Immer wieder Sardinien! Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen
zum Beispiel:
>> Das Bergdorf Fonni
>> Der Naturpark Donnortei
>> Schnee auf dem Monte Spada und dem Bruncu
Spina
>> Der Pfeifer aus Gavoi
>> Spielzeugmuseum in Gavoi
>> Karnevalsauftakt
in Mamoiada
>> Der einst älteste Mensch Sardiniens
>> Die Walke in Tiana
>> Teti - Schmiede der Bronzestatuetten
>> Nuoro - Kulturhauptstadt der Barbagia
>> Orani - Kunst & Kultur im Bergbaustädtchen
>> Karneval in Ottana - Boes, Merdules &
Sa Filonzana
>> Tonara und der Honignougat
>> Aritzo - Magie der Natur
>> Ortueri - Magasinos Apertos
>> Der Eselspark "Mui Muscas"
>> Ökosystem Wald: Parco Assai
>> Schafschur in Ovodda
>> Supramonte, Tiscali und Sas Orrios
>> Su Gologone & der
Nationalpark Golfo di Orosei
>> Dorgali: Kunsthandwerk und Supramonte
>> Cala Gonone - das Seebad von Dorgali
>> Wanderung
von Cala Gonone nach Cala Luna >> Nuraghe Mannu bei Cala Gonone
>> Wandmalerei in Orgosolo
>> Schmausen in Oliena
>> Romanzesu:
Nuraghendorf bei Bitti
>> Grotta del Bue Marino
>> Die Grotte von Ispinigoli bei Dorgali
>> Paddeltour auf dem Lago del Cedrino
>> Die schönsten Badeziele
Etwa 25 Murales
zieren die Häuserwände der Altstadt in Fonni und es werden
immer mehr
Die Basilica di
Santa Maria dei Martiri gehört zu den wichtigsten Monumenten
des Bergdorfes
Località - Ortschaft
Monte - Berg
Cane - Hund
Cane pastore - Hirtenhund
Presepe - Krippe
Palio - Pferderennen
Cavallo - Pferd
Spinnerinnen bei
der Arbeit: Beim Herbstfest Cortes Apertas kann man sich über
alte Berufe informieren
Comune di Fonni
Via San Pietro - 08023 Fonni
Tel.: +39/0784/59131
In den Frühlings-
und Herbstmonaten können Wanderer die großartige Bergwelt
rund um Fonni erkunden

Hufschmied bei
der Arbeit: Pferdezucht hat in Fonni Tradition. Am ersten Sonntag
im August wird hier eines der wichtigsten Pferderennen der Insel ausgetragen:
Der Palio di Fonni

Weinprobe beim
Weinbauern Alfio Mereu: Er stellt einen köstlichen Muskat-Wein
sowie einen wundervollen Muskat-Grappa her

