Home
  Rundreise
  Baronia
  Barbagia
  Campidano/Cagliari
  Costa del Sud
  Costaverde
  Gallura
  Marghine/ Planargia
  Ogliastra
  Oristanese/ Sinis
  Sarcidano/Marmilla
  Sarrabus/Costa Rei
  Sassarese
  Sulcsis/Iglesiente
 


Unser Tipp:
Immer wieder Sardinien! Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Das Bergdorf Fonni
>> Der Naturpark Donnortei
>> Schnee auf dem Monte Spada und dem Bruncu Spina
>> Der Pfeifer aus Gavoi
>> Spielzeugmuseum in Gavoi
>> Karnevalsauftakt in Mamoiada
>> Der einst älteste Mensch Sardiniens
>> Die Walke in Tiana
>> Teti - Schmiede der Bronzestatuetten
>> Nuoro - Kulturhauptstadt der Barbagia
>> Orani - Kunst & Kultur im Bergbaustädtchen
>> Karneval in Ottana - Boes, Merdules & Sa Filonzana
>> Tonara und der Honignougat
>> Aritzo - Magie der Natur
>> Ortueri - Magasinos Apertos
>> Der Eselspark "Mui Muscas"
>> Ökosystem Wald: Parco Assai
>> Schafschur in Ovodda
>> Supramonte, Tiscali und Sas Orrios
>> Su Gologone & der Nationalpark Golfo di Orosei
>> Dorgali: Kunsthandwerk und Supramonte
>> Cala Gonone - das Seebad von Dorgali
>> Wanderung von Cala Gonone nach Cala Luna
>> Nuraghe Mannu bei Cala Gonone
>> Wandmalerei in Orgosolo
>> Schmausen in Oliena
>> Romanzesu: Nuraghendorf bei Bitti
>> Grotta del Bue Marino
>> Die Grotte von Ispinigoli bei Dorgali
>> Paddeltour auf dem Lago del Cedrino
>> Die schönsten Badeziele


Sardinien, Aritzo: Das alljährliche Kastanienfest hat den Luftkurort berühmt gemacht. Foto: Sergio Curreli Kastanien haben den Luftkurort mit Traumblick berühmt gemacht

Unterkünfte in der Barbagia:
Hotel in Fonni
Hotel in Gavoi
Agriturismo in Oliena

Unser Tipp:

Hotel Orlando Resort in Villagrande Strisaili

Sardinien, Aritzo: Der Kalkfelsen "Tacco di Texile" - ein Naturdenkmal vor den Toren des Städtchens Foto: Sergio Curreli
Der Kalkfelsen "Tacco di Texile" - ein Naturdenkmal vor den Toren des Städtchens

Sardinien, Aritzo: Historische Gemäuer Foto: Sergio Curreli
Historische Gemäuer in Aritzo

Sardinien, Besucherbergwerk Funtana Raminosa bei Gadoni Foto: Sergio Curreli
In der verwunschenen Barbagia di Belvì, südlich der Ortschaft Gadoni liegt das Besucherbergwerk Miniera Funtana Raminosa. Die ehemalige Grubenstadt wurde als letztes sardisches Bergwerk Mitte der 1980er Jahre stillgelegt.

Wie heißt das auf Italienisch?
Paese - Dorf
Monte - Berg
Castagne -
Kastanien
Nocciole - Haselnüsse
Escursione - Ausflug
Bosco - Wald
Fiume - Fluss
Neve - Schnee

Sardinien, Aritzo: Wenn der Winter kommt, schneit es im Luftkurort auch. Foto: Sergio Curreli
Wenn der Winter kommt, schneit es im Luftkurort auch

Wichtige Adressen:
Wanderungen, Off-Road-Touren und Besucherbergwerk Funtana Raminosa: Centro Servizi Turistici in Aritzo
Telefon: +39/0784/629442
Handy: +39/339/8092053
E-Mail: info@lemiescursioni.com
Web: www.lemiescursioni.com

Das Kastanienstädtchen Aritzo - Magie der Natur

Ferien mit Blick auf die wilde Landschaft Sardiniens und Routenplanung mit einheimischen Bergführern! Wo? In Aritzo, einem kleinen Bergdorf am Gennargentu.
Das charmante Städtchen mit der schönen Pfarrkirche San Michele Arcangelo und den kostbaren, dort aufbewahrten Holzstatuen aus dem 17. Jahrhundert klebt am Südhang des Gebirges. Auch alte Häuser mit Mauern aus unverputztem Stein und großen Holzbalkonen, verwinkelte und steile Gassen, ein Gefängnis aus der Zeit als Sardinien spanisches Königreich war, Gärten und schmucke Trattorie prägen das Bild dieses Dorfes der Barbagia di Belvì.


