Der Komponist und
Pianist Jean-Marie Machado
Das Trio Gianluigi
Trovesi (Klarinettist), Umberto Petrin (Klavier) und Fulvio Maras
(Percussion, Electronics) mit ihrem ganz gemächlichen "Vaghissimo
Ritratto"
Musica Jazz - Jazzmusik
Musicista - Musiker
Artista - Künstler
Percussioni - Perkussionsinstrument
Tromba - Trompete
Pianoforte - Klavier
Contrabasso - Kontrabass

Info
Jazz in Sardegna
Via Sulis 41 - Cagliari
Tel.: +39/070/6850198
E-Mail: paocir@alice.it
Web: www.jazzinsardegna.it

Auch die Computermonitore auf dem Freigelände haben die Konzerte
übertragen

Nachdem 2004 das
erste Album von Horacio "El Negro" Hernandez mit dem Namen
Italuba I herausge-
kommen war, erschien in diesem Jahr das Album Italuba II, auch diesmal
wieder mit tollem Funk, Latin, Fusion und Afrocuban |
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Keine Frage: Sardinien ist „die“ Jazzinsel
im Mittelmeer und seit 25 Jahren eines der vielfältigsten Jazzzentren
Europas. Das Angebot an Musik-Veranstaltungen ist selbst im Herbst
und Winter noch beachtlich – höchste Zeit also, sich mal eine
Extraportion Jazz zu gönnen, zum Beispiel beim European Jazz
Expo auf dem Messegelände
der Inselhauptstadt.
Donnerstag Ray Gelato und seine Giants, Freitag
Larry Corell Power Trio, Samstag Elena
Ledda Sextett und am Sonntag Randy Weston Trio:
Beim 25° Festival Internazionale Jazz in Sardegna vom 15. bis
18. November 2007 konnte man sich seinen ganz persönlichen
Plan für das 4-tägige Festspiel zusammen stellen.
Ein grandioses
Jazz-Festival, das viele Musikstile integriert und bei dem es nicht
nur echte Größen der Szene zu hören gibt
Der musikalische Bogen, das inselweit größten Festivals
reichte vom traditionellen Jazz über die goldenen Vierziger
und Fünfziger, die Tropikalisten der späten Sechzigerjahre
bis hin zum Experimentellen der Neunziger und den Variationen der
Grenzgänger des Jazz.
Von 17.00 bis 04.00 Uhr konnte man in sieben Sälen, auf acht
Bühnen und diversen Computermonitoren mehr als 60 ausgewählten
Live-Konzerten lauschen. Seminaren, Konferenzen, Ausstellungen,
Projektionen, Videos und Musik-Präsentationen gaben zusätzlich
Informationen über die zahlreichen Künstler und Ensembles
aus den Vereinigten Staaten, Südamerika und Europa.
Live zu erleben waren unter anderem Jack Dejohnette &
The Ripple Effect, Ray Gelato & das Giants
Orchestra, das Larry Coryell Power Trio,
das Gal Costa Duo, das Sean Jones Quintet,
das Ron Carter Quartet und das Randy Weston
Trio.
Auch in diesem
Jahr überzeugten junge Talente und vor allem sardische Musiker
mit großartigen Konzerten
"Made in S." lautete das Motto der dem
regionalen Jazz gewidmeten Produktionen. Sechs Musiker aus Sardinien
zeigten warum sie zu den absoluten Publikumslieblingen der sardischen
Szene gehören: Das Elena Ledda Sextett, mit
Sängerin Elena Ledda, die in diesen Tagen mit dem italienischen
Musikpreis Tenco für ihr Album „Rosa Resolzas“ ausgezeichnet
wurde, das Vokal Trio Balentes, das sich zu diesem
Anlass um die römische Pianistin Rita Marcotulli versammelt
hatte, das Gavino Murgia Trio, das seinen Kompositionen
durch Anleihen aus dem Volkstümlichen neue Räume eröffnete,
das Paolo Carrus Quartet, mit Pianist Paolo Carrus,
der als Meister der Big Band der Musikschule Cagliari gilt, das
Enzo Favata Quartet, mit Saxofonist Enzo Favata,
der der schamanischen Musik eine besondere Bedeutung zukommen lies
und Franca Masu, die katalanisch singende Sardin
in deren Musik sich Einflüsse von Tango und Swing Jazz neben
Anleihen an Flamenco und Fado fanden.
.
Roberto
Fonseca und seine Band
Zu den jungen Talenten zählte ein unfassbar beeindruckender
Robert Fonseca der mit seinem virtuosen Klavierspiel
überraschte, womit er in Sekundenschnelle die Herzen und Ohren
der Jazzfans für sich gewann. Der 1975 in Havanna, Kuba, geborene
Musiker gilt als der bedeutendste Pianist seiner Generation und
erstaunte das Publikum mit einer einzigartigen Kombination aus Charisma
und Echtheit. Begleitet wurde Fonseca, dessen Debut-Album „Zamazu“
im Frühjahr 2007 erschien, von Javier Zalba, Omara Gonzales,
Joel Hierrezuelo und Ramsés Rodriguez.
Mit dabei war auch Horacio „El Negro“ Hernandez
und sein Ensemble. Der 1963 in Havanna, Kuba, geborene Grammy-Gewinner
des Jahres 1997 gilt als einer der talentiertesten und innovativsten
Schlagzeuger der internationalen Musikszene. Mit Unterstützung
von Amik Guerra (Trompete), Ivan Bridon (Piano) und Daniel Martinez
(Bass) stellte er sein zweites „Italuba“-Album vor: Ein wunderbarer
latein-afro-kubanischer Jazz, der auch immer wieder Einflüsse
aus anderen Musikstilen verarbeitet. Der Titel des Albums schlägt
zudem eine Brücke von Kuba nach Italien, dem Land, in dem er
drei Jahre lang lebte, nachdem er 1990 auf einer Tournee politisches
Asyl beantragt hatte.
Mit emotionalen und stimmungsvollen Jazz „Made in France“ erstaunte
Jean-Marie Machado. Der 1961 in Tanger, Marokko,
geborene Musiker, stammt aus einem portugiesisch-italienischen Elternhaus
und gehört mittlerweile zu den wichtigsten französischen
Jazzpianisten.
Zu den Ensembles aus dem hohen Norden zählte neben Nils
Petter Molvaer, Audun Kleive, Kristin
Asbjørnsen und dem Lars Danielsson / Leszek
Mozdzer Duo ebenfalls das Christian Wallumrød
Quartett. Schon nach ein paar Takten war klar, dass sich
die improvisatorische Musik des 1971 im norwegischen Kongsberg geborenen
Pianisten Christian Wallumrød keinem klassischen Genrebegriff
zuordnen lässt. Auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen zeigen
seine Kompositionen ethnische und zeitweise liturgische sowie mittelalterliche
Einflüsse.
Das European Jazz Expo ist ein Festival der Superlative bei dem
es noch viele weitere absolut außergewöhnliche Konzerte
zu hören und erleben gab!
Text: Andrea Behrmann, Fotos: Paolo
Succu
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