Wie
heißt das auf Italienisch?
Spiaggia
- Strand
Sabbia - Sand
Scogli - Felsen
Acqua - Wasser
Cristallino - Kristallklar
Alghe - Algen
Conchiglia - Muschel
Onda - Welle
Ombrellone - Sonnenschirm
Sdraio - Liegestuhl
Crema solare - Sonnencreme

Divana surft seit elf Jahren und
kennt fast alle Spots der Insel
Sonnenstühle unter Wasser an der Twist-Bar
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Anfang Dezember 2003
in Cagliari: Starker Scirocco-Wind bläst über den Süden
der Insel. In Böen fegt die afrikanische Luftströmung
mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde durch Cagliari. Entwurzelte
Bäume und losgerochene Äste auf den Hauptstraßen
verursachen Schäden und sorgen für chaotische Verkehrsverhältnisse.
Am Poetto, dem Hausstrand der Inselhauptstadt, hat die starke Brandung
ganze Strandabschnitte unter Wasser gesetzt. Die hohen Wellen reichen
bis an die Strandpromenade.
Einen Tag später: Die Schäden des Unwetters sind noch
in der ganzen Stadt zu sehen, doch das Wetter hat ins andere Extrem
umgeschlagen: Sonnenschein und Temperaturen um die zwanzig Grad.
Und beste Bedingungen für Wassersportler.
Am noch immer überschwemmten Poetto tummeln sich schon in den
frühen Morgenstunden die Wellenreiter
der Stadt. Es ist windstill, doch die See ist noch unruhig, Wellen
brechen drei bis vier Mal, bevor sie an den zehn Kilometer langen
Strand donnern.
Poetto im Dezember: Der anspruchsvolle Wellengang ist nichts für
Anfänger
"Die
Brandung ist ganz schön schwierig heute", meint der 15-jährige
Marco aus Cagliari. "Man
muss sich schon eine flache Stelle suchen, um da überhaupt
rein zu kommen" befürchtet er und stürzt sich in
die Fluten. Auf seinem gelben Surfbrett paddelt er an einer flachen
Stelle in Richtung Wellen. Die starke Strömung treibt ihn innerhalb
von Sekunden mehrere Hundert Meter weiter in die Brandung. "Dort
brechen die Wellen am besten" meint sein Kumpel Stefano und
genießt lieber ein paar Sonnenstrahlen. "Mir ist das
heute aber zu gefährlich. Ich surfe noch nicht so lange und
warte lieber ob die Wellen morgen schwächer sind". Die
beiden schwänzen heute die Schule, um von dem starken Wellengang
an dem sonst recht ruhigen Poetto zu profitieren. Auch die 32-jährige
Cagliaritanerin Divana müsste eigentlich arbeiten. "Normalerweise
surfe ich immer woanders, mein Lieblings-Spot
ist zum Beispiel im Golf
von Oristano. Aber wenn hier solche Wellen sind, muss man das
ja ausnutzen", rechtfertigt die einzige weibliche Wellenreiterin,
warum den Tag heute freigenommen hat.

Jingle
Bells und Sonnenschein: Vorweihnachtliche Ferienstimmung am Poetto
Die Besitzer der Strandkiosks müssen heute gleich mehrere Dinge
gleichzeitig erledigen. Verbogene und zerrissene Sonnenschirme einsammeln,
Berge von Sand nach draußen schaufeln, den der starke Scirocco
in ihre Buden gepustet hat und gleichzeitig den Barbetrieb aufrecht
erhalten. Denn auch Nicht-Sportler tummeln sich Tag nach dem Unwetter
am Poetto. Die Cagliaritaner wollen
sich ansehen, was das Unwetter des Vortags angerichtet hat. Sie
kommen, staunen, schauen bei einem Cappuccino im Sonnenstuhl den
Surfern zu, die in ihren Neoprenanzügen durch die Wasserpfützen
waten oder spazieren in dicken Jacken am Strand entlang. Die Radios
in den Strandbars spielen 'Jingle Bells'. Vor wenigen Tagen fiel
im Gennargentu,
dem Gebirge im Zentrum
Sardiniens, der erste Schnee. In Deutschland erreichen die Temperaturen
Maximalwerte von acht Grad Celsius. Denn in drei Tagen ist schon
der zweite Advent.
Timo Gerd Lutz
letzte Änderung: 04. Dezember
2009
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