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Beide Türme sind Teil der pisanischen Befestigungsanlage aus
den Anfangsjahren des 14. Jahrhunderts, Werke des berühmten
Architekten Giovanni Capula. Sie zählen zu den schönsten
und am besten erhaltenen Beispielen für pisanische Militärarchitektur.
Das massive Falltor am Elefantenturm ist noch original erhalten.

Torre d'Elefante
von der Bastione Santa Croce aus
Auffällig ist, dass die Türme auf einer Seite
(zum Castello-Viertel hin) offen sind. Dies hatte praktische Gründe:
zum einen konnten die Verteidiger so besser Nachschub organisieren
und sich untereinander einfacher verständigen. Darüber
hinaus ließ sich so die natürliche Beleuchtung durch
das Sonnenlicht nutzen.
Unter den Spaniern fungierten die Torri als Gefängnisse, die
Freiflächen davor angeblich als Hinrichtungsplätze. Dafür
wurden die Türme auch an der vierten Seite zugemauert und erst
1906 wieder in den Urzustand versetzt. 1999 schließlich erfolgte
erneut eine Renovierung. Seitdem dienen sie als Aussichtstürme.
Der Aufstieg erfolgt über eine steile Holztreppe.

Das massive Falltor am Elefantenturm
ist noch original erhalten
Der Name „Elefantenturm“ leitet sich übrigens
von dem kleinen Marmorelefanten über dem Tor ab. Warum und seit
wann dieser dort steht, ist allerdings nicht geklärt. Wahrscheinlich
stellt der Elefant ein Symbol für Stärke und Weisheit dar.
Außerdem erzählt man sich, dass die Spanier dort die abgeschlagenen
Köpfe der Hingerichteten aufhingen. Oder aber der Turm wurde
einfach nach einer Straße im Viertel benannt, die Via dell’Elefante
hieß. Unter der kleinen Statue sind die Wappen der Castello-Bewohner
piemontesischer Abstammung angebracht.
Übrigens gibt es nicht nur einen Elefanten, sondern zwei. Wenn
Sie die kleine Treppe zum Eingang hochgehen, steht links ein grobes
Steinrelief, welches einen etwas unförmigen Elefanten darstellt.
Die Torre di Pancrazio hingegen hat ihren Namen von einer kleinen
Kirche in der Nähe des Turmes.
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