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Sightseeing in Cagliari
Castello: Das historische Zentrum von Cagliari
Rundgang durchs Castello-Viertel
Fotogalerie: Impressionen aus Castello
Das Antico Caffé in der Piazza Costituzione: wo sich Herr Dottore und Touristen treffen
Bastione San Remy: Aussichtsterrasse und Treffpunkt der Cagliaritaner
Palazzo Boyl: Herrenhaus und Kanonenkugeln
Torre dell'Elefante und Torre S. Pancrazio: Pisanische Militärarchitektur
Dom Santa Maria di Castello: Stilmix und zersägte Kanzel
Palazzo di Città: Das ehemalige Rathaus der Stadt
Palazzo Viceregio: Fresko durch die sardische Geschichte
Das römische Amphittheater: Platz für ganz Cagliari!
Der botanische Garten: Oase der Ruhe
Piazza Yenne: Carlo Felice und Cappuccino
   
Unterkünfte in Cagliari:
Hotel Chentulunas in Cagliari
Hotel Regina Margherita in Cagliari
B&B Villa Maria in Cagliari

Unser Tipp für Cagliari:

Bed & Breakfast Mare Poetto



Bastione San Remy in Cagliari Sardinien Foto







Enge Gassen in Castello Cagliari Sardinien Foto


Wie heißt das auf Italienisch?
Anfiteatro - Amphitheater
Pietre - Steine
Rovine -
Ruinen
Età Imperiale - Kaiserzeit
Vicolo - Gasse
Palco - Bühne



Häuserdetail im Castello Viertel von Cagliari Sardinien Foto



Torre Pancrazio in Cagliari Sardinien Foto



Vizekönigspalast Palazzo Vicereggio in Cagliari Sardinien Foto





Dom zu Cagliari Sardinien Foto



Elefantenturm in Cagliari Sardinien Foto




alte Römerstraße in Cagliari Sardinien Foto


Rundgang durchs Castello-Viertel

Ein interessanter Rundgang zu den historischen Sehenswürdigkeiten Cagliaris beginnt an der Piazza Costituzione, dem Verkehrsknotenpunkt zwischen den Einkaufsmeilen Via Manno und Via Garibaldi.


Cagliari auf einer größeren Karte anzeigen

Bevor die Wadenmuskeln beansprucht werden, sollten Sie sich mit einem „Marrocchino“ (Kaffee mit Sahne und Kakao) oder einem der leckeren, hausgemachten Snacks im „Antico Caffè“, einer Bar mit Kaffeehausatmosphäre, stärken. Vom Freisitz schweift der Blick auf die architektonisch dominierende Bastione S. Remy, deren breite Doppeltreppe auf die Terrazza Umberto I. und in das Castello-Viertel führt. An der Rückseite der Terrazza befindet sich der 1840 errichtete Palazzo Boyl.


Blick auf den Dom von Castello

Der Rundgang führt nun weiter durch die Via Università, benannt nach dem dort befindlichen Palazzo dell’Università aus dem 18. Jahrhundert, der die kostbare Bibliothek beherbergt. Hier wird das wichtigste Schriftstück der sardischen Geschichte, die „Carta de Logu“ der Richterin Eleonora d’Arborea, aufbewahrt. Die Universität wurde übrigens 1626 unter der Herrschaft der Spanier gegründet.
Am Ende der Straße ragt die Torre dell’Elefante (Elefantenturm) mit 35 Metern Höhe in den Himmel Cagliaris und garantiert einen fantastischen Rundblick über die Stadt. Das gleiche gilt für sein Pendant, die fast baugleiche Torre di S. Pancrazio an der Piazza Indipendenza am anderen Ende des Viertels.

Blick auf Castello und die Bastione Santa Croce Cagliari Foto Blick auf Castello und die Bastione Santa Croce

Folgt man nun der Via S. Croce, kommt man nach wenigen Metern auf eine Aussichtsterrasse, von der man wieder auf den Westteil der Stadt (Stampace) mit der Kirche Sant’Anna schaut. Im eleganten Freisitz des Cafè „Libarium Nostrum“ trifft sich Cagliari zum caffé oder Aperitif.
Ein paar Meter weiter steht rechter Hand die Basilica Santa Croce. Sie wurde auf die Grundmauern der alten Synagoge gebaut. Die Häuser an der Via S. Croce bildeten im Mittelalter das Judenviertel (Ghetto degli Ebrei) der Stadt, denn bis zu ihrer Vertreibung durch die Spanier im Jahre 1492 lebte hier eine jüdische Gemeinschaft. 1737 wurde an dieser Stelle eine Kaserne mit Unterkünften, Ställen und einem Waffenlager errichtet. Heute dient der Komplex als Museum und Kulturzentrum. In Erinnerung an das jüdische Viertel wurde es „Ghetto“ genannt.

