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Unser
Tipp:
Immer
wieder Sardinien! Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen
zum Beispiel:
>> Cagliari
>> Quartu S. Elena & Co
>> Der
"Pastore Fonnese"
>> Murales
in San Sperate und Villamar
>> Nightlife
an der Südküste
>> Die schönsten
Badeziele
Herr
Littarru bei der Schafschur


Bei
der Käseherstellung
Rossana
Schirra
Herr
Littarru ist auch am Verkauf dieser Hunderasse interessiert. Gerne
stellen wir einen entsprechenden Kontakt her: info@sardinien.com
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Einige wenige Stunden in einem Schafzuchtbetrieb bei Capoterra
haben mir eindrucksvolle Momente beschert. Die feierliche Stimmung
die mich umfing wurde auch nicht durch das nahegelegene Industriegebiet
gestört, das unmittelbar an das Grundstück des Herrn Littarru,
dem Eigentümer grenzt. Ich stand einem Menschen gegenüber
der Stolz ist auf seinen Beruf, der beim Erzählen stets seine
Leidenschaft und seine Begeisterung für Sardinien und die antiken
Traditionen, die sein Vater ihm in mündlicher Überlieferung
vererbt hat anklingen lässt.
Die Schafschur wirkte auf mich wie Musik, denn klangvoll verbreitete
sich in der Stille das stetige und zarte Geräusch der traditionellen
Scheren "Is Ferrus de Tundi". Nur hin und wieder wurde das Geräusch
vom Blöken der Schafe unterbrochen. Ein vollendetes Dolce Ostinato
ausgeführt von einem Meisters, der sein Handwerk versteht.

Der
"Pastore Fonnese"
Etwas abseits bekam ein anderes Schaf sein Junges. Der wollige
Nachwuchs drückte schon kräftig mit den Hinterbeinen.
Mit einer stummen Geste, um das Mutterschaf nicht zu stören,
bedeutete der Schäfer mir bei der Geburt zuzusehen. Es reichten
Herrn Littarru wenige sichere Handgriffe, um erfolgreich Geburtshilfe
zu leisten und den tapsigen Vierbeiner nach kurzer Zeit auf die
Welt zu holen. Dieses war für mich ein freudiges Erlebnis.
Ein anderer Schäfer, ein netter älterer Herr, dessen
Hände von der jahrelangen Arbeit gezeichnet waren versetzte
mich in Staunen, als er wie durch Zauberkraft in einem grossen
Kessel mit viel Geschick die Schafsmilch zu Käse verarbeitete.
Zuerst einen noch lauwarmen vorzüglichen Frischkäse
und dann, d.h. nach einer weiteren Verarbeitungsphase, einen köstlichen
Ricotta-Käse. Es war, als hätt'ich einem Zauberkünstler
auf die Finger geschaut.
Zum Schluss zeigte Herr Littarru mir noch seinen Schäferhund.
Von ihm erzählte er mir, dass es sich bei dieser Rasse um
den einzigen Hund sardischen Ursprungs handelt, der heute vom
Aussterben bedroht ist. Leider ist bisher nichts unternommen worden
diese Hunderasse zu schützen. Herr Littarru erzählte,
dass Ende des zweiten Weltkriegs deutsche Soldaten den Pastore
Fonnese nach Deutschland gebracht haben, um ihn mit einer anderen
Hunderasse zu kreuzen. Aus dieser Züchtung soll angeblich
der heutige Schnauzer hervorgegangen sein. Ob das wohl stimmt?
Fest steht allerdings, dass unser zutraulicher, in Vergessenheit
geratener Pastore Fonnese dem berühmten Schnauzer sehr ähnlich
sieht.
Rossana Schirra
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