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Unser Tipp:
Immer wieder Musik! Was gibt es hier Besonderes zu hören? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
>> Das Quartetto Etcetera
>> Cuncordu e Tenores de Orosei


Tenores-Darbietung

Wie heißt das auf italienisch:
Musica - Musik
Musicista -
Musiker
Strumento musicale -
Musikinstrument
Concerto -
Konzert
Palco -
Bühne
Biglietto -
Eintrittskarte


Tenores - Der Gesang der Urahnen

Sie feiern mit ihren Auftritten Erfolge und das nicht nur auf Sardinien. Sängergruppen wie die Tenores "Remundu e Cocu" aus Bitti, oder der "Coro di Neoneli" kommen auf der Piazza, im Theater und im italienischen Fernsehen hoch an. Sie werden gefeiert als Hüter einer der ältesten Musiktradition Sardiniens. In ihren polyphonen Gesängen, so haben Musikwissenschaftler beteuert, haben die Hirten ursprünglich die Geräusche der Natur nachgeahmt und das Gefühl der Einsamkeit während der Abwesenheit vom Dorf verarbeitet. Doch es ist hierüber viel geschrieben und gesagt worden. Einen wissenschaftlichen Beweis gibt es bis heute nicht. So behauptet mancher, dass es sich bei den Gesängen um eine Evolution des gregorianischen Gesangs handelt.



Andere sind der Meinung, der Ursprung dieser Gesänge liege im griechischen Theater. Bisweilen wurde sogar behauptet, dass der "canto a tenores" dazu diente die Kommunikation der Gefängnisinsassen während der römischen Herrschaft zu gewährleisten, denn der Gesang überdeckte die geflüsterten Worte. Fest steht, dass im Laufe der Jahrhunderte die überlieferten Gesänge der Hirten, die in der Tat in der Form des Singens den gregorianischen Gesängen ähneln, noch heute Erfolg haben. Insbesondere auf den Konzertbühnen der Dörfer der Barbagia: Orune, Dorgali, Orgosolo, Fonni, Lodé, Oniferi und Ovodda. Anlässlich der vielen Feste (Hochzeit, Schafschur u.s.w.) vertonten die Hirten früher religiöse Themen und die Verse der großen Dichter des 18. und 19. Jh., später und noch heute haben die "canti a tenores" aktuelle Themen und Ereignisse zum Inhalt (Arbeitslosigkeit, Emigration usw.). Doch die Tenores singen sich auch mit dunkler Stimme durch leise Liebeslieder. Die Liedertexte sind alle auf Sardisch. Die Form folgt streng festgelegten überlieferten Gesangsmustern. Immer steht dabei ein Solist, der Tenor, im Vordergrund. Er übernimmt die Rolle des Vorsängers, beginnt den Gesang und bestimmt die Gesangsmelodie. Es folgt der einfache Refrain der anderen 3 Männer (meistens besteht die Gesangsgruppe aus vier Männern): "Bom Bim Bam Bo" und "Lellere". Die Ausführung der Gesänge ist variationsreich: "a sa seria", "a passu torrau" und "a mutos".


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