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Unser Tipp:
Immer wieder Sardinien! Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Cagliari
>> Quartu S. Elena & Co
>>
Der "Pastore Fonnese"
>> Murales in San Sperate und Villamar
>> Nightlife an der Südküste
>> Die schönsten Badeziele




Die "Sant'Elena" Kirche in Quartu

 
Sardische Gastfreundschaft ganz groß!

Sardinien ist ein Traum in Blau mit einem Schuss Exotik. Elfi Rau lebt heute in Großostheim-Wenigumstadt. Anfang der siebziger Jahre verschlug es sie auf die Mittelmeerinsel. Drei spannende, neugierige und erlebnisreiche Jahre verbrachte sie hier, wo sie sich neu entdecken musste.

Ich habe von 1970 bis 1973 im August in Quartu Sant'Elena gelebt. Bevor ich nach Sardinien kam, wußte ich noch nicht einmal wo das ist!! Mein damaliger Mann war bei der Bundeswehr und wir wurden innerhalb von sechs Wochen nach Decimomannu versetzt. Ich lernte ganz schnell die Zahlen auswendig und die wichtigsten Lebensmittel. Ruckzuck wurde unser gesamter Haushalt verladen und ab gings in die Fremde. Ich war gerade mal 20 Jahre alt und ein Jahr verheiratet! Da mein Vater absoluter Italienfan war und auch die Sprache konnte, hatte ich guten Mut für dieses Abenteuer. Und ich dachte mir, wenn schon "Ausland", dann mit allen Konsequenzen.


Elfi mit Söhnchen Frank an der Costa Rei

Deutsches Essen einkaufen im Natoshop kam für mich nicht in Frage. Und dann geht mal einkaufen, ohne die Sprache richtig zu können. Ich suchte zum Beispiel eine Abflußsaugpumpe. Kein Mensch weiß, wie dieses Ding richtig auf Deutsch heißt, geschweige denn auf Italienisch und Supermärkte gab es vor dreißig Jahren auch noch nicht. Dank der italienischen Gastfreundschaft bekam ich aber fast alles. Ich lernte eine italienische Familie kennen (er - Cenzo Puddu - hatte eine kleine Werkstatt in der Via Vittorio Emanuele uns gegenüber) und mit Händen und Füßen verständigten wir uns prima. Als dann Weihnachten vor der Tür stand, wollte ich deutsche Weihnachtsplätzchen backen, um mich für die "dolcetti" zu revanchieren, die Mariella Puddu mir immer schenkte. Aber mir fehlten die Backoblaten! Keine Chance - aber ich kannte die Spitzfindigkeit von Cenzo nicht. Er brachte mir welche, und Ihr dürft raten, woher. Grinsend seine Goldzähne zeigend erzählte er mir, er war beim Pfarrer und der hat die Oblaten aus der Kirche geholt. Ich habe mich fast kaputtgelacht! Hätte ich das meiner sehr gläubigen Schwiegermutter erzählt, sie hätte kein Stück davon gegessen. Aber so waren die Sarden, egal welchen Wunsch ich hatte, er wurde mir erfüllt. Manchmal kamen ganz lustige Sachen dabei heraus, und ich könnte noch viele Stories erzählen. Übrigens ist mein Sohn in Cagliari geboren und es wird Zeit, daß ich ihm jetzt seinen Geburtsort bzw. die Insel zeige. Ich freue mich schon drauf und hoffe, das es auch klappt.

Grüße an alle, die sich für dieses schöne Land interessieren.

Eure Elfi

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