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Grazia Deledda gebührt die Ehre, Italiens erste Nobelpreisträgerin für Literatur gewesen zu sein.




In ihrem Mädchenzimmer verbrachte Grazia Deledda ihre Jugend bis zum Tage Ihrer Hochzeit am 11. Januar 1900



Museo Deleddiano - Casa Natale di Grazia Deledda
Via Grazia Deledda 42
08100 Nuoro
Tel.: +39/0784/258088 oder 253810
Fax: +39/0784/37484

Öffnungszeiten 15.06 - 30.09
Täglich:
09.00 bis 20.00 Uhr

Öffnungszeiten 01.10 - 14.06
Täglich:
09.00 bis 13.00 Uhr
15.00 bis 19.00 Uhr



Dies war das Reich von Grazia Deledda. Die Einrichtungsgegenstände des Empfangs- und Dichterzimmers wurden von Rom nach Nuoro gebracht. In diesem Ambiente schrieb Sie in der italienischen Hauptstadt ihre Werke




 
Die "Casa Natale di Grazia Deledda" in Nuoro - das Museum zu Ehren der sardischen Nobelpreisträgerin für Literatur

In einem der ältesten Stadtviertel von Nuoro, dem Bezirk San Pietro, wurde Grazia Deledda am 27. September 1871 geboren. In dem kleinen Granithaus aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs sie mit ihren fünf Geschwistern auf. Ihr Vater, Giovanni Antonio, war ein wohlhabender, erfolgreicher und gebildeter Grundbesitzer, der zur Oberschicht von Nuoro gehörte. Ihre Mutter, Francesca Cambosu, war eine sehr religiöse Frau, die ihre Kinder streng nach der katholischen Glaubenslehre erzog.


Durch den Ankauf und Umbau eines kleinen nebenstehenden Bauwerks, erhielt das Haus sein heutiges Aussehen

Grazia Deledda erhielt nach dem Besuch der Grundschule eine gute Privaterziehung. Der Lehrer merkte schon bald, dass die Schülerin ein ausgezeichnetes literarisches Talent entfaltete und ermunterte sie, ihre Erzählungen an einige Frauenzeitungen zu schicken. Die Modezeitschrift „L'ultima moda“ veröffentlichte ihre Arbeiten sofort. In schneller Folge entstanden nun einige ihrer berühmtesten Romane und Novellen: Fior di Sardegna (1892), Le vie del male (1892), Anime Oneste (1895), Il vecchio della montagna (1900), Elias Portolu (1903), Cenere (1904), L'edera (1906), Sino al confine (1911), Colombo e sparvieri (1912) und Canne al vento (1913).


Über die Küche gelangt man in den Garten, der den Museumsbesuchern im Sommer für Filmvorführungen, Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung steht


Nach Ihrer Hochzeit im Jahr 1900 verließ sie Nuoro, um ihrem Mann Palmiro Madesani, der im Kriegsministerium arbeitet, nach Rom zu folgen. 1927 wird der Schriftstellerin als zweiter Frau in der Geschichte der Nobelpreis für Literatur verliehen. Sie stirbt am 15. August 1936 in Rom. Ihr letztes, stark autobiografisches Werk "Cosima" bleibt unvollendet und wird erst postum veröffentlicht.

Der Rundgang durch Grazia Deleddas Geburtshaus führt über die Küche, den Vorratsraum und das Empfangs- bzw. Dichterzimmer im Erdgeschoss in den ersten und zweiten Stock. Hier befinden sich das Nobelpreis-Zimmer, das Zimmer der Erinnerung und ihr Mädchenzimmer.

Grazia Deledda Werke im Sardinien.com Literatur-Führer

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Text und Fotos: Andrea Behrmann
Letztes Update: 14. September 2007;


 
 
 

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