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Anfiteatro - Amphitheater
Pietre - Steine
Rovine - Ruinen
Età Imperiale - Kaiserzeit
Vicolo - Gasse
Palco - Bühne


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Ein interessanter Rundgang zu den historischen Sehenswürdigkeiten
Cagliaris beginnt an der Piazza Costituzione, dem Verkehrsknotenpunkt
zwischen den Einkaufsmeilen Via Manno und Via Garibaldi.
Bevor die Wadenmuskeln beansprucht werden, sollten Sie sich mit
einem „Marrocchino“ (Kaffee mit Sahne und Kakao) oder einem der
leckeren, selbst zubereiteten Snacks im „Antico
Caffè“, einer Bar mit Kaffeehausatmosphäre stärken.
Vom Freisitz schweift der Blick auf die architektonisch dominierende
Bastione S. Remy, deren breite Doppeltreppe
auf die Terrazza Umberto I. und in das Castello-Viertel führt.
Zur Zeit ist die Treppe wegen Baumaßnahmen gesperrt, weshalb
man nur über die Via Mazzini durch die Porta dei Leoni auf
die Terrasse kommt.
An der Rückseite der Terrazza befindet sich der 1840 errichtete
Palazzo Boyl.

Blick
auf den Dom von Castello
Der Rundgang führt nun weiter durch die Via Università,
benannt nach dem dort befindlichen Palazzo dell’Università
aus dem 18. Jahrhundert, der die kostbare Bibliothek beherbergt.
Hier wird das wichtigste Schriftstück der sardischen Geschichte,
die „Carta de Logu“ der Richterin Eleonora d’Arborea, aufbewahrt.
Die Universität wurde übrigens 1626 unter der Herrschaft
der Spanier gegründet.
Am Ende der Straße ragt die Torre dell’Elefante
(Elefantenturm) mit 35 Metern Höhe in den Himmel Cagliaris
und garantiert einen fantastischen Rundblick über die Stadt.
Das gleiche gilt für sein Pendant, die fast baugleiche
Torre di S. Pancrazio an der Piazza Indipendenza am anderen
Ende des Viertels.
Blick
auf Castello und die Bastione Santa Croce
Folgt man nun der Via S. Croce, kommt man nach wenigen Metern auf
eine Aussichtsterrasse, von der man wieder auf den Westteil der
Stadt (Stampace) mit der Kirche Sant’Anna schaut. Im eleganten Freisitz
des Cafè „Libarium Nostrum“ trifft sich Cagliari zum caffé
oder Aperitif.
Ein paar Meter weiter steht rechter Hand die Basilica Santa Croce
(derzeit Restaurierung). Sie wurde auf die Grundmauern der alten
Synagoge gebaut. Die Häuser an der Via S. Croce bildeten im
Mittelalter das Judenviertel (Ghetto degli Ebrei) der Stadt, denn
bis zu ihrer Vertreibung durch die Spanier im Jahre 1492 lebte hier
eine jüdische Gemeinschaft. 1737 wurde an dieser Stelle eine
Kaserne mit Unterkünften, Ställen und einem Waffenlager
errichtet. Heute dient der Komplex als Museum und Kulturzentrum.
In Erinnerung an das jüdische Viertel wurde es „Ghetto“ genannt.
Im
Café Libarium Nostrum trifft sich Cagliari zum caffé
oder Aperitif
Unser Rundgang führt nun zurück in Richtung Terrazza Umberto
I., zum Beispiel durch die Via dei Genovesi oder Via Lamarmora.
Nachdem Sie die Piazza Santa Caterina diagonal überquert haben,
biegen Sie in die Via Fossario ein. Auch von hier bietet sich ein
Panorama über die Stadt hin zum Stagno di Molentargius und
dem Monte Urpino. Nachdem man sich schon fast an die schmalen, verwinkelten
Gassen gewöhnt hat, öffnet sich vor dem Spaziergänger
plötzlich ein riesiger Platz - die Piazza Palazzo, gesäumt
von mehrern von mehreren wichtigen Verwaltungsgebäuden. Gleich
rechts steht die Kathedrale Cagliaris, der Duomo
Santa Maria di Castello.
Außerdem befinden sich hier der Palazzo
Viceregio (Palast des Vizekönigs) und der Palazzo
della Città (das ehemalige Rathaus). Etwas schade ist,
dass die Dimensionen der Piazza nicht so gigantisch wirken, da die
Freifläche als Parkplatz zweckentfremdet wird.
Folgen Sie der Straße Via Pietro Martini, gelangen Sie schließlich
auf die Piazza Indipendenza, an welcher sich das alte archäologische
Museum und die Torre S. Pancrazio befinden. Dreht man sich Richtung
Dom, kann man an dem grauen, verfallenen Gebäude noch Reste
eines Losungsspruches des Mussolini-Regimes erkennen.
Durch das Tor kommen Sie über die Piazza Arsenale in die Cittadella
dei Musei. Hier befand sich der nördliche Teil der Festungsanlage
mit dem Waffenlager (Arsenal). Aus den Überresten der antiken
spanischen Zitadelle entstand in den 1990-er Jahren in Kombination
mit modernen Betonelementen ein interessanter Museumskomplex, der
sich über mehrere Ebenen erstreckt. Neben dem Institut für
Archäologie sind auf dem Gelände vier Museen untergebracht:
das Museo Archeologico Nazionale, das Museo Etnografico Collezione
d’Arte Siamese, die Pinacoteca Nazionale und das Museo delle Cere
Clemente Susini. Von der Terrasse neben der Pinakothek hat man wieder
einmal eine schöne Aussicht auf den Osten Cagliaris.
Der Rundgang führt nun weiter durch die Porta Cristina, dem
antiken Eingang des Arsenals, auf die Viale Buon Cammino. Mit den
nächsten Schritten verlassen Sie auch das Viertel Castello
und kommen in das Quartiere Stampace, in welchem sich zahlreiche
archäologische Funde aus römischer Zeit befinden. An der
Viale befinden sich zum einen die Kasernen von 1840, die nah am
Castello-Viertel gebaut werden mussten, damit das Militär im
Notfall innerhalb kürzester Zeit dort aufmarschieren konnte.
Daran schließt sich das städtische Gefängnis an,
welches 1859 eingeweiht wurde. Dorthin wurden die Gefangenen aus
den Türmen San Pancrazio und dell’Elefante ausgelagert, deren
Geschrei und Klagen vorher durch die Straßen Castellos hallte.
Fassaden
in der Piazza Yenne
Direkt davor biegt eine kleine in den Fels gehauene Straße
aus römischer oder byzantinischer Zeit nach rechts ab und führt
zu dem Park Giardini Pubblici mit der Galleria Comunale d’Arte.
Von der Viale Buon Cammino kommt man dann über die Via Fra’
Nicola da Gesturi und die Via S. Ignazio zum Eingang des Anfiteatro
Romano (Römisches Amphitheater). Direkt
unterhalb schließt sich der 5 Hektar große Botanische
Garten (Orto Botanico) der Universität
Cagliari an.
Um zum Endpunkt des Rundgangs, der Piazza
Yenne, zu gelangen, folgen Sie weiter der Via S. Ignazio, bis
Sie die Via Porto Scalas bzw. den Corso Vittorio Emanuele erreichen.
Die Gebäude entlang dieser Einkaufsstraße mit neu gestalteter
Promenade stammen größtenteils aus dem 19. Jahrhundert.
Nach wenigen Metern haben Sie die Piazza erreicht und sich einen
Kaffee oder ein Eis in einem der Cafès redlich verdient.
Susanne Günther
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