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Bunt und ausgelassen, bis früh in den Morgen und unter offenem
Himmel mit Blick auf die Sterne und das Meer im Mondschein,
aber auch zuweilen mit wenig anspruchsvollem Musikprogramm,
hohen Preisen und langen Schlangen vor den Eingängen: so präsentiert
sich dem Besucher das Nachtleben Sardiniens in den Sommermonaten.
Wenn Anfang Juni die meisten Kneipen und Indoor-Discos den
Sommer über schließen, ist die Zeit der Freiluft-Clubs gekommen:
lange Autoschlangen auf den Schnellstraßen verraten, welche
Clubs in diesem Jahr angesagt sind. Der nächtliche Spaß ist
dabei nicht ganz billig: die Eintrittspreise bewegen sich
um die 15 bis mittlerweile 40 Euro und ein Getränk, egal ob
Bier oder Wasser, sind meist nicht unter 5 bis 7 Euro zu haben.
An der Costa Smeralda können die Preise in den VIP-Clubs
aber ins grenzenlose steigen. Im Eintrittspreis ist meist
ein Getränk enthalten; also die Eintrittskarte aufbewahren!
Die Clubs öffnen in der Regel erst nach 23 Uhr -und von da
an bilden sich lange Schlangen.
Aufgrund des Andrangs können sich die Türsteher aussuchen,
wer die heiligen Hallen betreten darf und wer nicht: Männer
werden ohne weibliche Begleitung meist vor der Tür stehen
gelassen. Da hilft nur eines: gleich in der Schlange eine
Dame ansprechen und fragen, ob sie nicht zumindest bis über
die Eingangsschwelle Begleiterin sein will. Nachfragen kann
auch helfen, wenn einen Abend lang nur Gäste mit Einladung
in den Club gelassen werden - Frauen brauchen meist keine
Einladung, selbst wenn sie eine dabei haben. Sind diese Probleme
erst einmal überwunden, klingt ein langer warmer Sommertag
unter freiem Himmel und im Mondschein zu aktuellen Chartbreakern
aus.
Timo Gerd Lutz
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