Iglesias
Eine Reise in das Land der Erzminen und Kirchen
Das Gebiet um Iglesias im Südwesten von Sardinien galt als die größte Silberlagerstätte der Insel. Schon die Phönizier und Römer schürften in dieser Gegend nach wertvollen Bodenschätzen. 

Zu ihrer Blütezeit, im 13. Jahrhundert, war die Stadt am Fuße des Colle di Buon Cammino nicht nur eine wohlhabende Silberstadt sondern Ort der Hoffnung für zahlreiche Kumpel vom italienischen Festland. Sie bevölkerten die Ortschaft und suchten Arbeit in den ergiebigen Silberminen der Umgebung. Zu dieser Zeit regierte der pisanische Graf Ugolino Donoratico della Gherardesca, der sich dank der ertragreichen Silberminen nicht nur Wohlstand im Überfluss sondern auch eine mächtige Wehrmauer mit 20 Türmen leisten konnte, die er zum Schutz um die Stadt ziehen ließ.
 
Dann aber überrollten die Aragonesen Iglesias und als gegen Mitte des 15. Jahrhunderts die Silberminen weitgehend erschöpft waren, verblasste der Glanz der Silberstadt. 
 
Doch schon Mitte des 19. Jahrhunderts begann man erneut mit dem Abbau von Erzen, diesmal von Blei und Zink. Mehrere Tausend Erzsucher und Schürfer versuchten mit einer staatlichen Schürferlaubnis ihr Glück.
Auch die Ankunft der Faschisten ließ Iglesias noch eine kurze Blüte als Erzstadt erleben, doch schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Mine um Mine geschlossen - die einträglichen Erzminen konnten der starken Konkurrenz auf dem Weltmarkt nicht standhalten. Seitdem führen die Menschen in Iglesias immer mehr ein Leben zwischen Ungewissheit, Hoffnung und Zuversicht.
 
Eine Fahrt nach Iglesias entführt Reisende in die wunderschöne Landschaft der Region Sulcis Iglesiente

Reich vertreten in der dreißigtausend Einwohner zählenden Gemeinde: Kirchen. Zwölf noch erhaltene wunderschöne Gotteshäuser zählt die Gemeinde heute. Achtzehn wären es, wenn man die mit der Zeit verschwundenen dazu zählt. Daher rührt wahrscheinlich auch der alte Name der Stadt: Villa di Chiesa – Stadt der Kirchen. 

Insbesondere im Mittelalter schufen Künstler der Zeit hier besonders viele kirchliche Bauten. Die zwischen 1285 und 1288 erbaute romanisch-gotische Kathedrale Santa Chiara ist die bedeutendste aller Sakralbauten der Altstadt. Sie steht an der Piazza Municipio, dem Rathausplatz, zusammen mit schmucken alten Palazzi aus dem 18. und 19. Jahrhundert, dem Bischofspalast und dem historischen Rathaus.
 
Aus der Zeit des Doms stammt die Kirche Santa Maria di Valverde. Ein typisches Beispiel spätgotischer und katalanischer Architektur ist die Kirche von San Francesco. Nicht weit von hier liegt die romanisch-gotische Kirche Madonna delle Grazie, die ursprünglich dem San Saturno gewidmet war. Zu den ältesten Kirchen Iglesias zählt hingegen die Chiesa San Salvatore. Neben der Kirche Vergine Purissima aus dem Jahr 1580 gibt es noch die kleinen Kirchen San Michele Arcangelo sowie Madonna del Buoncammino, die Chiesa delle Anime Purganti, die Kirchen San Giuseppe, Sant’Antonio und San Domenico zu bestaunen. 
 
Die charmante Altstadt weist aber auch weitere Attraktionen auf – insbesondere Atmosphäre. Der Flair des Städtchens zeigt sich in den kleinen Gassen mit seinen vielen Bars, Cafés, alten Palazzi und kleinen Geschäften.

Weitere Informationen: I.A.T. (Touristeninformationsbüro der Gemeinde Iglesias) - Piazza Municipio – 09016 Iglesias - Telefon: +39 0781/274507 - E-Mail: infoturistiche@comune.iglesias.ca.it - Web: www.comune.iglesias.ca.it
2
SUCHEN
 
Andrea Behrmann
Spiaggia di Masua Il Molo
Il Molo di Masua
Ein Juwel unter den Stränden des Sulcis Iglesiente
Kleiner, heller Sandstrand neben dem Strand Il Molo
Spiaggia Porto Cauli
Kleiner, heller Sandstrand mit Blick auf den Pan di Zucchero
Plagemesu: Dieser helle, lange Sandstrand wird auch Strand der 30.000 genannt
Fontanamare e Plag'e Mesu
Schöner weiter Sandstrand nördlich von Gonnesa
Porto Paglia - schöner Strand im Golf von Gonnesa
Porto Paglia
Schöner Strand im Golf von Gonnesa
Processione dei Misteri - Mysterienprozession in Iglesias
Processione dei Misteri
Mysterienfeier in Iglesias
Sagra delle Ciliegie
Kirschfest in Villacidro
Narcao Blues
Open-Air-Festival an der Südwestküste
Villamassargia lädt im Herbst zum Olivenfest
Mediterrane Genüsse rund um den Ölbaum
Porto Flavia: Verlassener Zechenhafen in unberührter Natur
Porto Flavia
Verlassener Zechenhafen in unberührter Natur
Laveria Lamarmora in Nebida
Laveria Lamarmora
Charme vergangener Zeiten
Tempio di Antas, Sardinien
Tempio di Antas
Punisch-römischer Tempel bei Fluminimaggiore
Miniera di Monteponi: Bergwerk bei Iglesias
Miniera di Monteponi
Ehemaliges Bergwerk aus dem 19. Jahrhundert bei Iglesias
Bar Al 906 Operaio: Panoramaplatz am Belvedere von Nebida
Bar Al 906 Operaio
Panoramaplatz am Belvedere di Nebida
Warung Beach Lounge Bar
Tolle Strandbar zum Erfrischen und Chillen 
Ristorante San Nicolò
Für jeden Geschmack etwas
Ristorante Pizzeria Bora Bora
Der Blick macht's
Die wunderschöne Bucht von Cala Domestica
Wanderung zur Cala Domestica
Von Buggeru über Hochebenen und an Bergminen entlang zu Traumbuchten