Immer wieder Sardinien! Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen
Ihnen zum Beispiel:
>> Das Bergdorf Fonni
>> Der Naturpark Donnortei
>> Schnee auf dem Monte Spada und dem Bruncu
Spina
>> Der Pfeifer aus Gavoi
>> Spielzeugmuseum in Gavoi
>> Karnevalsauftakt
in Mamoiada
>> Der einst älteste Mensch Sardiniens
>> Die Walke in Tiana
>> Teti - Schmiede der Bronzestatuetten
>> Nuoro - Kulturhauptstadt der Barbagia
>> Orani - Kunst & Kultur im Bergbaustädtchen
>> Karneval in Ottana - Boes, Merdules &
Sa Filonzana
>> Tonara und der Honignougat
>> Aritzo - Magie der Natur
>> Ortueri - Magasinos Apertos
>> Der Eselspark "Mui Muscas"
>> Ökosystem Wald: Parco Assai
>> Schafschur in Ovodda
>> Supramonte, Tiscali und Sas Orrios
>> Su Gologone & der
Nationalpark Golfo di Orosei
>> Dorgali: Kunsthandwerk und Supramonte
>> Cala Gonone - das Seebad von Dorgali
>> Wanderung
von Cala Gonone nach Cala Luna >> Nuraghe Mannu bei Cala Gonone
>> Wandmalerei in Orgosolo
>> Schmausen in Oliena
>> Romanzesu:
Nuraghendorf bei Bitti
>> Grotta del Bue Marino
>> Die Grotte von Ispinigoli bei Dorgali
>> Paddeltour auf dem Lago del Cedrino
>> Die schönsten Badeziele
Der Stalagnat
von Ispinigoli ist insgesamt 38 Meter hoch.
Info:
Pro Loco
Via Lamarmora 183 - 08022 Dorgali
Tel.:
+39/0784/96243
Die Grotte kann
vom Frühjahr bis Herbst stündlich besichtigt werden und
der Eintritt kostet ca. 7,50 Euro. Ein Besuch ist nur in Begleitung
möglich. In der Grotte herrscht strenges Fotografieverbot.


Nach einem Besuch in der Grotte von Ispinigoli lohnt sich ein Abstecher
an die Bucht von Cala Cartoe
Grotta - Grotte
Sala - Saal, Halle
Bue Marino - Mönchsrobbe
Acqua - Wasser
Stalagmiti - Stalakmiten
Stalattiti - Stalaktiten
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Einen Abstecher Wert ist die beeindruckende Tropfsteinhöhle
von Ispinigoli, die an einem Hang des Monte Irveri gelegen ist und
sich etwa 5 Kilometer außerhalb von Dorgali
befindet. Hier staunen nicht nur für Tropfstein-Fans und Höhlenbegeisterte.
Die mehr als 40 Meter hohe Säulenhalle hat ein besonderes Highlight
zu bieten: Eine 38 Meter hohe Kalksäule, die sich vom Boden
bis zur Decke erstreckt. Dieses „Spina in Gola“, also Dorn im Rachen
genannte Tropfsteinphänomen zählt mit zu den höchsten
Säulen überhaupt, die jemals aus der Vereinigung aus Stalagmit
und Stalagtit entstanden sind. Immer wenn sich die beiden Tropfsteinformen
vereinen, spricht man von Stalagnaten. Lange Zeit hat man behauptet,
Ispinigoli sei der höchste Stalagnat der Welt – heute weiß
man aber, dass auch in anderen Teilen der Erde die Natur ähnlich
hohe Kalksäulen geschaffen hat, doch die Legende besteht werbeträchtig
fort.

