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Unser Tipp:

Immer wieder Sardinien! Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Das Bergdorf Fonni
>> Der Naturpark Donnortei
>> Schnee auf dem Monte Spada und dem Bruncu Spina
>> Der Pfeifer aus Gavoi
>> Spielzeugmuseum in Gavoi
>> Karnevalsauftakt in Mamoiada
>> Der einst älteste Mensch Sardiniens
>> Die Walke in Tiana
>> Teti - Schmiede der Bronzestatuetten
>> Nuoro - Kulturhauptstadt der Barbagia
>> Orani - Kunst & Kultur im Bergbaustädtchen
>> Karneval in Ottana - Boes, Merdules & sa Filonzana
>> Tonara und der Honignougat
>> Aritzo - Magie der Natur
>> Ortueri - Magasinos Apertos
>> Der Eselspark "Mui Muscas"
>> Ökosystem Wald: Parco Assai
>> Schafschur in Ovodda
>> Supramonte, Tiscali und Sas Orrios
>> Der Nationalpark Golfo di Orosei
>> Dorgali und Cala Gonone
>> Wandmalerei in Orgosolo
>> Schmausen in Oliena
>> Grotta del Bue Marino und Grotta di Ispinigoli
>> Der Lago Cedrino
>> Die schönsten Badeziele


Sardinien, Teti, Bronzestatuette.  Der Dämon ist das Wahrzeichen Tetis. Foto: Paolo Succu
Die Bronzestatuette des Dämons ist das Wahrzeichen des Bergdorfes Teti

Unterkünfte in der Barbagia:
Hotel Taloro in Gavoi
Hotel Sa Orte in Fonni
Hotel Su Gologone in Oliena

Unser Tipp für Oliena:

3-Sterne-Hotel Monte Maccione

Sardinien, Teti, die Ausgrabungsstätte des Nuraghen Abini. Foto: Paolo Succu Die Ausgrbungsstätte von Abini. Hier soll in der Bronzezeit die Barbagia-Schmiede der Bronzestatuetten gestanden haben

Wie heißt das auf Italienisch?
Paese - Dorf
Centro - Zentrum
Museo - Museum
Sito archeologico - Ausgrabungsstätte
Pietra - Stein
Focina - Schmiede
Capanna - Hütte
Bronzetti - Bronzestatuette
Wichtige Adressen:
Comune di Teti
Corso Italia, 45 - 08030 Teti
Tel.: +39/0784/68023

Ristorante L'Oasi
Via Trento - 08030 - Teti
Tel.: +39/0784/68211
Montags geschlossen

Teti - Die Schmiede der Bronzestatuetten

In der Barbagia di Ollolai, an der Grenze zur Barbagia di Mandrolisai, in einer noch unverfälschten und traditionsreichen Region, versickern Unruhe und Stress in der Ruhe des alten Bergdorf Teti mit seinen Häusern aus Schiefergestein. Nur ein kleiner Punkt auf der Landkarte, dicht bei Ovodda, nicht weit entfernt von Tiana, am Fluss Tino.
Ein besonderer Charme, ein kleines archäologisches Museum und drei im direkten Umfeld verborgene Nuraghen-Dörfer (S'Urbale, Abini und Su Ballu) laden zum Besichtigen ein.


Sardinien, Teti, Reste des abgetragenen Nuraghen Abini. Foto: Paolo Succu Archäologisch erschlossen wurde die Ausgrabungsstàtte Abini erst 1930 durch den italienischen Archàologen Taramelli

In Abini soll zur Bronzezeit (1800 v.Chr. bis 900 v. Chr.) die Barbagia-Schmiede der Bronzestatuetten gestanden haben. Hier sollen die Handwerker einst ihre Formen gegossen haben: Man spricht sogar von einer regelrechten Kleinindustrie, denn die Bronzen waren eine gefragte Ausfuhrware und wurden auch außerhalb der Insel abgesetzt. Nicht nur zur Herstellung von Gegenständen des täglichen Gebrauchs und von Schmuckstücken hatte die hoch entwickelte Metallverarbeitung Bedeutung. Die "Picassos der Bronzestatuetten" schufen praktisch auch viele kleine Kunstwerke, die im Kult der Nuragher ihre Anwendung fanden. Solch ein Werk und zugleich Wahrzeichen des Dorfes ist zum Beispiel der Dämon oder Krieger, mit seinen vier Augen, vier Armen und zwei Schildern.

Rundreise Barbagia: Ein Stück Wildnis im Herzen der Mittelmeerinsel auf einer größeren Karte anzeigen



Das etwa 13 Kilometer nordöstlich vom Ort liegende Nuraghendorf Abini wurde um das Jahr 1875 entdeckt. Archäologisch erschlossen wurde es jedoch erst 1930 bis 1931 als Professor Taramelli große Teile der Stätte ausgrub.
Der italienische Archäologe beschrieb die Ausgrabungsstätte in seinen Veröffentlichungen als "Priestersitz" und wies darauf hin, dass diese Klasse zu kultischen, magischen sowie medizinischen Handlungen berechtigt war. Aufgefallen war ihm nämlich, dass er hier neben einer Muttergöttin und Speerspitzen endlos viele Bronzestatuetten fand. Und die Handwerkshütten in denen die Form der Bronzetti zunächst aus Wachs modelliert, dann mit einer Tonpaste beschichtet und schließlich gebrannt wurde, fand er auch - auch in Abini.
Heute kann man nur noch die Reste bewundern. Einen Blick auf den fast abgetragenen Nuraghen werfen, den Grundriss des etwa 140 Hütten zählenden Dorfes bestaunen und die fast noch unberührte Natur genießen.
Wer sich hingegen im Dorf entspannen möchte, kann das bei einem wirklich guten Vier-Gänge-Menü im Ristorante L'Oasi tun - allerdings zu Preisen der gehobenen Klasse.


Text: Andrea Behrmann, Fotos: Paolo Succu. Letztes Update: 27. Januar 2010

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