Immer wieder Sardinien! Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen
zum Beispiel:
>> Das Bergdorf Fonni
>> Der Naturpark Donnortei
>> Schnee auf dem Monte Spada und dem Bruncu
Spina
>> Der Pfeifer aus Gavoi
>> Spielzeugmuseum in Gavoi
>> Karnevalsauftakt
in Mamoiada
>> Der einst älteste Mensch Sardiniens
>> Die Walke in Tiana
>> Teti - Schmiede der Bronzestatuetten
>> Nuoro - Kulturhauptstadt der Barbagia
>> Orani - Kunst & Kultur im Bergbaustädtchen
>> Karneval in Ottana - Boes, Merdules &
Sa Filonzana
>> Tonara und der Honignougat
>> Aritzo - Magie der Natur
>> Ortueri - Magasinos Apertos
>> Der Eselspark "Mui Muscas"
>> Ökosystem Wald: Parco Assai
>> Schafschur in Ovodda
>> Supramonte, Tiscali und Sas Orrios
>> Su Gologone & der
Nationalpark Golfo di Orosei
>> Dorgali: Kunsthandwerk und Supramonte
>> Cala Gonone - das Seebad von Dorgali
>> Wanderung
von Cala Gonone nach Cala Luna >> Nuraghe Mannu bei Cala Gonone
>> Wandmalerei in Orgosolo
>> Schmausen in Oliena
>> Grotta del Bue Marino
>> Die Grotte von Ispinigoli bei Dorgali
>> Paddeltour auf dem Lago del Cedrino
>> Die schönsten Badeziele

Der im Jahr 1853
fertiggestellte Dom mit neoklassizistischer Fassade ist dreischiffig
auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes errichtet worden
Die Bronzestatue
des Erlösers (Redentore) auf dem Monte Ortobene, dem Hausberg
der Nuoresen, ist alljährlich das Ziel der Teilnehmer der großen
Trachtenprozession
Die Stadt Nuoro beherbergt das größte Volkskundemuseum
der Insel: Das "Museo della Vita e delle Tradizioni Popolari
Sarde"
Quartiere - Stadtviertel
Centro storico - Altstadt
Monte - Hügel
Museo - Museum
Galleria d'arte - Kunstgallerie
Chiesa - Kirche
Redentore - Erlöser
Statua - Statue
ENTE TURISMO
NUORO
Piazza Italia, 19 - 08100 Nuoro
Tel.: +39/0784/238600 oder 30083
Fax: +39/0784/33432
E-Mail: turismo@provincia.nuoro.it
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Die Provinzhauptstadt Nuoro liegt am Fuße eines wunderschönen
Granitmassivs, dem 955 m hohem Monte Ortobene. Ringsum an den Hängen
breiten sich zahlreiche Betonburgen aus den letzten Jahrzehnten
aus. Nur das dicht gedrängte Altstadtviertel im Zentrum bewahrt
noch Reste seines einst so herben sardischen Charmes.
Nirgends auf Sardinien wurden so viele Künstler geboren wie
in Nuoro. Und tatsächlich gilt die in der Barbagia
gelegene Stadt als Hochburg der Dichter und Denker.
Nuoros kulturelles Erbe wurde, allen voran, durch Grazia
Deledda geprägt. Durch sie erlangte die Stadt
in der Barbagia Weltruhm.
Im Zuge der Ernennung
zur Provinzhauptstadt und des wirtschaftlichen Wachstums mauserte
sich das über lange Zeit hinweg eher bäuerlich geprägte
Dorf zur Stadt
Die Schriftstellerin wurde 1871 in einem der ältesten Viertel,
dem Bezirk San Pietro, geboren und sollte schon bald Italiens erste
Nobelpreisträgerin für Literatur werden. Zu den bekanntesten,
meist auf Sardinien spielenden, Novellen und Romanen gehören
"La via del male", "Elias Portolu", "La
Madre", "Marianna Sica" und "Canne al vento".
Im Elternhaus, der "Casa
Natale di Grazia Deledda" aus der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts, können Besucher auf den Spuren der Künstlerin
wandeln.

In der Via Grazia
Deledda kann das Geburtshaus der gleichnamigen Nobelpreisträgerin
besichtigt werden
Im selben Stadtviertel, nicht weit entfernt vom Geburtshaus der
Schriftstellerin, wurde auch Francesco Ciusa (1883-1949)
geboren. Der Bildhauer gewann 1907 mit seiner Skulptur „La Madre
dell’Ucciso” (die Mutter des Getöteten) den ersten Preis der
Kunst-Biennale Venedig.
Das raue und unzugängliche Umland von Nuoro, die von wilder
doch auch großmütiger Schönheit gezeichnete Barbagia,
zelebriert der Rechtsanwalt und Dichter Sebastiano Satta
(1867-1914) in seinen 1910 erschienenen Gedichten „Canti Barbaricini“.
Ein weiterer Autor, dessen Werk in der Welt der Bräuche und
Überlieferungen der Barbagia wurzelt, ist der Schriftsteller
und Jurist Salvatore Satta (1902 – 1975). Sein
wichtigster Roman „Il Giorno del Giudizio“ (Tag des Gerichts) wurde
erst Posthum veröffentlicht.
Auch Maria Giacobbe, die heute in Dänemark
wohnt, wurde 1928 in Nuoro geboren. Ihr 1957 veröffentlichtes
Werk „Diario di una Maestrina“ (Meine sardischen Jahre) erzielte
weit über die Grenzen Sardiniens hinaus einen großen
Erfolg. Das Tagebuch einer Lehrerin schildert die eindrucksvolle
Reise durch die archaisch anmutenden Lehranstalten der Barbagia-Dörfer
nach dem zweiten Weltkrieg.
Rundreise Barbagia: Ein Stück Wildnis im Herzen der Mittelmeerinsel auf einer größeren Karte anzeigen
Ob Literatur, Tradition, Religion oder Folklore, die Stadt lädt
auch zum Sightseeing ein:
Im Südosten der Stadt, auf dem Hügel von St. Onofrio liegt
das größte Volkskundemuseums der Insel. Das "Museo
della Vita e delle Tradizioni Popolari Sarde" lockt mit
mehr als 7000 Exponaten, größtenteils aus dem Ende des
19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Sie erzählen von der Kultur
des Alltags, vom Musizieren und Wohnen, von den Dingen des täglichen
Bedarfs, von Arbeit und Festen, von Glauben und Aberglauben.
Das jüngste Museum für Kunst ist das "MAN
- Museo d'Arte Provincia di Nuoro". Es wurde im Februar
1999 eröffnet und befindet sich in einem historischen Palazzo
aus dem 19. Jahrhundert in der Altstadt. Das Museum der Moderne
lockt immer wieder mit Wander- und Sonderausstellungen, die man
sich nicht entgehen lassen sollte.
Anlass für einen Besuch sind auch die eindrucksvollen Feste
in Nuoro. Ende August ziehen beispielsweise anlässlich der "Sagra
del Redentore" (Erlöser-Fest) jedes Jahr Heerscharen von
Pilgern den Gipfel des Monte Ortobene hinauf. Hier stehen die Kirche
Nostra Signora di Montenero und eine riesige Bronzestatue des Erlösers.
Der Künstler der sie schuf, war Vincenzo Jerace. Im Anschluss an
den Pilger-Umzug bieten Tanz- und Sängergruppen ein buntes Programm
an musikalischen und folkloristischen Darbietungen im Amphitheater
in Nuoro an.
Text und Fotos: Andrea Behrmann. Letztes
Update: 27. Januar 2010
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