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Unser Tipp:
Immer wieder Sardinien! Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Das Bergdorf Fonni
>> Der Naturpark Donnortei
>> Schnee auf dem Monte Spada und dem Bruncu Spina
>> Der Pfeifer aus Gavoi
>> Spielzeugmuseum in Gavoi
>> Karnevalsauftakt in Mamoiada
>> Der einst älteste Mensch Sardiniens
>> Die Walke in Tiana
>> Teti - Schmiede der Bronzestatuetten
>> Nuoro - Kulturhauptstadt der Barbagia
>> Orani - Kunst & Kultur im Bergbaustädtchen
>> Karneval in Ottana - Boes, Merdules & sa Filonzana
>> Tonara und der Honignougat
>> Aritzo - Magie der Natur
>> Ortueri - Magasinos Apertos
>> Der Eselspark "Mui Muscas"
>> Ökosystem Wald: Parco Assai
>> Schafschur in Ovodda
>> Supramonte, Tiscali und Sas Orrios
>> Der Nationalpark Golfo di Orosei
>> Dorgali und Cala Gonone
>> Wandmalerei in Orgosolo
>> Schmausen in Oliena
>> Grotta del Bue Marino und Grotta di Ispinigoli
>> Der Lago Cedrino
>> Die schönsten Badeziele


Schäfer Giovanni Mattu

Unterkünfte in der Barbagia:
Country Hotel Mandra Edera
Hotel in Abbasanta
Hotel in Gavoi

Unser Tipp:

Hotel Su Gologone in Oliena



Wie heißt das auf Italienisch?
Tosatura - Schafschur
Pecora - Schaf
Vello - Vlies
Lana -
Fell



Wichtige Adressen:
Comune di Ovodda
Via Sassari, 4 - Ovodda
Tel.: +39/0784/54012
Schnitt für Schnitt: "Su Tusorzu" - Schafschur von Hand in Ovodda

Schafe scheren ist gar nicht einfach. Auch wenn man nicht viel dazu braucht - scharfes Scherwerkzeug, festes Seil, Schleifstein, Jutesäcke und gute Laune. Giovanni Mattu, Schäfer, jetzt Pensionär, zeigt mit der Hand um sich - "sos zuvalesse", das ist sein Heim. Er kennt hier jeden Baum, jede Schafshütte, die Weiden und Täler. Hier oben, wo wir jetzt sitzen, steht ein Häuschen aus Stein. Im Vordergrund grüne Felder, Korkeichen, Obstbäume, weiße Pfade, eine Scheune und etwa zweihundert Schafe, die friedlich auf der Wiese grasen. Giovanni Mattu kommt aus Ovodda, einem eher schmucklosen Dorf in der Barbagia Mandrolisai mit traumhafter Landschaft und atemberaubenden Panorama. Wer einmal hier war, für den ist dieses Gebiet eines der schönsten in der Barbagia. Giovanni wartet auf Freunde und Bekannte, denn im Juni muss den Schafen die ganze Haarpracht runtergeschnitten werden.


Vor dem Scheren


   Video Clip "Su Tosorzu"


Da es am späten Morgen schon zu warm ist zum Scheren, treffen Salvatore und Daniele Maccioni, Giuseppe Mattu, Alessandro Vacca, Mario Lai, Michelangelo Marongiu, Salvatore Mattu, Francesco Marongiu, Francesco Mazzoni, Ubaldo Soddu, Gonario Soru, Gabriele Soru, Virgilio Soddu und Giovanni Puddu sich schon früh um 8:00 Uhr. Erst mal Quartier machen. Auspacken und ankommen in „sos zuvalesse“. Salvatore hat sich mit einem ganzen Hammel und „sa horda“ (geflochtener Zopf aus Magen und Gedärm des Schafs) abgeschleppt, denn zu einem besonderen Anlass wie „su tusorzu“ wird extra geschlachtet. „Sa horda“ und die Keulen werden von Alessandro über einem offenen Holzfeuer gegrillt, alles andere, Kopf, Haxen, Rippen und Innereien, wird von Michelangelo klein geschnitten und mit Zwiebeln gekocht. Zum Fleisch isst man dann das hauchdünne, knusprige, halbmondförmige „pane fresa“, für das Ovodda so berühmt ist. Gleich hektoliterweise fließt dann auch ein selbstgemachter vollmundiger, dunkler Rotwein mit recht hohem Alkoholgehalt.
Die Schafe sind friedlich, sie warten in einem eingezäunten Bereich - „sa mantra tunda“ - in den sie nach dem Scheren wieder entlassen werden. Giovanni und Salvatore nehmen sich jeweils ein Schaf, das sie geschickt zwischen ihre Beine klemmen, um ihnen die Füße zusammen zu binden. Schon bald fährt das scharfe Scherwerkzeug „sos ferros po tundere“ auch über Bauch und Beine der anderen Schafe. Alle lassen es geduldig zu, nur ab und zu hört man ein trauriges Mäh, wenn beispielsweise die scharfen Scheren in die Haut schneiden.


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