Immer wieder Sardinien! Was gibt es Besonderes zu sehen?
Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Das Städtchen Pula
>> Die Ortschaft Chia
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>> Die schönsten Badeziele
>> Nighlife
an der Südküste
Poligono
- Schießplatz
Marina - Marine
Esercito - Heer
Esercitazione - Übung
invalicabile - unüberschreitbar
Zona vietata - Sperrgebiet

Blick
vom Strand von Porto Pino auf das Militärgebiet
Von
den Einheimischen nicht geliebt, aber geduldet: Strand mit Blick auf
Marinekreuzer
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Capo Teulada: riesige Dünen aus feinstem
Sand; schattenspendender Wacholder säumt den Strand am türkisblauen
Meer. Schade nur, dass der südlichste Punkt Sardiniens militärisches
Sperrgebiet ist. Auf dem 7000 Hektar großen Gebiet und an
seiner 20 Kilometer langen Küste finden jedes Jahr von September
bis Juni Manöver im großen Stil statt: allein im Jahr
2001 waren bei der größten Übung, der "Trident
d'Or" der NATO insgesamt mehr als 30000 Soldaten auf 54 Marineschiffen
an der Südküste Sardiniens zu Gange. An den Stränden
des Kaps wurde mit 2300 Soldaten eine Landinvasion geübt. Für
Urlauber bietet sich in diesen Zeiten ein gespaltenes Bild: auf
der Panoramastraße von Capo Sparivento bis
Porto Teulada kreuzen immer wieder Versorgungsschiffe,
Flugzeugträger und Schnellboote durch das türkisblaue
Meer. Hinter dem Kap von Malfatano hat man beste Sicht auf Helikopter,
die Scheinangriffe auf die vor dem Kap liegenden Marinekreuzer fliegen.
Marinemanöver
am Kap von Teulada
Von dem sonst durch sein Flachwasser besonders
kinderfreundlichen Strand von
Porto Pino hat man beste Sicht auf den wunderschönen,
aber unerreichbaren Sandstrand der Sperrzone - und auf die Rauchschwaden
der Schießübungsplätze. Maschinengewehrsalven donnern
herüber an den beliebten Badestrand. Ein solches Bild bietet
das Kap jedoch vorwiegend in der Zeit von Mitte Mai bis Anfang Juni.
Ansonsten erinnert vor allem der kilometerlange Stacheldrahtzaun,
der entlang der Landstraße das Gebiet eingrenzt daran, dass
hier einer der größten Truppenübungsplätze
Europas liegt. Seit das gesamte Kap vom italienischen Staat in den
1950-er Jahren zum militärischen Sperrgebiet erklärt wurde,
ist es für die meiste Zeit des Jahres für Zivilisten tabu.
In den Sommermonaten erlaubt die Militärverwaltung zumindest
einigen Ausflugsbooten, Touristen an den Stränden abzuliefern.
Während des Manövers jedoch ist selbst das Meer großräumiges
Sperrgebiet: in dem Gebiet bis 30 Kilometer vor der Küste dürfen
keine Fischer- und Privatboote verkehren, die Häfen der Region
werden von Militärs kontrolliert.
Größere Kartenansicht
Die Fischer erhalten für ihre Fangausfälle Ausgleichszahlungen
vom Staat. Das hat einige Fischer dazu animiert, selbst für
kleine Ruderboote Ausfallzahlungen einzufordern und als vermeintliche
Schiffscrew sogar Herzkranke und Behinderte anzumelden - bis die
Behörden im letzten Jahr hinter die Betrugsversuche kamen.
Ein anderer Zwischenfall ereignete sich 2001: nach Zeitungsberichten
sollen französische Soldaten außerhalb der Sperrzone
auf Sant'Antioco
in der Nähe eines Badestrandes mit Unterwasserbomben auf Fischfang
gegangen sein. Pflichtbewusst hatten sie die an dem Strand badenden
Jugendlichen kurz vorher noch freundlich gebeten, das Wasser für
fünf Minuten zu verlassen.
Text: Timo G. Lutz. Fotos: MMV
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