Tierische Ferien auf Sardinien
Infos und Tipps zum Reisen mit Hund & Co.
Jedes Jahr mischen sich zahlreiche Hunde, Katze und andere Haustiere unter die Flug- oder Fährpassagiere in Richtung Sardinien, denn vor allem im Urlaub möchten Tierfreunde sich nicht von ihren Lieblingen trennen. Das ist mit einigen Vorbereitungen auch leicht auszuführen. Von kurzfristig geplanten Überfahrten oder Flugreisen ist hingegen eher abzuraten. Was es bei der Anreise mit der Fähre oder dem Flugzeug zu beachten gibt, haben wir hier zusammengestellt:
 

Vor Antritt der Reise sollte man auf jeden Fall den EU-Heimtierausweis auf den geforderten Stand bringen, die Beförderungsbedingungen der Fähr- bzw. Fluggesellschaften durchgehen, ein Feriendomizil auswählen, das den Aufenthalt von Haustieren auch erlaubt und das Tier auf die Reise vorbereiten. Denn Urlaub ist auch für Vierbeiner nicht alltäglich. Nicht nur Orts- und Klimaveränderung sind anstrengend, obendrein kann es im Urlaubsland Krankheiten geben, die im Heimatland nicht geläufig sind. Häufig reicht ein einziger Zecken- oder Mückenstich, um sich gefährliche Krankheiten einzufangen. Die Hundekrankheit Leishmaniose wird zum Beispiel durch eine Sandmücke übertragen und kann unbehandelt tödlich verlaufen. Tierärzte raten daher vor Abreise zur Prophylaxe.
Im Urlaub soll der beste Freund des Menschen natürlich auch am Meer nicht fehlen. Auf Sardinien sind die vierbeinigen Reisebegleiter am Strand jedoch offiziell nicht gestattet, außer der Strand ist offiziell als Hundestrand ausgewiesen. In der Ordinanza Balneare, der Badeverordnung der Regione Autonoma della Sardegna heißt es: „Tiere dürfen nicht an den Strand geführt werden, dürfen sich nicht am Strand aufhalten, selbst wenn sie einen Maulkorb tragen und angeleint sind“. Ausnahmen gibt es nur für Blinden- und andere vergleichbare Servicehunde sowie Rettungshunde mit italienischer Zulassung. Die Badeverordnung gilt auf Sardinien vom 1. Mai bis 31. Oktober jeden Jahres, im Winter kann man mit dem Vierbeiner also problemlos an den Strand. In der Nebensaison gibt es außerdem nur wenige Badegäste, die sich an der Anwesenheit eines braven Hundes stören. Wer hier mit Rücksicht auf die anderen Strandbesucher handelt und den Hund an der Leine am Strand führt, wird sich kaum Beschwerden einfangen.

Außerdem gibt es immer mehr von den Gemeinden ausgewiesene Strandabschnitte, an denen Vierbeiner willkommen sind. Eine Übersicht der Hundestrände auf Sardinien haben wir hier zusammengestellt.
 
Andrea Behrmann
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