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1930 warend die Festung und der Park militärisches Sperrgebiet

Im Castello finden regelmäßig
Ausstellungen statt

1895 erwarb der Marquis Roberto di
San Tommaso die Festung

Das Castello di Acquafredda bei Siliqua
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Eine der grünen Oasen Cagliaris
ist das im Stadtteil San Michele gelegene Erholungsgebiet „Colle
di San Michele“. Inmitten dieses idyllischen Stadtparks mit atemberaubendem
Blick über die Inselhauptstadt und den Golfo
degli Angeli thront eine trutzige Festung.
Das Castello di San Michele wurde im Jahre 1300 erstmals als Wehranlage
der Pisaner urkundlich erwähnt. Aus dieser Zeit stammen die
beiden imposanten Nordost- und Südost-Türme sowie Teile
der Verbindungsmauer. Die Grundmauern scheinen hingegen noch älter
zu sein, aller Wahrscheinlichkeit nach gehen sie auf die byzantinische
Epoche und die Judikate im 11. Jahrhundert zurück. Höchstwahrscheinlich
diente die ursprüngliche Anlage mit nur einem Turm der Verteidigung
von Santa Igia, der Hauptstadt des Judikats Cagliari.

Seinen Namen hat das Castello di
San Michele wahrscheinlich von einer kleinen Kapelle, die zur Zeit
der Byzantiner auf diesem Hügel stand und dem Erzengel Michael
gewidmet war
Im 12. Jahrhundert wurde von einem französischen Mönchsorden,
den Vittorini aus Marseille, neben der Burg eine kleine romanische
Feldkirche mit zwei Kirchenschiffen errichtet. Nach Sanierungsarbeiten
in den 1990er Jahren ist die Kirchenfassade, die während der
aragonesischen und spanischen Herrschaft in die äußere
Festungsmauer integriert wurde, wieder zu sehen.
Im Jahre 1327, kurz nach der Eroberung Cagliaris durch die Katalanen,
ging die Burg in den Besitz des Edelmannes Berengario Carroz über.
Sein Vater Francesco Carroz hatte sich zuvor bei der Eroberung Sardiniens
und Korsika
besonders verdient gemacht und wurde von Jakob II., König von
Aragon, deshalb zum Gouverneur des neuen Königreichs Regnum
Sardiniae et Corsicae ernannt.
Von der Burg genießt man eine
atemberaubende Aussicht auf den Golf und die Ebene des Campidano
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Festung weiter ausgebaut. Während
einer Pestepidemie im Jahr 1652 wurde die Burganlage zu einem Lazarett
umfunktioniert. Im 18. Jahrhundert fiel die Festung zunächst
unter österreichische Herrschaft, dann an das Haus Savoyen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb vom Castello di San Michele zunächst
nur eine Burgruine. Erste Sanierungsarbeiten begannen 1966 unter
der Leitung des Architekten Renato Salinas. Ende der 1990-er Jahre
hat die Stadt Cagliari die historische Anlage wieder hergestellt,
saniert und sichtbar gemacht. Es entstanden kleine Säle, die
als Kulisse für Ausstellungen und Kulturveranstaltungen dienen.
Cagliari
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Das Castello di San Michele zählt heute, mit den Festungen
in Sanluri,
Las Plasas und Siliqua
zu den bedeutendsten Wehranlagen im Süden der Insel.
Eingebettet in den wundervoll grünen Stadtpark bietet die Festung
neben bezaubernden Ausblicken auf die Lagune von Santa Gilla, den
Stadtstrand Poetto und den Teufelssattel zahlreiche außergewöhnliche
Wanderausstellungen und Shows. In der schönen Parklandschaft
rund um die alte Burg gibt es zudem ein Restaurant und eine Bar.
Öffnungszeiten des Castello di San Michele:
Winter: Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 13:00
und von 15:00 bis 18:00 Uhr;
Sommer: Dienstag bis Sonntag von 17:00 bis 22:00
Uhr;
Montag geschlossen. Morgens nur auf Anfrage für Gruppen.
Weitere Informationen: Centro Comunale d’Arte e
Cultura Castello San Michele, Via Sirai s.n., Cagliari, E-Mail:
castellosanmichele@camuweb.it,
Telefon: +39/070/500656;
Text: Andrea Behrmann, Fotos: Paolo Succu
Letzte Änderung: 02. März 2009
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