Die Ex-Stimme
der Articolo 31 kooperierte mit vielen Künstlern wie Pino Daniele,
Gemelli Diversi, Jovanotti u.v.a
Der heute 38-Jährige
Rap n' Roller fügte seiner Rap-Musik Elemente aus Rock, Pop
und Punk hinzu
Concerto - Konzert
Musicista - Musiker
Cantante - Sänger
Successo - Erfolg
Canzone - Lied
Popolare - Bekannt

Im Rahmen seiner
Solokarriere hat der ehemalige Sänger und Texter der Articolo
31, drei Alben veröffentlicht: „Di sana pianta“, „Rap n' Roll“
und „Deca Dance“

J-Ax mit seinen Bandmitgliedern Dj Zak und Gitarrist Guido Style
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J-Ax, alias Alessandro Aleotti, ehemaliger
Sänger der bekannten italienische Hip-Hop-Band Articolo 31,
gehört zu den Musikern in Italien, die Fans in mehreren Lagern,
auch jenseits der Hip-Hop-Kultur haben. Als Rap n'Roller lief der
abwechslungsreiche Musiker am vergangenen Samstag, den 24. Juli
2010, auf der Bühne im römischen
Amphitheater in der Inselhauptstadt
Cagliari zu absoluter Höchstform auf.
Nachdem das zunächst am Strand
geplante Open-Air-Konzert kurzfristig wegen starkem Wind in die
Innenstadt verlegt wurde, enterte J-Ax gegen 22.00 Uhr mit seiner
fünfköpfigen Band das antike
Rundtheater im Süden
von Sardinien und entfesselte knapp 1500 sardische Fans.
1990 gründete
J-Ax zusammen mit DJ Jad, alias Luca Perrini, die berühmte
italienische Hip-Hop-Band Articolo 31
„Selten in solch einer tollen Location gerappt“, brüllt der
Rap n'Roller ins Mikrofon, „die alten Römer wären niemals
auf den Gedanken gekommen, dass J-Ax hier einmal eine großes
Konzert halten wird.“ Er ist locker, seine Songs sitzen und er freut
sich auf der Bühne zu stehen. Seine Fans sind außer Rand
und Band, sie stehen auf den Stühlen, bewegen sich im Rhythmus
der Musik und schwingen ihre Arme in der Luft.
2005 trennte
J-Ax sich von DJ Jad. Seitdem arbeitet jeder an seiner Solokarriere
Wie erwartet gab es beim Konzert nicht nur Lieder aus seiner neuen
CD C'eravamo tanti odiati und seinen jüngsten
Alben Rap n' Roll und Deca Dance
zu hören, sondern auch Songs aus seiner Articolo 31 Zeit.
Zwischendurch erzählt er von seinem besonderen Verhältnis
zu Sardinien: „1994 hatte ich mit meiner damaligen Band ein Konzert
in einer großen Disko bei Cagliari gegeben. Vor den 3000 sardischen
Fans hatte ich zum ersten Mal das Gefühl berühmt zu sein.“
Trotz Karriere ist J-Ax auf dem Boden geblieben, seine persönlichen
Erlebnisse und Emotionen machen ihn sympathisch.

Auf seiner Illegale
Tour 2010 ist J-Ax mit seiner Band, die sich aus Space One, Fabio-B,
Guido Style, Dj Zak und Steve Luchi zusammensetzt, unterwegs
Mit schwarzer Baumwollmütze, weißem T-Shirt, Goatee und
vielen Tattoos auf der Haut, ohne Basecap und große Gliederketten
wie seine Bandmitglieder Space One und Dj Zak wirkte J-Ax gar nicht
wie ein typischer Rapper. Spätestens beim Song Mi Rifiuto
war dann auch klar, dass seine Lieder eine mutige Mischung aus Rap
und Rock sind, denen er auch Pop und Punk Elemente sowie elektronische
Facetten beifügt hat. Ein eigenwilliger musikalischen Stil,
der für eingefleischte Rap-Fans gewöhnungsbedürftig
gewesen sein dürfte.
Doch das zwei Stunden währende Konzert konnte sich durchaus
hören lassen: Ein Mix aus Rap und allerhand Rockeinflüssen,
gute Symbiose der verschiedenen Musikrichtungen, präsentes
Organ, abwechslungsreiche Rhythmik, aktive Beats, aber auch gefühlvolle
und ruhige Töne.
Text: Andrea Behrmann, Fotos: Paolo
Succu
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