Café Libarium Nostrum trifft sich Cagliari. Bastione Santa Croce Sardinien Foto Im Café Libarium Nostrum trifft sich Cagliari zum caffé oder Aperitif


Unser Rundgang führt nun zurück in Richtung Terrazza Umberto I., zum Beispiel durch die Via dei Genovesi oder Via Lamarmora. Nachdem Sie die Piazza Santa Caterina diagonal überquert haben, biegen Sie in die Via Fossario ein. Auch von hier bietet sich ein Panorama über die Stadt hin zum Stagno di Molentargius und dem Monte Urpino. Nachdem man sich schon fast an die schmalen, verwinkelten Gassen gewöhnt hat, öffnet sich vor dem Spaziergänger plötzlich ein riesiger Platz - die Piazza Palazzo, gesäumt von mehrern von mehreren wichtigen Verwaltungsgebäuden. Gleich rechts steht die Kathedrale Cagliaris, der Duomo Santa Maria di Castello.
Außerdem befinden sich hier der Palazzo Viceregio (Palast des Vizekönigs) und der Palazzo della Città (das ehemalige Rathaus). Etwas schade ist, dass die Dimensionen der Piazza nicht so gigantisch wirken, da die Freifläche als Parkplatz zweckentfremdet wird.
Folgen Sie der Straße Via Pietro Martini, gelangen Sie schließlich auf die Piazza Indipendenza, an welcher sich das alte archäologische Museum und die Torre S. Pancrazio befinden. Dreht man sich Richtung Dom, kann man an dem grauen, verfallenen Gebäude noch Reste eines Losungsspruches des Mussolini-Regimes erkennen.

Vorplatz des Doms zu Cagliari Sardinien Foto
Durch das Tor kommen Sie über die Piazza Arsenale in die Cittadella dei Musei. Hier befand sich der nördliche Teil der Festungsanlage mit dem Waffenlager (Arsenal). Aus den Überresten der antiken spanischen Zitadelle entstand in den 1990-er Jahren in Kombination mit modernen Betonelementen ein interessanter Museumskomplex, der sich über mehrere Ebenen erstreckt. Neben dem Institut für Archäologie sind auf dem Gelände vier Museen untergebracht: das Museo Archeologico Nazionale, das Museo Etnografico Collezione d’Arte Siamese, die Pinacoteca Nazionale und das Museo delle Cere Clemente Susini. Von der Terrasse neben der Pinakothek hat man wieder einmal eine schöne Aussicht auf den Osten Cagliaris.
Der Rundgang führt nun weiter durch die Porta Cristina, dem antiken Eingang des Arsenals, auf die Viale Buon Cammino. Mit den nächsten Schritten verlassen Sie auch das Viertel Castello und kommen in das Quartiere Stampace, in welchem sich zahlreiche archäologische Funde aus römischer Zeit befinden. An der Viale befinden sich zum einen die Kasernen von 1840, die nah am Castello-Viertel gebaut werden mussten, damit das Militär im Notfall innerhalb kürzester Zeit dort aufmarschieren konnte. Daran schließt sich das städtische Gefängnis an, welches 1859 eingeweiht wurde. Dorthin wurden die Gefangenen aus den Türmen San Pancrazio und dell’Elefante ausgelagert, deren Geschrei und Klagen zuvor durch die Straßen Castellos hallte.


Cagliari Sardinien Foto Fassaden in der Piazza Yenne Fassaden in der Piazza Yenne


Direkt davor biegt eine kleine in den Fels gehauene Straße aus römischer oder byzantinischer Zeit nach rechts ab und führt zu dem Park Giardini Pubblici mit der Galleria Comunale d’Arte.
Von der Viale Buon Cammino kommt man dann über die Via Fra’ Nicola da Gesturi und die Via S. Ignazio zum Eingang des Anfiteatro Romano (Römisches Amphitheater). Direkt unterhalb schließt sich der 5 Hektar große Botanische Garten (Orto Botanico) der Universität Cagliari an.
Um zum Endpunkt des Rundgangs, der Piazza Yenne, zu gelangen, folgen Sie weiter der Via S. Ignazio, bis Sie die Via Porto Scalas bzw. den Corso Vittorio Emanuele erreichen. Die Gebäude entlang dieser Einkaufsstraße mit neu gestalteter Promenade stammen größtenteils aus dem 19. Jahrhundert.
Nach wenigen Metern haben Sie die Piazza erreicht und sich einen Kaffee oder ein Eis in einem der Cafès redlich verdient.


Susanne Günther

 

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