Immer wieder Sardinien! Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen
zum Beispiel:
>> Das Bergdorf Fonni
>> Der Naturpark Donnortei
>> Schnee auf dem Monte Spada und dem Bruncu Spina
>> Der Pfeifer aus Gavoi
>> Spielzeugmuseum in Gavoi
>> Karnevalsauftakt
in Mamoiada
>> Der einst älteste Mensch Sardiniens
>> Die Walke in Tiana
>> Teti - Schmiede der Bronzestatuetten
>> Nuoro - Kulturhauptstadt der Barbagia
>> Orani - Kunst & Kultur im Bergbaustädtchen
>> Karneval in Ottana - Boes, Merdules & sa Filonzana
>> Tonara und der Honignougat
>> Aritzo - Magie der Natur
>> Ortueri - Magasinos Apertos
>> Der Eselspark "Mui Muscas"
>> Ökosystem Wald: Parco Assai
>> Schafschur in Ovodda
>> Supramonte, Tiscali und Sas Orrios
>> Der Nationalpark Golfo di Orosei
>> Dorgali und Cala Gonone
>> Wandmalerei in Orgosolo
>> Schmausen in Oliena
>> Grotta del Bue Marino und Grotta di Ispinigoli
>> Der Lago Cedrino
>> Die schönsten Badeziele
Hier wird mit Wasserkraft angetrieben
Die Walke Sa Cracchera kann besichtigt werden
Gualchiera - Walkmühle
Gualchieraio - Walkmüller
Gualcare - Walken (v.)
Mulino ad acqua - Wassermühle
Orbace - Filzstoff aus Schafwolle
Costume - Tracht
Comune di Tiana
Via Nazionale 27 - 08020 Tiana
Tel.: +39/0784/69089
Katia Zedda
Tel.: +39/0784/69255
Mobil: +39/3492235976 |
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Ab und zu braucht man frische Luft, duftende Landschaften, schöne
Plätze zum Gucken und Erforschen, dann ist man wirklich Happy.
Tiana ist ein Charakterdorf mitten in der Barbagia di Mandrolisai,
wo Trends und Tradition sich verbinden - zwischen alten Häusern,
duftenden Gärten, verwunschenen Wiesen- und Waldlandschaften
und dem plätschernden Riu Tino.
Kaum einer weiß, dass das Dorf einst führend auf dem
Gebiet der Stoffbearbeitung war. Insgesamt 18 Walken und 20 Wassermühlen
schmückten die Uferregion des Flusses noch Anfang des letzten
Jahrhunderts. Aus der ganzen Umgebung kamen Frauen mit Körben
voller gesponnener Schafwolle. Durch die Bearbeitung in der Walke
sollte das Gewebe zum Verfilzen gebracht werden. Aus dem dicken
Filzstoff wurden dann Mäntel, Jacken und Röcke genäht.
Katja Zedda:
Die Nichte des letzten Walkmüllers aus Tiana in der verwunschenen
Barbagia Mandrolisai
Katjas Großvater war der letzte Walker Tianas: Francesco Zedda
"detto bellu" - der schöne Walker. Er war gerade
mal zwölf als sein Vater ihn in das Geheimnis des Walkens einführte.
Jahrelang prügelte er danach die Stoffe geschmeidig - meist
bei ohrenbetäubenden Lärm.
In der modernen Textilindustrie, die auf höchste Produktion
ausgerichtet ist, war 1975 kein Platz mehr für Francesco und
seine Walke. Erst langsam setzte sich die Erkenntnis durch, dass
man alte Berufe schützen und bewahren sollte. Nach dem Vorbild
der alten Walke aus dem 18. Jahrhundert wurde eine neue Maschine
gebaut. Ab Mitte November - wenn genügend Wasser fließt
- ist es Zeit, sie in Betrieb zu nehmen. Hat es viel geregnet, darf
die Inbetriebnahme auch schon vorher erfolgen. Im Sommer, wenn es
zu trocken ist, werden die alte und die nachgebaute Walke sogar
von Fledermäusen als Nisthöhlen bezogen. Wer "Sa
Cracchera" bewundern möchte, sollte mit Katja einen Termin
vereinbaren, um auch das Walkinnere zu sehen oder in der Gemeinde
anrufen.
Rundreise Barbagia: Ein Stück Wildnis im Herzen der Mittelmeerinsel auf einer größeren Karte anzeigen
Text: Andrea Behrmann. Letztes
Update: 26. Januar 2010
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