Immer wieder Sardinien! Was gibt es Besonderes zu sehen?
Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Der
"Matrimonio Selargino"
>> Das
Eisenbahnmuseum in Monserrato

Boomtown Quartu
Sant'Elena
Sobborgo - Vorstadt
Abitanti - Einwohner
Artigianato - Handwerk
Museo -Museum
Casa - Haus
Loggiato - Laubengang
Comune
di Quartu S. Elena
Via Eligio Porcu - 09045 Quartu S.E.
Tel.: ++39/070/86011
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Die meisten Touristen haben die nordöstlich von Cagliari
gelegene Stadt nie gesehen. Quartu Sant'Elena ist
sicherlich nicht atemberaubend, dem flüchtigen Besucher zeigt
sie die Scheußlichkeiten des sardischen Städtebaus aus
den 1970-er und 1980-er Jahren.
Die Stadt hat in den letzten Jahren einen unberechenbaren Zuwachs
an Einwohnern aus der Umgebung erlebt. Doch um einiges kann man
Quartu beneiden: um das angenehm mediterrane Klima,
den langen weißen
Sandstrand, den exquisiten
Wein, das Kunsthandwerk und das idyllische Hinterland mit dem
Parco dei Sette Fratelli.
Der Name Quartu erinnert einen übrigens daran,
wo man ist: vier römische Meilen entfernt von der Inselhauptstadt
Cagliari.

Die
Sa Domu de Farra in Quartu Sant'Elena
Eine historische Tour durch die Boomtown sollte umbedingt zu Sa
Domu de Farra in der Via Eligio Porcu führen. Das
Haus, wo früher das gemahlene Korn verarbeitet wurde, ist heute
in ein privates Museum umgewandelt worden. Antike Werkzeuge und
vieles mehr gibt es hier zu sehen.
Doch Quartu hat noch mehr schöne Seiten. Hier
läuft man an den typisch sardischen Häusern vorbei, den
Case Campidanesi. Viele dieser Häuser haben
noch den alten Laubengang Sa Lolla, eine Art spanischer
Patio am Ende des rechteckigen Hofes. Die Ornamentik und Blumenpracht
lassen leicht vergessen, dass die Mehrheit der Bevölkerung
auch heute noch nicht reich ist. Arbeit ist knapp: Sardinien hat
kaum Industrie.
Sehenswert sind außerdem die Pfarrkirche von Sant'Elena
im Stadtzentrum, die Kapuzinerkirche aus dem 11.
- 13. Jahrhundert und die Friedhofskirche aus dem
13. Jahrhundert.
Doch am verlockendsten ist das Hinterland, abseits der Touristenpfade:
auf dem Monte dei Sette Fratelli gibt es inmitten
der Eichenwäldchen noch immer einsame Stellen und Wege auf
denen man seltene Pflanzen und Tiere bewundern kann.
Dicht an Quartu Sant'Elena und Cagliari
grenzen noch andere, wenn auch kleinere Vororte an: Pirri,
Quartucciu, Selargius und Monserrato.
Beim Schlendern durch schmale Seitenstraßen, fällt dem
Besucher auf, dass die ehemaligen Bauerndörfer trotz zunehmender
Entwicklung ihre archaische Vergangenheit noch nicht losgeworden
sind. In Selargius findet alljährlich im September
der Matrimonio
Selargino statt, da kann man beste sardische Tradition
genießen.
Und in Monserrato gibt es ein kleines Eisenbahnmuseum,
da können sich Bahnfreunde über die Anfänge der sardischen
Schmalspurbahn dokumentieren.
Text: Andrea Behrmann. Foto: Paolo Succu
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