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Der "Dämon" ist das Wahrzeichen Tetis



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Die Ausgrbungsstätte von "Abini"


Wie heisst das auf Italienisch?
Paese - Dorf
Centro - Zentrum
Museo - Museum
Sito archeologico - Ausgrabungsstätte
Pietra - Stein
Focina - Schmiede
Capanna - Hütte
Bronzetti - Bronzestatuette


Wichtige Adressen:
Info: Chiara und Fernando Usai
Via Trento - 08030 Teti
E-Mail: tetinform@tiscalinet.it

Ristorante L'Oasi
Via Trento - 08030 - Teti
Tel.: +39/0784/68211

Teti - Die Schmiede der Bronzestatuetten

In der Barbagia di Mandrolisai, in einer noch unverfälschten und traditionsreichen Region, versickern Unruhe und Stress auch in der Ruhe des alten Bergdorf Teti mit seinen Häusern aus Schiefergestein. Nur ein kleiner Punkt auf der Landkarte, dicht bei Ovodda, nicht weit entfernt von Tiana, am Fluss Tino.
Ein besonderer Charm, ein archäologisches Museum und drei im direkten Umfeld verborgene Nuraghendörfer (S'Urbale, Abini und Su Ballu) laden zum Besichtigen ein.
In "Abini" soll zur Bronzezeit (1800 v.Chr. bis 900 v. Chr.) die Barbagia-Schmiede der Bronzestatuetten gestanden haben. Hier sollen die Handwerker einst ihre Formen gegossen haben: Man spricht sogar von einer regelrechten Kleinindustrie, denn die Bronzen waren eine gefragte Ausfuhrware und wurden auch außerhalb der Insel abgesetzt. Nicht nur zur Herstellung von Gegenständen des täglichen Gebrauchs und von Schmuckstücken hatte die hoch entwickelte Metallverarbeitung Bedeutung. Praktisch schufen die "Picassos der Bronzestatuetten" auch viele kleine Kunstwerke, die im Kult der Nuragher ihre Anwendung fanden. Solch ein Werk und zugleich Wahrzeichen des Dorfes ist zum Beispiel der "Dämon" oder "Krieger", mit seinen vier Augen, vier Armen und zwei Schildern.

Die Reste des abgetragenen Nuraghen

Fernando Usai, der in Teti zusammen mit seiner Frau Chiara den einzigen Schreibwarenladen mit Informationsbüro und Internet-Point führt, erklärt uns, dass das 13 Kilometer nordöstlich vom Ort liegende Nuraghendorf "Abini" um das Jahr 1875 entdeckt wurde. Archäologisch erschlossen wurde es jedoch erst 1930 bis 1931 als Professor Taramelli große Teile der Stätte ausgrub. Der italienische Archäologe beschrieb die Ausgrabungsstätte in seinen Veröffentlichungen als "Priestersitz" und wies darauf hin, dass diese Klasse zu kultischen, magischen sowie medizinischen Handlungen berechtigt war. Aufgefallen war ihm nämlich, dass er hier neben einer Muttergöttin und Speerspitzen endlos viele Bronzestatuetten fand. Und die Handwerkshütten in denen die Form der "Bronzetti" zunächst aus Wachs modelliert, dann mit einer Tonpaste beschichtet und schließlich gebrannt wurde fand er auch - immer in "Abini".
Heute kann man nur noch die Reste bewundern. Einen Blick auf den fast abgetragenen Nuraghen werfen, den Grundriss des etwa 140 Hütten zählenden Dorfes bestaunen und die fast noch unberührte Natur genießen.
Wer sich im Dorf entspannen möchte, kann das bei einem wirklich guten Vier-Gänge-Menü im "Ristorante L'Oasi" tun - allerdings zu Preisen der gehobenen Klasse.

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