Immer wieder Sardinien! Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen
zum Beispiel:
>> Das Bergdorf Fonni
>> Der Naturpark Donnortei
>> Schnee auf dem Monte Spada und dem Bruncu
Spina
>> Der Pfeifer aus Gavoi
>> Spielzeugmuseum in Gavoi
>> Karnevalsauftakt
in Mamoiada
>> Der einst älteste Mensch Sardiniens
>> Die Walke in Tiana
>> Teti - Schmiede der Bronzestatuetten
>> Nuoro - Kulturhauptstadt der Barbagia
>> Orani - Kunst & Kultur im Bergbaustädtchen
>> Karneval in Ottana - Boes, Merdules &
Sa Filonzana
>> Tonara und der Honignougat
>> Aritzo - Magie der Natur
>> Ortueri - Magasinos Apertos
>> Der Eselspark "Mui Muscas"
>> Ökosystem Wald: Parco Assai
>> Schafschur in Ovodda
>> Supramonte, Tiscali und Sas Orrios
>> Su Gologone & der
Nationalpark Golfo di Orosei
>> Dorgali: Kunsthandwerk und Supramonte
>> Cala Gonone - das Seebad von Dorgali
>> Wanderung
von Cala Gonone nach Cala Luna >> Nuraghe Mannu bei Cala Gonone
>> Wandmalerei in Orgosolo
>> Schmausen in Oliena
>> Romanzesu:
Nuraghendorf bei Bitti
>> Grotta del Bue Marino
>> Die Grotte von Ispinigoli bei Dorgali
>> Paddeltour auf dem Lago del Cedrino
>> Die schönsten Badeziele
Costantino Nivola,
der berühmteste Sohn Oranis war mit Ruth Guggenheim verheiratet
und starb am 6. Mai 1988 in Long Island
Sand-Casting –
eine von Nivola entwickelte Relief-Technik, bei der ein Negativ aus
Sand angefertigt wird, das mit Zement oder Gips ausgegossen wird
Scultore - Bildhauer
Scultura - Skulptur
Mostra - Ausstellung
Artista - Künstler
Museo - Museum
Stilista - Modedesigner
Sarto - Schneider
Die Sand-Casting-Technik
machte Nivola in Amerika berühmt
Parco Nivola
Via Gonare 2 – Orani
E-Mail: museo-nivola.it
Web: museonivola.it
Öffnungszeiten: Di-So 9.00-13.00 und 16.00-20.00 Uhr. Mo geschlossen
|
|
Das 3200-Seelen-Dorf Orani, knapp 25 Kilometer südwestlich
von Nuoro gelegen, ist zweifellos
eine Reise wert. Eingebunden in die reizvolle Landschaft des 1083
Meter hohen Monte Gonare, lockt die Gemeinde im Herzen
der Insel mit zahlreichen archäologischen Ausgrabungsstätten,
einem Bergwerk, in dem noch heute Talk abgebaut wird, und zwei berühmten
Persönlichkeiten.
Neben zahlreichen
archäologischen Sehenswürdigkeiten besitzt Orani ein kleines
Bergwerk, in dem auch heute noch Talk abgebaut wird. Die jährliche
Produktion beträgt ca. 500.00o Tonnen pro Jahr
Der prominenteste Sohn des Städtchens ist der 1988
in Long Island verstorbene Bildhauer und Maler Costantino Nivola,
dem Orani 1995 ein eigenes, kleines Museum gewidmet hat.
Nivola, Jahrgang 1911, arbeitete als Werbegrafiker, Maler, später
als Töpfer und Bildhauer. 1938 heiratete er seine Studienkollegin
Ruth Guggenheim. Damit seine Frau gegen Ende der 1930-er Jahre der
antisemitischen Verfolgung entkommen konnte, floh er mit ihr aus
Italien zunächst nach Frankreich, später nach New York.
Auf dem Big Apple war Nivola als künstlerischer Leiter für
die Zeitschrift „Interiors and Industrial Design“ tätig und
schloss unter anderem mit Le Corbusier und Saul Steinberg Freundschaft.
1948 zog er nach East Hampton, in Long Island, wo er Jackson Pollock
und Bernard Rudofsky kennen lernte.
Das Museum "Parco
Nivola" wird derzeit ausgebaut. Die Exponate des Bildhauers
sind in zwei Ausstellungssälen untergebracht
Das Gesamtwerk des sardischen Künstlers ist umfangreich, was
künstlerische Techniken und Materialien betrifft. Bei den Themen
entwickelte Nivola hingegen eine erstaunliche Kohärenz: Nahezu
alles, was er geschaffen hat, schließt an die Schönheit
und Herrlichkeit der „Magna Mater“ (dt. die große Mutter)
an. Seine Skulpturen, Installationen, Sand-Castings, Bilder und
Wand- bzw. Fassadenpaneele, seien sie aus Marmor, Bronze, Terrakotta,
Zement oder Gips, sind formal sehr reduziert und wirken vorwiegend
im Empfinden des Betrachters. Der kontemplative Ausdruck der zahlreichen
Mutter-Skulpturen erinnern manchmal an Engel.
Das Museum in
Orani „Parco Nivola“ zeigt vor allem Ausstellungsstücke aus
Nivolas spätem Werk sowie etwa zwanzig Sand-Castings
Doch nicht nur der Künstler Costantino Nivola ist weit über
die Grenzen des kleinen Bergbaustädtchens bekannt. Auch der
Modedesigner Paolo Modolo stammt aus Orani.
Der Schneider des ehemaligen Präsidenten der Republik, Francesco
Cossiga, fertigt den in der Barbagia noch immer zeitgemäßen,
sardischen Kordanzug heute vor allem für italienische Prominente.
Neben Vittorio Sgarbi, Sergio D'Antoni, Roberto Muzzi läßt
auch der Rockstar Piero Pelù bei Modolo in Maßarbeit
nähen.
Rundreise Barbagia: Ein Stück Wildnis im Herzen der Mittelmeerinsel auf einer größeren Karte anzeigen
Text: Andrea Behrmann, Fotos: Paolo
Succu
Letztes Update: 25. Januar 2010
|
<
zurück |