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Litfiba Konzert Cagliari Sardinien Foto: Paolo Succu Die in Italien legendäre Band wurde 1980 in Florenz gegründet und hat bisher 26 Alben auf den Markt gebracht

Litfiba Konzert Cagliari Sardinien Foto: Paolo Succu Der heute 48-jährige Frontman verließ die Band 1999 und startete eine Solokarriere

Wie heißt das auf Italienisch?
Concerto - Konzert
Musicista -
Musiker
Cantante -
Sänger
Successo -
Erfolg
Canzone - Lied
Popolare - Bekannt




Litfiba Reunion Summer Tour: Das Comeback einer italienischen Rocklegende

Im Dezember 2009 wurde die Wiedervereinigung zwischen Sänger Piero Pelù und Gitarrist Ghigo Renzulli offiziell bekannt gegeben. Am 10. August 2010 traten Pelù und seine ehemalige Band Litfiba nach 10 Jahren Trennung wieder gemeinsam auf dem Messegelände der Inselhauptstadt auf. Die in Italien seit den 1980-er Jahren legendäre Band präsentierte gestern in Cagliari ihr neues Album „Stato Libero di Litfiba“.

Provokativ, musikalisch schräg und anarchisch waren Litfiba bereits Anfang der 1980-er Jahre. Als Punk, Hard Rock und New Wave populär waren, stand die Band aus Florenz im Mittelpunkt der italienischen Musikbewegung. Engagiert, stürmig und schrill sind sie auch heute, nach 30 Jahren, noch.

Litfiba Konzert Cagliari Sardinien Foto: Paolo Succu Nach 10 Jahren Trennung bringen Piero Pelù und Gitarrist Ghigo Renzulli mit ihrer Band Litfiba das Messegelände der Inselhauptstadt wieder zum Rocken


Wie vor vielen Jahren rüttelten sie mit ihren rebellischen, sozialkritischen aber auch warmherzigen Songs die Fans auf. Es herrschte Stimmung wie im Stadion, selbst in den hintersten Reihen der Arena wurde frenetisch geklatscht, gejohlt und mitgesungen.

Es war bereits 21.45 Uhr als Pelù, Renzulli und der Rest der Gruppe die Bühne betraten. Hager, in schwarzem Leder, ungeschminkt und mit vielen Tatoos auf der Haut erinnerte der Sänger an die typischen Positive Punk der 1980-er Jahre. „Für alle, die noch mit dem eigenen Kopf denken, die der Meinung sind, dass diese Regierung nach Hause gehen kann und finden, dass die heutige Medienproduktion die Gesellschaft verblödet: Herzlich willkommen im Freistaat von Litfiba“, eröffnete der Sänger mit der gewaltigen Baritonstimme das Konzert.


Litfiba Konzert Cagliari Sardinien Foto: Paolo Succu Der Name Litfiba steht für den Telex-Code ihres Tonstudios: L'ITalia, FIrenze und BArdi (dt. Italien, Florenz , Via dei Bardi)


Wer sich mit der Band und ihrer Musik auseinandersetzt, merkt schnell, dass Politik und soziale Gerechtigkeit ein grundlegender Bestandteil ihrer Texte sind. Auch in ihren beiden neuen Liedern Barcollo (Taumel) und Sole Nero (Schwarze Sonne) werben sie für Demokratie und Menschenrechte.
Immer wieder setzen sie sich für die Ziele der Schwachen und Unterdrückten ein: “Grüne Welle nennt sich eine Reformbewegung im Iran, die sich dem amtierenden Präsidenten Ahmadineschad entgegengestellt hat. Mahmud Ahmadineschad ist ein Diktator, der es sich erlaubt Homosexuelle öffentlich aufzuhängen und Sympathisantinnen der grünen Reformbewegung zu entführen, zu foltern und zu vergewaltigen“, klärt er seine lauschenden Fans auf und setz sicherheitshalber nach drei weiteren Songs noch einen drauf: „In dieser Zeit würde selbst Jesus Christus aus dem Vatikan flüchten“.

In ihren neu interpretierten, alten Songs, wie Proibito, Cangaceiro, Bambino, Ritmo, Ci sei solo tu, El Diablo und Spirito mischen sich Rock und mediterrane Klänge zu einem energiegeladenen Mix, der nicht nur tanzbar ist, sondern auch mit schönen Melodien daherkommt.


Ihre schräge Retro-Achtziger-Rock-Show mit einfachen Licht- und Raucheffekten, die schöne Tiefe von Pelùs Stimme und seine engagierten Sprüche haben das Publikum zwei Stunden in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen.


Text: Andrea Behrmann, Fotos: Paolo Succu


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