Home
  Kultur
  Bildende Kunst
  Interviews
  Kunstausstellungen
  Literatur
  Museen
  Musik
  Traditionelle Feste
 
Veranstaltungen auf Sardinien

Max Gazzè & Carmen Consoli
Luciano Ligabue
Marc Almond: Orpheus in Exile - Songs from Vadim Kozin
PFM Premiata Forneria Marconi
Songs of David Byrne and Brian Eno
Joaquìn Cortés
Peter Gabriel
Zucchero
Michael Bublé
European Jazz Expo
Imperium von La Fura dels Baus

Ian Anderson Jethro Tull Konzert Sarroch 2009 Foto: Paolo Succu Von Anbeginn verzauberten Jethro Tull mit einer explosiven Mischung aus Rock, Blues, Folk, Jazz und Klassik


Ian Anderson, Martin Barre Jethro Tull Konzert Sarroch 2009 Foto: Paolo Succu Jethro Tull war Mitte der Siebziger eine der erfolgreichsten Live-Acts

Wie heißt das auf Italienisch?
Musica Rock - Rockmusik
Musicista -
Musiker
Artista -
Künstler
Basso -
Bass
Tromba -
Trompete
Pianoforte -
Klavier
Contrabasso - Kontrabass
Chitarra - Gitarre

Ian Anderson Jethro Tull Konzert Sarroch 2009 Foto: Paolo Succu
Während des zweistündigen Auftritts merkte man dem Flötenvirtuosen sein Alter nicht an




Jethro Tull – the legend goes on in Sarroch

Am 1. Juli 2009 legte die englische Artrockband um Frontmann Ian Anderson den ersten von vier Italienauftritten in der kleinen Industriestadt Sarroch hin. Im Rahmen des Sarroch Summer Groove Festival gab der Flötenmeister zusammen mit Gitarrist Martin Barre, Drummer Doane Perry, David Goodier am Bass und John O’Hara am Keyboard ein unvergessliches Konzert im Stadion der Kleinstadt bei Cagliari.

Jethro Tull, die bereits ihr 40. Bühnenjubiläum hinter sich haben, verzauberten am vergangenen 1. Juli 2009 mit einer spannenden Mischung aus Rock, Blues, Folk, Jazz und Klassik. Dafür sorgten in erster Linie außergewöhnlichen Soundkombinationen, die unverwechselbaren Flöteneingaben von Pide Piper und Sänger Ian Anderson, der an diesem Abend stimmlich voll auf der Höhe war, und die handfesten Gitarrensolos von Martin Barre.

Ian Anderson Jethro Tull Konzert Sarroch 2009 Foto: Paolo Succu Ian Anderson, der die Querflöte in der Rockwelt etabliert hat, machte sie zum Markenzeichen von Jethro Tull


Im Programm hatte die englische Progressiv-Rockband nicht nur die Top-Zugpferde einer jeden Jethro Tull Show wie Aqualung und Locomotive Breath sondern auch viele Klassiker wie Mother Goose, Thick As A Brick, Heavy Horses und Pastime With Good Company.
Das Konzert eröffnete Anderson, der beim Flötenspiel weiterhin auf einem Bein steht, mit dem rockigen Nothing Is Easy vom 1969 erschienenen Album Stand Up'. Nach der energischen Eröffnung folgten eine Reihe bluesiger, jazziger und verspielter Songs wie Beggar's Farm, Serenade To A Cuckoo und Jeffrey Goes To Leicester Square. Das nachfolgende We Used To Know, das dem Eagles Song Hotel California sehr ähnelt, führte direkt zu Barres Gitarrensolo und mündete schließlich im Flöteninstrumental Bourée, das im Original von Johann Sebastian Bach verfasst wurde. Mit dem Heavyrock-Stück Back To The Family wurde es wieder lauter und rockiger. Von den über 250 von ihm geschriebenen Liedern, sei dies das schlechteste, erklärte Anderson. Er wollte sein Publikum damit bestrafen und Barre die Möglichkeit zu einem ausgedehnten Gitarrensolo geben, witzelte er weiter.

Ian Anderson, Martin Barre, Doane Perry, David Goodier,John O’Hara, Jethro Tull Konzert Sarroch 2009 Foto: Paolo Succu Jethro Tull ist handfester Rock Sound, der sich seit 1968 kaum verändert hat

Während des zweistündigen Auftritts mit weiteren berühmten aber auch weniger bekannten Songs quer durch die 40-jährige Bandgeschichte merkte man der Gruppe ihr Alter nicht an.
Agil stelzte und trippelte Ian Anderson, teilweise gebückt, im Piratenlook und mit Querflöte über die Bühne. Der Frontmann war prächtiger Laune, animierte das Publikum zum Mitsingen und sinnierte über Heinrich VIII., seine sechs aufeinander folgenden Ehen und Anne Boleyns Hinrichtung.
Schlagzeuger Doane Perry spielte immer noch wie zu den Anfangszeiten der englischen Band und Lead-Gitarrist Martin Barre überzeugte mit scharfen Riffs und ausgedehnten Zwischensoli. Aber auch der 7. Bassist in der Geschichte von Jethro Tull David Goodie und Keyboarder Nummer 8 John O’Hara gaben ihr Bestes.

Nach dem Tull-Klassiker Aqualung stand das Publikum endgültig Kopf und das Konzert endete mit dem obligatorischen Locomotive Breath als Zugabe um 20 vor zwölf.

Text: Andrea Behrmann, Fotos: Paolo Succu

< zurück

 

  © Sardinien.com - info@sardinien.com
Nachdruck und Weiterverbreitung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung