Unser Tipp:
Immer
wieder Sardinien! Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen
zum
Beispiel:
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an der Südküste
www.ferien-in-sardinien.com
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Wie heisst das auf Italienisch?
Poligono
- Schießplatz
Marina - Marine
Esercito - Heer
Esercitazione - Übung
invalicabile - unüberschreitbar
Zona vietata - Sperrgebiet

Blick
vom Strand von Porto Pino auf das Militärgebiet
Von
den Einheimischen nicht geliebt, aber geduldet: Strand mit Blick auf
Marinekreuzer
Info:
Ente Provinciale
per il Turismo EPT
Piazza Deffenu, 9 - Cagliari
Tel.: +39/070/604241 oder 240200
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Capo Teulada: riesige Dünen aus feinstem Sand; schattenspendender
Wacholder säumt den Strand am türkisblauen Meer. Schade
nur, dass der südlichste Punkt Sardiniens militärisches
Sperrgebiet ist. Auf dem 7000 Hektar großen Gebiet und an
seiner 20 Kilometer langen Küste finden jedes Jahr von September
bis Juni Manöver im großen Stil statt: allein im Jahr
2001 waren bei der größten Übung, der "Trident
d'Or" der NATO insgesamt mehr als 30000 Soldaten auf 54 Marineschiffen
an der Südküste Sardiniens zu Gange. An den Stränden
des Kaps wurde mit 2300 Soldaten eine Landinvasion geübt. Für
Urlauber bietet sich in diesen Zeiten ein gespaltenes Bild: auf
der Panoramastraße von Capo Sparivento bis Porto Teulada kreuzen
immer wieder Versorgungsschiffe, Flugzeugträger und Schnellboote
durch das türkisblaue Meer. Hinter dem Kap von Malfatano hat
man beste Sicht auf Helikopter, die Scheinangriffe auf die vor dem
Kap liegenden Marinekreuzer fliegen.
Marinemanöver
am Kap von Teulada
Von dem sonst durch sein Flachwasser besonders
kinderfreundlichen Strand von Porto Pino hat man beste Sicht auf
den wunderschönen, aber unerreichbaren Sandstrand der Sperrzone
- und auf die Rauchschwaden der Schießübungsplätze.
Maschinengewehrsalven donnern herüber an den beliebten Badestrand.
Ein solches Bild bietet das Kap jedoch vorwiegend in der Zeit von
Mitte Mai bis Anfang Juni. Ansonsten erinnert vor allem der kilometerlange
Stacheldrahtzaun, der entlang der Landstraße das Gebiet eingrenzt
daran, dass hier einer der größten Truppenübungsplätze
Europas liegt. Seit das gesamte Kap vom italienischen Staat in den
1950-er Jahren zum militärischen Sperrgebiet erklärt wurde,
ist es für die meiste Zeit des Jahres für Zivilisten tabu.
In den Sommermonaten erlaubt die Militärverwaltung zumindest
einigen Ausflugsbooten, Touristen an den Stränden abzuliefern.
Während des Manövers jedoch ist selbst das Meer großräumiges
Sperrgebiet: in dem Gebiet bis 30 Kilometer vor der Küste dürfen
keine Fischer- und Privatboote verkehren, die Häfen der Region
werden von Militärs kontrolliert. Die Fischer erhalten für
ihre Fangausfälle Ausgleichszahlungen vom Staat. Das hat einige
Fischer dazu animiert, selbst für kleine Ruderboote Ausfallzahlungen
einzufordern und als vermeintliche Schiffscrew sogar Herzkranke
und Behinderte anzumelden - bis die Behörden im letzten Jahr
hinter die Betrugsversuche kamen. Ein anderer Zwischenfall ereignete
sich 2001: nach Zeitungsberichten sollen französische Soldaten
außerhalb der Sperrzone auf Sant'Antioco in der Nähe
eines Badestrandes mit Unterwasserbomben auf Fischfang gegangen
sein. Pflichtbewusst hatten sie die an dem Strand badenden Jugendlichen
kurz vorher noch freundlich gebeten, das Wasser für fünf
Minuten zu verlassen.
Timo G. Lutz
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