Blick in den
tiefen Schlund von Ispinigoli. Nichts für Besucher mit Höhenangst:
Die fast 40 Meter hohe Höhle ist mit mehreren Gittertreppen und
Betonstufen zugänglich gemacht worden. Copyright
Als die Halle in den 1970-er Jahren für den Tourismus erschlossen
wurde, hat man mehrere Meter des beeindruckenden Tropfsteins mit
seinen unendlich vielen Formen, Ausprägungen, Seitenarmen und
unzähligen quallenförmigen Stufen leider zugeschüttet
– Das was man heute in Ispinigoli sehen kann, sind noch etwa 30
Meter Tropfsteinkunst pur. Daneben bietet die Höhle Ablagerungen
in unendlich vielen Formen: Nicht nur Stalagmiten und Stalagtiten,
sondern auch fächerförmige Sintervorhänge, blumenkohlförmige
Kalksteinsockel und Steintreppen gibt es zu bestaunen. Ispinigoli ist eine so genannte fossile Tropfsteinhöhle, da
es heute kaum noch zu neuen Ablagerungen kommt. Während im
Frühjahr und bei Regenwetter noch der ein oder andere Wassertropfen
die Stagagmiten entlang rinnt oder in den See am Grund der Grotte
plätschert, ist die Höhle in den Sommermonaten weitgehend
ausgetrocknet. Die Veränderung des Höhlenklimas durch
Besucher und künstliche Beleuchtung tun ihr Übriges dazu.
Die Jahrmillionenalte Grotte, von der man heute die größte
Halle besichtigen kann, entstand vor Uhrzeiten vermutlich zunächst
durch den Einsturz mehrerer übereinanderliegender Auswaschungen.
Der größte Teil der Tropfsteine formte sich in einer
Zeit, als auf Sardinien noch Tropenklima herrschte und sehr viel
mehr kohlensäurehaltiges Wasser als heute durch den Kalkstein
sickerte, auf seinem Weg Mineralien löste und schließlich
als Kalkspat in unendlich vielen Formen ablagerte.
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Rundreise
Barbagia: Ein Stück Wildnis im Herzen der Mittelmeerinsel auf
einer größeren Karte anzeigen
Ispinigoli ist über unterirdische Kanäle mit zahlreichen
unterirdischen Flüssen und Grotten verbunden, von denen man
heute etwa 12 Kilometer erforscht hat. Eine der Grotten, die mit
Ispinigoli verbunden ist, ist die Höhle von San Giovanni Su
Anzu, in der der berühmte Torineser Höhlenforscher Eraldo
Saracco 1965 ums Leben kam. An ihn erinnern heute in Ispinigoli
zwei Ahnentafeln.
Der Zugang zu dem unterirdischen Höhlensystem befindet sich
am Fuße von Ispinigoli. Zu sehen gibt es nur ein tiefes Loch,
gefunden hat man hier in den 1960-er Jahren jedoch Einiges: Schmuckstücke
und einige menschliche Knochenfragmente ließen die ersten
Höhlenforscher vermuten, hier habe eine phönizische Kultstätte
gestanden, an der Jungfrauen geopfert wurden. Tatsächlich weiß
man sehr wenig über die Herkunft der Fundstücke. Weder
ist geklärt, ob sie hier ursprünglich abgelegt wurden
oder womöglich durch die unterirdischen Flüsse während
eines Hochwassers die Fundstücke angespült wurden. Außerdem
gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei den menschlichen
Überresten um Frauenknochen handelte: Dennoch ließ man
sich den Namen Abisso delle Vergini (Jungfrauenabgrund) einfallen.

Blick in die Schauhöhle von
Ispinigoli
Ob Menschen die einmalige Tropfsteinhöhle von Ispinigoli schon
seit Urzeiten kannten, ist reine Spekulation. Offiziell wurde Sie
1954 entdeckt, erforscht und 20 Jahre später der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht. Kaum einer hat jedoch Zweifel daran, dass
die Schafhirten der Barbagia die Höhle schon viel länger
kennen: Der Eingangsbereich, der nur wenige Meter unter der Erdoberfläche
liegt, diente jahrzehntelang als Versteck und Schafstall.
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Text: Timo Gerd Lutz. Fotos: Assessorato
al turismo del Comune di Dorgali/Antonio Fancello. Zuletzt aktualisiert
am 05. Mai 2010
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