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J-Ax, der Rap n'Roller aus Mailand auf seinem Konzert in Cagliari, Sardinien Foto: Paolo Succu Die Ex-Stimme der Articolo 31 kooperierte mit vielen Künstlern wie Pino Daniele, Gemelli Diversi, Jovanotti u.v.a



J-Ax, der Rap n'Roller aus Mailand auf seinem Konzert in Cagliari, Sardinien Foto: Paolo Succu Der heute 38-Jährige Rap n' Roller fügte seiner Rap-Musik Elemente aus Rock, Pop und Punk hinzu

Wie heißt das auf Italienisch?
Concerto - Konzert
Musicista -
Musiker
Cantante -
Sänger
Successo -
Erfolg
Canzone - Lied
Popolare - Bekannt


J-Ax, der Rap n'Roller aus Mailand auf seinem Konzert in Cagliari, Sardinien Foto: Paolo Succu
Im Rahmen seiner Solokarriere hat der ehemalige Sänger und Texter der Articolo 31, drei Alben veröffentlicht: „Di sana pianta“, „Rap n' Roll“ und „Deca Dance“


J-Ax, der Rap n'Roller aus Mailand auf seinem Konzert in Cagliari, Sardinien Foto: Paolo Succu
J-Ax mit seinen Bandmitgliedern Dj Zak und Gitarrist Guido Style

Illegale Tour 2010: Rap 'N' Roll Star J-Ax live im römischen Amphitheater in der Inselhauptstadt von Sardinien

J-Ax, alias Alessandro Aleotti, ehemaliger Sänger der bekannten italienische Hip-Hop-Band Articolo 31, gehört zu den Musikern in Italien, die Fans in mehreren Lagern, auch jenseits der Hip-Hop-Kultur haben. Als Rap n'Roller lief der abwechslungsreiche Musiker am vergangenen Samstag, den 24. Juli 2010, auf der Bühne im römischen Amphitheater in der Inselhauptstadt Cagliari zu absoluter Höchstform auf.

Nachdem das zunächst am Strand geplante Open-Air-Konzert kurzfristig wegen starkem Wind in die Innenstadt verlegt wurde, enterte J-Ax gegen 22.00 Uhr mit seiner fünfköpfigen Band das antike Rundtheater im Süden von Sardinien und entfesselte knapp 1500 sardische Fans.


J-Ax, der Rap n'Roller aus Mailand auf seinem Konzert in Cagliari, Sardinien Foto: Paolo Succu 1990 gründete J-Ax zusammen mit DJ Jad, alias Luca Perrini, die berühmte italienische Hip-Hop-Band Articolo 31


„Selten in solch einer tollen Location gerappt“, brüllt der Rap n'Roller ins Mikrofon, „die alten Römer wären niemals auf den Gedanken gekommen, dass J-Ax hier einmal eine großes Konzert halten wird.“ Er ist locker, seine Songs sitzen und er freut sich auf der Bühne zu stehen. Seine Fans sind außer Rand und Band, sie stehen auf den Stühlen, bewegen sich im Rhythmus der Musik und schwingen ihre Arme in der Luft.

J-Ax, der Rap n'Roller aus Mailand auf seinem Konzert in Cagliari, Sardinien Foto: Paolo Succu 2005 trennte J-Ax sich von DJ Jad. Seitdem arbeitet jeder an seiner Solokarriere


Wie erwartet gab es beim Konzert nicht nur Lieder aus seiner neuen CD C'eravamo tanti odiati und seinen jüngsten Alben Rap n' Roll und Deca Dance zu hören, sondern auch Songs aus seiner Articolo 31 Zeit.
Zwischendurch erzählt er von seinem besonderen Verhältnis zu Sardinien: „1994 hatte ich mit meiner damaligen Band ein Konzert in einer großen Disko bei Cagliari gegeben. Vor den 3000 sardischen Fans hatte ich zum ersten Mal das Gefühl berühmt zu sein.“ Trotz Karriere ist J-Ax auf dem Boden geblieben, seine persönlichen Erlebnisse und Emotionen machen ihn sympathisch.

J-Ax, der Rap n'Roller aus Mailand auf seinem Konzert in Cagliari, Sardinien Foto: Paolo Succu
Auf seiner Illegale Tour 2010 ist J-Ax mit seiner Band, die sich aus Space One, Fabio-B, Guido Style, Dj Zak und Steve Luchi zusammensetzt, unterwegs


Mit schwarzer Baumwollmütze, weißem T-Shirt, Goatee und vielen Tattoos auf der Haut, ohne Basecap und große Gliederketten wie seine Bandmitglieder Space One und Dj Zak wirkte J-Ax gar nicht wie ein typischer Rapper. Spätestens beim Song Mi Rifiuto war dann auch klar, dass seine Lieder eine mutige Mischung aus Rap und Rock sind, denen er auch Pop und Punk Elemente sowie elektronische Facetten beifügt hat. Ein eigenwilliger musikalischen Stil, der für eingefleischte Rap-Fans gewöhnungsbedürftig gewesen sein dürfte.

Doch das zwei Stunden währende Konzert konnte sich durchaus hören lassen: Ein Mix aus Rap und allerhand Rockeinflüssen, gute Symbiose der verschiedenen Musikrichtungen, präsentes Organ, abwechslungsreiche Rhythmik, aktive Beats, aber auch gefühlvolle und ruhige Töne.

Text: Andrea Behrmann, Fotos: Paolo Succu

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