
Fuori
Come Va
Wie
heißt das auf italienisch:
Musica - Musik
Musicista - Musiker
Cantante - Sänger
Strumento musicale - Musikinstrument
Concerto - Konzert
Palco - Bühne
Biglietto - Eintrittskarte
esaurito - ausverkauft

Ligabue während der Pressekonferenz:
"Künstler sind keine Pferde"
Info
Sardegna Concerti
Ufficio Stampa - Cagliari
Tel.: ++39/070/654904
E-Mail: info@sardegnaconcerti.it
Web: www.sardegnaconcerti.it
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Luciano
Ligabue - Pop-Rock auf Italienisch
Sommer 2002,
Fiera Campionaria, das Messegelände von Cagliari. Luciano Ligabue,
der große Meister des italienischen Pop-Rock, gibt sich auf
Sardinien die Ehre. Die zahlreichen vor dem Messegelände aufgereihten
Souvenirverkäufer mit dutzenden verschiedener T-Shirts, Schals
und Mützen im Angebot und die zahlreichen Imbissbuden verraten
schon, dass hier heute einer der ganz Großen spielt. Zumindest
in Italien. In Deutschland und im Rest Europas ist der italienische
Rockstar weitgehend unbekannt. Immerhin um die 15.000 Menschen hat
er in die südliche Kapitale gelockt
- aber auch der Norden sollte noch etwas von ihm haben. Zwei Tage
später gab er sein zweites Konzert auf sardischem Boden in
Sassari. Keine Vorband, nur eine bodenständige Bühnenshow:
Der bekannteste Italo-Rocker aus der Emilia Romagna will eigentlich
lieber Musik machen als Geld: „Künstler sind keine Pferde“
sagt er den Journalisten und meint damit, er wolle sich nicht auf
Derbys um den größten Marktanteil im Musikbusiness einlassen.
Deshalb will er eigentlich auch gar nicht aus Italien heraus: Mit
einem „dafür bin ich mit 42 schon zu alt“ wehrt er die Frage
ab, ob er sich denn auch im Ausland engagieren will. Dabei strotzt
der langhaarige Italo-Star vor Energie: Erst im März 2002 hat
er seinen zweiten Kinofilm herausgebracht: „Da Zero a Dieci“ (von
Null auf Zehn), ein Streifen über vier End-Dreißiger,
die aus ihrem Alltagsleben ausbrechen und ein Wochenende lang noch
einmal ihre Sturm und Drang-Zeit erleben wollen. Einen Monat später
erschien sein mittlerweile neuntes Album in zwölf Jahren: „Fuori
come va?“, aus dem er auch auf dem Konzert einige Stücke zum
Besten gibt. Zuweilen wird Ligabue als der italienische Bruce Springsteen
bezeichnet, auch wenn dieser Vergleich dem Rocksänger nicht
behagt, weil er nichts aussagt. „Jedes meiner Lieder ist ein Teil
meiner eigenen Geschichte und meines Bewusstseins, Glück gehabt
zu haben. Gleichzeitig ist es aber auch Ausdruck der Ironie, etwas
erreicht zu haben, was mich trotzdem nicht glücklich macht“
beschreibt er seine Philosophie und Einstellung zum Erfolg. Der
Effekt ist jedoch derselbe: seine Musik ist erfolgreich, und das
liegt wohl daran, dass er auch dem Mainstream gerecht wird. Das
Publikum kennt alle seine Lieder auswendig, sie sind mitsingbar
und eingängig: „Ho perso le parole“, „Ti sento“, „L’odore del
sesso“ lässt die Massen mitgrölen, mit den Hüften
schwingen und mitklatschen. Deshalb zählen zu seinen Fans nicht
nur Altrocker und Hardrock-Fans, sondern vor allem auch junges Publikum.
Aber er schlägt auch leisere Töne an. So hat er die Ballade
„Ho messo via“ seinem im letzten Jahr verstorbenen Vater gewidmet.
Eine Zugabe jedoch ist ihm zuviel Show: "Was sollen wir unnütz
hinter die Kulissen gehen, nur damit ihr uns zurück auf die
Bühne ruft und wir wiederkommen und uns bedanken? Jetzt sind
wir hier und machen einfach weiter!" „Urlando contro il cielo“,
also “gegen den Himmel schreiend“ verabschiedet er sich schliesslich
nach zweieinhalb Stunden ohne Unterbrechung von dem bewegten Publikum
in Cagliari.
Text: Timo Gerd Lutz, Fotos: Sardegna
Concerti
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