Domestica"


Fotos:
Familie Prinesdom

Zwischen Romantik und Kampfgeschwadern - Maria und Walter über ihren Urlaub an der Costa Verde

Urlaub im Juni - da fielen Alaska und Irland als Reiseziel aus und Portugal wegen der großen Distanz. Gut vorbereitet haben Maria und Walter sich also für Sardinien entschieden und dabei Bekanntschaft mit verrückten Autofahrern, Schafen, Strandmücken, traumhaften Sonnenuntergängen und Jagdgeschwadern gemacht.

Auf Entdeckungstour an der "Costa Verde". Von unserem Ferienhaus in "Torre dei Corsari" fuhren wir nach Funtanazza, Richtung Strand. Ein verlassenes Hotel direkt an der Küste, schon leicht verfallen, umgeben von einem halb verwilderten Garten, rief in mir sofort den Film "Shining" von Stephen King wach. Unheimlich, bedrohend, beklemmend - trotz Sonnenschein. Ich stellte mir vor, wie das alles bei Regen, Sturm und Dunkelheit wirken muss. Also schnell runter zum Strand. Auf den schwarzen Lavafelsen haben wir uns kurz niedergelassen, dabei aufs noch bewegte Meer hinausgeträumt, und dem Kampf zwischen den Felsen und dem gepeitschten Meer zugeschaut. Wie wir später noch erfahren sollten kam der unangenehme Geruch, der in der Luft hing, von dem verfaulten Seetang. Die Fischer behaupten, dass das ein Zeichen für fischreiches Gewässer ist. Etwas unangenehm empfanden wir eine Festveranstaltung von Sandfliegen, die an diesem Strand offensichtlich eine gröbere Feier abhielten und uns damit verjagten. Weiter ging’s bis Piscinas. Irgendwann endete die Asphaltstraße. Von Abenteuerlust gepackt, beschlossen wir aber der Schotterstrasse zu folgen, egal wo sie uns hinführt. Durch zwei Wasserfurten hindurch, mitten in die fünfzig bis hundert Meter hohen Sanddünen hinein. Als wir schon glaubten, das war’s, öffnete sich vor uns ein sehr sehr breiter Sandstrand. Ein umgebauter Verladebahnhof für die nahen, mittlerweile aufgelassenen Bergwerke, wird als Hotel geführt. Der Strand von Torre dei Corsari Sardinien FotoKaum zu glauben, was sich die Sarden alles einfallen lassen um Ihre Urlauber zufrieden zu stellen. Nicht nur tolles Wetter, Wärme, Meeresrauschen, ganz leichter Wind und strahlendblauer Himmel ohne Wolken werden angeboten. Am darauffolgenden Tag überraschten sie uns mit Gratisflugvorführungen der italienischen Luftwaffe. Und das alles zum Nulltarif. Langsam wird uns klar, warum in der Nähe ein militärisches Sperrgebiet in der Karte eingezeichnet ist. Zweier- bis Vierer-Staffeln kommen so alle zwei Stunden für einige Runden vorbei. Angeblich gibt’s während der Sommermonate ein Flugverbot. Das ist aber für uns momentan nicht sehr tröstlich. Dafür ist wirklich interessant einmal zuzuschauen, Jets im Sturzflug und bei Scheinangriffen zu beobachten. Nur jeden Tag ist schon ein bisschen zuviel. Aber damit wäre auch der einzige negative Punkt dieses Urlaubs abgehandelt. Nachdem uns der Strand vom Balkon aus verliebt von links angeglitzert und die Sanddünen von rechts auch zum Erkunden eingeladen hat, entschieden wir uns für eine kleine Dünenwanderung. Unbeschreiblich schön, am einsamen Strand entlangzuwandern, kleine Muscheln und herzförmige, glatt geschliffene Steine einzusammeln. Das Meer hat sich total beruhigt, keine Wellen mehr, sanft ganz sanft kriecht das warme Wasser am Strand entlang. Verführerisch und einladend, ich kann nicht widerstehen, ich muss hinein. Bis zu den Knien wandere ich im Wasser den Felsen entgegen. Hand in Hand klettern wir über die Felsen, von Bucht zu Bucht. Jede für sich eine kleine eigentümlich bizarr zerklüftete Welt. An der "Punta de S’Aschivoni" türmt sich ein mächtiger Felsen gegen das Meer. Eigentlich hatten wir vor bis zu diesem Felsen zu wandern, aber ein hoher Stacheldrahtzaun, der uns auf ein militärisches Sperrgebiet hinweist, verhindert dies. Macht auch nichts, zurück Richtung Haus. Wir biegen in die mächtigen Sanddünen, für die die "Costa Verde" bekannt ist, ein. Der Sand zum Teil prickelhart, dann wieder weich wie Treibsand vermittelt uns das Gefühl mitten in der Wüste zu sein. Die Sonne knallt förmlich auf uns, kleine Eidechsen von uns aufgescheucht, laufen davon. Die letzte große mächtige Düne liegt vor uns. Tolles Gefühl im Sand bergab zu rutschen zu stolpern zu laufen. Der Weg zum Haus ist erreicht.

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