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Anfiteatro
- Amphitheater
Pietre - Steine
Rovine - Ruinen
Età Imperiale - Kaiserzeit
Vicolo - Gasse
Palco - Bühne
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Den schönsten Empfang bietet Cagliari
von oben: Wer mit dem Flugzeug ankommt, hat nicht nur einen atemberaubenden
Blick über die Lagunenseen, den endlos langen Poetto-Strand
und das Häusermeer der Stadt, sondern auch auf das historische
Zentrum „Castello“, das majestätisch auf einem Kalkfelsen über
der Inselmetropole thront.

Blick auf das Castello, von den Sarden
liebevoll Casteddu genannt
Das von den Einheimischen auch „Casteddu“ genannte Viertel ist in
seiner Originalstruktur noch weitgehend erhalten: Dunkle, schmale
Gassen mit verfallenen Häusern, bröckelndem Stuck und
Balkongeländern, die vor sich hin rosten - so präsentiert
sich derzeit das „Quartiere“. Der morbide Charme Castellos wird
allerdings wahrscheinlich nicht mehr lange zu erleben sein. Denn
seit einigen Jahren wird das frühere Nobelviertel aufwändig
saniert. Nachdem es in den letzten Jahrzehnten zunehmend verkam
und als das Wohngebiet der Ärmeren galt, kehren nun zunehmend
wohlhabende Mieter in die frisch renovierten Palazzi zurück.
Fassade im Castello-Viertel
Verschiedene Fremdherrschaften haben über die Jahrhunderte
hinweg zahlreiche architektonische Spuren in Castello hinterlassen.
Anfang des 13. Jahrhunderts belagerten die Pisaner als Erste den
Berg und legten mit dem Bau einer Festungsanlage den Grundstein
für das heutige Aussehen. Als „herausragend“ im wahrsten Sinne
des Wortes gelten hierbei die beiden Verteidigungstürme (Torre
dell’Elefante und Torre S. Pancrazio). Schon 1326 fielen die
Spanier über „Caralis“ (Cagliari) her und ließen sich
in der Festung nieder. Die Aragonesen waren eine besonders brutale
Besatzungsmacht. So war es den Einheimischen nicht erlaubt, innerhalb
der Mauern des Castello zu wohnen. Zudem durften sie das Viertel
ausschließlich bei Tageslicht betreten: Wurde ein Sarde nach
Einbruch der Dunkelheit in Castello erwischt, drohte ihm in den
meisten Fällen der kürzeste Weg nach draußen - der
Flug über die Festungsmauern.
Cagliari
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Anfang des 18. Jahrhunderts übernahm schließlich das
Haus Savoyen-Piemont die Vorherrschaft über Sardinien. Casteddu
wurde so zeitweilig Herrschersitz über das Königreich
Sardinien-Piemont. Die letzten großen Bauten stammen aus dieser
Zeit.
Nach Abzug der Nobili und der Verwaltung in das Quartiere „Marina“
ab Ende des 19. Jahrhunderts verfiel das Viertel und zog überwiegend
Ältere und kinderreiche Familie an. Die derzeitigen Sanierungsarbeiten
werden Castello aber schon bald wieder in altem Glanz erstrahlen
lassen..
Susanne Günther
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