Sardinien, Aritzo: Die Pfarrkirche San Michele Arcangelo. Foto: Sergio Curreli Die "Chiesa Parrocchiale di San Michele Arcangelo" in Aritzo


Hier oben beginnen viele Wanderwege durch die knisternden und verwunschenen Kastanien- und Haselnusswälder. Sie alle verbinden den Flumendosa-Fluss mit Punta Lamarmora - dem höchsten Gipfel im Gennargentugebirge. In der Umgebung kann man mit etwas Glück Wildschweine, dazwischen Mufflons und manchmal einen Goldadler beobachten. Gewandert wird mit Sergio Curreli. Er kennt hier jeden Baum, jeden Weg und die Menschen, denen die Weiden, die Haine und Häuser hier gehören.
Aus Sorge um die Zukunft ziehen viele gen Süden, nach Cagliari - in die Stadt. Aber Sergio hat sich den Traum vom freien Leben in der Natur nicht nehmen lassen. Heute führt er Urlauber und Gäste durch seinen Naturpalast: Zu Fuß oder Off-Road mit dem Jeep.
Da dies im Sommer durch die starke Hitze fast unmöglich ist, klettert er im Juli und August mit seiner Mannschaft zum Beispiel auch nachts: Notte de Chelu und Notte di San Lorenzo heißen die Touren, bei denen zur Funtana Cugnada und zur Punta La Marmora geklettert wird. Nach Stunden ist der Berg bezwungen und die Gruppe hat Aussicht auf Sternschnuppen und einen Sonnenaufgang pur.


Sardinien, Aritzo Wanderung durch das gennargentu-Gebirge Foto: Sergio Currelit
Tour quer durch das verwunschene Gennargentugebirge


Entspannen und vom Ausflug erholen, kann man sich anschließend im Ort. Hier gibt es Gaststuben und Läden, in denen es alles gibt, was der Besucher probieren muss: Culungiones (Teigtaschen mit Käse- oder Kartoffelfüllung), Pixios (Nudelauflauf), Linsen- und Bohneneintopf auf Aritzese Art, Braten aromatisiert mit Kräutern der Region, Torrone, Honig aus den Kastanienwäldern und Gebäck aus Kastanienmehl.

Im Herbst heißt es in Aritzo immer: Auf zum Fest - zur Sagra delle Castagne e delle Nocciole. Der Luftkurort mit Traumblick lockt dann nämlich mit gerösteten Kastanien, Haselnüssen und anderen Spezialitäten der Region.
Weil es im Winter hier recht frisch ist und auch schneit, sind die Kuppen des kahlen Bergmassivs meist bis Februar noch weiß besprenkelt. Auch dann kann man spazieren gehen. Zur Neviera zum Beispiel, dorthin, wo die Menschen früher das Eis zum Kühlen hergestellt haben. Oder man kann ins Heimatmuseum gehen. Mit Sergio über die kulturgeschichtlichen Sammlungen, über das Schnitzen, das Weben, das Schmieden und die Glockenherstellung reden.



Rundreise Barbagia: Ein Stück Wildnis im Herzen der Mittelmeerinsel auf einer größeren Karte anzeigen


Oder man schaut sich das alte böse Gefängnis Sa Bovida aus dem 17. Jahrhundert an. Hier wurden Sünder weggesperrt. Die Anstalt steht noch, auch die Eisenketten hängen noch an der Wand.
Wer sich im Januar in Aritzo einquartiert, kann an der Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Antonio Abate teilnehmen. Dann wird ein gewaltiges Feuer entzündet. Am besten setzt man sich zu den anderen, erzählt und isst mit.
Auch Künstler gab es in Aritzo. Auf eine Hauswand hat jemand ein Murales gemalt, das dem Gast eine schöne romantische Geschichte erzählt. Von einem flüchtigen Dichter, Bachisio Sulis, ist da die Rede, der seiner Verlobten schöne Poeme schrieb. Besichtigen kann man auch das Geburtshaus des Malers Antonio Mura (1902-1972).



Text: Andrea Behrmann, Fotos: Sergio Curreli. Zuletzt aktualisiert: 7. Mai 2010



< zurück

 

  © Sardinien.com - info@sardinien.com
Nachdruck und Weiterverbreitung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung