"Sardinien bewusst erleben" ist das Motto des 1350 ha
großen Naturparks Assai, Sektion Neoneli. Er ist Teil des
„Complesso Forestale Barigadu“, eine besonders idyllische, mediterrane
Waldlandschaft im Inland der Insel - dort, wo die Barbagia-Mandrolisai
an die Provinz Oristano grenzt. Den Wald teilen sich die Gemeinden
Neoneli (OR), Nughedu (OR) und Austis (NU), alle Träger einer
reichen kulturellen Tradition auf Sardinien.
Video Clip Naturparks
Folgt man den Wegen durch den Naturpark, erlebt man einen eichenreichen
Waldbestand. Im natürlichen Zustand belassen ist der Assai-Wald
über Jahre hinweg quasi in einem selbstregulierten Zustand
geblieben. Deshalb verfügt der Park heute über ein noch
intaktes Waldökosystem. Das sonnige aber nicht zu trockene
Klima, der fruchtbare Boden, die Höhenlage bestimmen die charakteristischen
einheimischen Baumarten des Waldes, in dem Steineichen, Korkeichen,
Stieleichen und Macchia-Pflanzen vorkommen. Im Naturpark sind verschiedene
Wildarten, die in der freien Natur nur schwer zu beobachten sind,
mit etwas Glück ganz nahe zu erleben. Besucher und Besucherinnen
können sich von verschiedenen Wegen aus zum Wildschweingatter,
zum Gehege der sardischen Hirsche oder quer durch den Eichenwald
begleiten lassen. In großen artgerechten Freigehegen beherbergt
der Naturpark nur wenige Wildtierarten Sardiniens. Hier leben etwa
vierzig Wildschweine und acht Exemplare des „Cervo Sardo“ (sardischer
Hirsch). Neben diesen Tieren, können mit viel Geduld aber auch
andere im Naturpark lebende Wildtiere beobachtet werden, die hier
Lebensraum finden: Damhirsch, Fuchs, Marder, Wildkatze, Igel, Wiesel,
sardischer Hase, Wildkaninchen, Steinadler und zahlreiche andere
Vogelarten. Vom Eingang des Naturparks führt zudem ein Weg
zum klitzekleinen „Museo delle Scienze Naturali“ (Museum für
Naturwissenschaften), in dem die einheimischen Tierarten des „Parco
Assai“, ausgestellt sind. Der Naturpark ist täglich geöffnet.
Auf Anfrage bieten die Mitarbeiter des „Corpo Forestale“ Führungen
zu den Themen "mediterrane Waldlandschaft" und "Tiere
des Assai-Waldes".
<
zurück