
Das Lagern in Edelstahlfässern
schützt das empfindliche Olivenöl vor Lichteinflüssen.
Teilweise wird Öl auf der Insel in Edelstahl-Tankschiffen verschifft
und erst auf dem Festland in Flaschen umgefüllt |
|
Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl. Zwischen einfachem Olio di
Oliva und kaltgepresstem Extra Vergine liegen Welten in Geschmack
und Qualität. Extra natives Olivenöl oder olio di oliva extra
vergine muss in Geschmack und Geruch absolut fehlerfrei sein
und einen einwandfreien fruchtigen Geschmack aufweisen. Der Säuregehalt
darf 1g je 100g Öl nicht überschreiten. Trotzdem variiert der Geschmack
von Olivenöl mit dieser Qualität: Je nach Sorte, Erntezeit und Herstellungsmethode
oder Mischverhältnissen können verschiedene extra native Olivenöle
unterschiedlich schmecken.

Trägt eine Ölflasche hingegen den Titel nativ oder vergine,
handelt es sich in der Regel um Öle mit guten Geschmack, die aber
leichte Abweichungen zulassen. Um natives von extra nativem Ölivenöl
zu unterscheiden, hat ein internationaler Olivenölverband, der „International
Olive Oil Council IOOC verschiedene Prüfmethoden entwickelt, die
vor allem auf sensorischen Tests beruhen und inzwischen auch von
der Europäischen Union anerkannt sind. Beide Bezeichnungen sind
geschützt.
“Olio di Oliva“ ohne weitere Bezeichnung ist einfaches Olivenöl.
Dabei handelt es sich um einen Verschnitt aus Vergine-Öl und raffiniertem
Olivenöl. Zu finden ist Öl dieser Qualität oft in verarbeiteten
Produkten wie zum Beispiel in Olivenöl eingelegtes Gemüse oder Thunfisch.
Aber auch die letzten Tropfen Öl werden aus den Oliven gepresst.
Die Maische wird mit den Kernen nochmals unter Druck gesetzt und
das „Olio di sansa di Olive“ extrahiert.
Für Olivenöl gibt es zwei Herkunftsbezeichnungen: DOP und IGP. Die
Herkunftsgarantie Denominazione di Origine (DOP) sichert,
dass ein landwirtschafliches Produkt aus einer bestimmten, genau
definierten Region geerntet und verarbeitet wurde. Mit dem Siegel
IGP (Indicazione Geografica del prodotto) werden Waren versehen,
die aus einer bestimmten Region stammen, aber woanders verarbeitet
wurden. Relativ neu auf dem Markt und sehr beliebt sind Olivenöle
mit der Bezeichnung „Olio extra vergine Biologico“. Diese
Bio-Öle wurden ohne Düngemittel, Pestizide und Medikamente aufgezogen.
Auf dem Etikett muss neben „da agricoltura biologica“ auch der Name
der Kontrollbehörde und die Genehmigungsnummer des Bio-Erzeugers
aufgeführt sein.
Timo Gerd Lutz
Letzte Änderung: 11. August 2004.
<
zurück |