Altstadtgasse im
Winter
Museo della Cultura
Pastorale
Vico Gennargentu - 08023 Fonni
Tel.: +39/0784/1876113
info@museodellaculturapastorale.it
Öffnungszeiten: Täglich von 10.30 bis 13.00 Uhr und von
15.00 bis 17.30 Uhr
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Fonni hat Sonne, Berge und die einzige Skistation der Insel. Das
4300-Seelen-Dorf in der Barbagia di
Ollolai thront in 1000 Metern Höhe am nördlichen Ausläufer
des Gennargentu-Massivs. Von der Hochebene aus Granitstein erblickt
man in der Ferne den mächtigen Monte Spada,
der mit seinen 1594 Metern neben der Punta la Marmora (1834) und
dem Bruncu Spina (1829) zu den höchsten
Bergen Sardiniens zählt und im Winter sogar mit glitzerndem
Schnee bedeckt ist.
Schönes Wandbild
in der Altstadt das eine Szene aus dem Alltagsleben darstellt
Von den hohen Gipfeln des Gennargentu geht es in vielen
Kurven durch überwältigende Steineichen- und Kastanienwäldern
Richtung Norden nach Fonni. Der höchste Ort Sardiniens mit
der einst nüchternen und harmlosen City hat sich in den letzten
Jahren zum beschaulichen Bergdorf gemausert. Einst verschandelten
zahlreiche, wahllos in die alten Stadtviertel geklatschten Neubauten
die Ortschaft.
Murales "Tiu
Taneddu e Tia Chicchina" in einer Altstadtgasse
Heute lockt Fonnis Altstadt mit restaurierten alten Häusern,
gepflasterten Wegen, bemalten Häuserwänden und grünen
Plätzen, aber auch die Basilica Santa Maria dei Martiri mit
dazugehörigem Konvent sowie das Bauernmuseum "Museo della
Cultura Pastorale" sind ein Besuch wert.
Der Eingang zu
einer alten "Corte"
Besonders wohl fühlen sich in Fonni Naturfreunde und Wandersleute.
Im Frühling und Spätherbst verwandelt sich die umliegende
Landschaft in ein wahres Naturparadies mit prächtig blühender
Macchia und das Hinterland lockt mit aufregenden Bergen. Im Winter
zieht es Skifahrer und Snowboarder, auch Anfänger und Kinder
auf die verschneiten Hänge des Bruncu
Spina. Hier stehen drei Pisten für die Abfahrt zur Auswahl.
Zusammen messen sie fast 4 Kilometer. Eine weitere, aber kleinere
Piste liegt in 1320 Metern Höhe am Fuße des Monte
Spada.
Rundreise Barbagia: Ein Stück Wildnis im Herzen der Mittelmeerinsel auf einer größeren Karte anzeigen
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Das wichtigste Baudenkmal der Altstadt ist die Basilika
di Santa Maria dei Martiri mit angrenzendem Franziskanerkloster
aus dem 18. Jahrhundert. Die barocke Dreifaltigkeitskirche
wurde 1612 gegründet und später mit einigen sehr
schönen Affresken aus dem 18. Jahrhundert geschmückt.
Im Jahre 1702 wurde das Gebäude von Pacifico Guiso Pirellas
um eine weitere Kirche erweitert, die er der Madonna dei Martiri
widmete. Anfang Juni findet ihr zu Ehren jedes Jahr ein großes
Fest statt. |
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Nicht weit von der Piazza Italia liegt das Bauernmuseum
des Bergdorfes. Das "Museo della Cultura Pastorale“ lockt
in einem alten Bauernhaus, der Casa Loddo Campana, mit zahlreichen
Informationen und Exponaten. Sie erzählen vor allem von
der Transhumanz, dem jahreszeitlichen Wechsel der Weidegebiete,
von der Abwesenheit der Männer, vom Matriarchat, da die
Gesellschaftsordnung für sechs Monate im Jahr um die
Frau herum organisiert war, von den Dingen des täglichen
Bedarfes, von Arbeit und Festen. Haushaltsgegenstände
Arbeitsgeräte, Backwerk, religiöse Gegenstände,
Trachten, Masken und Textilien lenken den Blick auf soziale
und kulturelle Bedeutungen. |
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Der wuschelige, grauschwarze oder honigfarbene Hirtenhund
aus Fonni stammt von einem Kampfhund ab, den der römische
Konsul Pomponius Matho im Jahre 231 v. Chr. auf die Insel
brachte. Die speziell für die Hetz- bzw. Menschenjagd
gezüchteten Hunde sollten beim Aufspüren der schwer
zu bezwingenden Hochland-Sarden helfen. Im 19. Jahrhundert
nahmen hingegen die sardischen Banditen den auch Mastino Fonnese
genannten Kampfhund auf ihre Streifzüge mit. Heute wird
der Pastore Fonnese nur noch von wenigen Hirten gezüchtet. |
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Beim alljährlich stattfindenden Herbstfest „Cortes
Apertas“ kann man sich über alte Berufe informieren und
lokale Spezialitäten genießen. Beim Schlendern
durch die Altstadt führen die Bewohner Fonnis in den
alten Bauernhäusern traditionelle Gewerbe vor: Hufschmiede
zeigen und erklären, wie Hufeisen hergestellt und Pferde
beschlagen werden; Stickerinnen erläutern in welch aufwendiger
Handarbeit die kostbaren, plissierten und bestickten roten
Trachten genäht wurden, Bäckerinnen bereiten die
berühmten „Pistoccos“ (Löffel-
biskuit) auf der Piazza vor, Weinbauern reichen dazu einen
köstlichen, bernsteinfarbenen Muskat-Wein. Ein Besuch
lohnt sich! |
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Zahlreiche Krippenlandschaften läuten jedes Jahr
im Dezember die Weihnachtszeit ein. Auf den Plätzen und
in den Gassen zeigen die einzelnen Stadtbezirke eine Auswahl
an stilvollen Weihnachtskrippen. Von prächtigen Kork-Krippen
über geschnitzte Holzkrippen bis hin zur sardischen Krippe
aus Stein mit Plastikpuppen gibt es hier viel zu sehen! |
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In Fonni steht der Karneval
in direktem Bezug zu den Lebensbedingungen der Bauern und
Hirten.
Ganz schwarz sind die Gesichter der "Su Buttudu".
Eingehüllt in lange dunkle Mäntel ziehen sie durch
die Gassen. Sie haben eine Gerte und ein Seil in der Hand,
mit denen sie „S’Urthu“ in Schach halten. Die in Zaum gehaltene
Schar ist mit Tierfellen bekleidet und vollführt die
tollkühnsten Streiche.
Eine weitere populäre Karnevalsmaske aus Fonni ist „Sa
maschera limpia“. Sie ähnelt der einfachen weiblichen
Alltagstracht, wird aber von Männern getragen deren Gesicht
verhüllt ist. |
Text: Andrea Behrmann,
Fotos: Paolo Succu
Letztes Update: 16. Dezember 2009
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