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Literaturführer SardinienReiseberichte & Photoreportagen der letzten 300 Jahren aus Sardinien
Der Reisebericht und die Photoreportage waren im 18. und 19. Jahrhundert eine weit verbreitete und gern gelesene bzw. gesehene Gattung. Auch einige der großen Photographen und Reiseberichte-Schreiber hat es nach Sardinien verschlagen. So waren Heinrich von Maltzan und H.D. Lawrence jeweils für einige Monate auf der Insel zu Gast. Im Jahre 1927 bereiste der berühmte Photograph August Sander mit dem Schriftsteller Ludwig Mathar Sardinien. Ernst Jünger hingegen beschreibt seine Erlebnisse auf der Insel in den 1950-er Jahren. Durch einfaches Klicken auf den Amazon-Button können Sie die Werke online über unseren Partner Amazon.de bestellen.
 
         
    Reiseberichte & Photoreportagen    
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  Nimbus Andreas Fridolin Weis Benzon Fotografien  

Dante Olianas, Uliano Lucas & Tatiana Agliani: Nimbus. La Sardegna nelle fotografie di Andreas Fridolin Weis Bentzon, Iscandula, Cagliari, Auflage 2007. Mit einer Nimbus, einer ehemaligen dänischen Motorradmarke, ging Andreas Fridolin Weis Bentzon Ende der 1950-er Jahre auf Entdeckungstour nach Sardinien. Er startete am 7. November 1957 in Kopenhagen, erreichte nach 15 Tagen die italienische Hauptstadt und setzte von hier am 3. Dezember nach Sardinien über. Bentzon war kein Fotograf. Er war in erster Linie Wissenschaftler, ein Musikethnologe, der mit einem Stipendium auf die Insel kam, nachdem er sich Jahre zuvor, während eines Urlaubaufenthaltes, in den magischen Sound der sardischen Launeddas verliebt hatte. Auf Sardinien untersuchte der junge, dänische Jazzmusiker die klanglichen, kulturellen und sozialen Aspekte der sardischen Musik und zeichnete mit seiner Kamera ein authentisches Bild von Mensch und Landschaft. Der Großteil der im kompakten Bildband abgedruckten SW-Fotos sind auf Betzons Sardinien-Reise mit der Nimbus entstanden. Die Bilder zeichnen ein beeindruckendes Portrait der Mittelmeerinsel. Die Fotos zeigen die Sarden bei der Arbeit, in ihrer Umwelt, in ihren Familien und lassen den Betrachter an Bentzons Begegnungen und Erfahrungen teilhaben. Neben den 67 Schwarzweiß-Abbildungen bietet der Fotoband auch mehrere Essays sowie eine Biografie und ein Literaturverzeichnis in italienischer und englischer Sprache.
Andreas Fridolin Weis Bentzon starb im Alter von nur 35 Jahren an Krebs. Das Buch ist eine respektvolle Hommage an diesen einzigartigen Kulturwissenschaftler aus Kopenhagen.



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  August Sander Sardinien. Copyright: Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur - August Sander Archiv, Köln/VG Bildkunst, Bonn/courtesy Schirmer/Mosel Verlag, München  

August Sander: Sardinien – Photographien einer Italienreise 1927, Schirmer/Mosel Verlag, München, 2009. August Sander (1876 - 1964) gilt als der Fotograf der dokumentarisch sachlich-konzeptuellen Fotografie. Im März und April 1927 durchreiste der erfahrene Photograph und Autor des Bildatlas „Menschen des 20. Jahrhunderts“ zusammen mit dem Monschauer Schriftsteller Ludwig Mathar Sardinien. Es war die einzige längere Auslandsreise im Leben des berühmten deutschen Fotografen. Über 300 Aufnahmen, die bisher unveröffentlicht blieben, hatte er von seiner Reise zurück nach Köln gebracht. In den klar beschriebenen Landschaftsbildern, Momentaufnahmen und Portraits erhält der Betrachter einen guten Einblick in das, was Sander vor mehr als 80 Jahren auf Sardinien vorfand: Eine in archaische, bäuerliche Lebensformen verhaftete, friedvolle Insel. Die Bilder seiner Sardinien-Reise wurden nun erstmals in diesem eleganten zweisprachigen Photoband mit 121 fantastischen Duotone-Tafeln und 364 Abbildungen veröffentlicht. Die zahlreichen u.a. in Porto Torres, Sassari, Oristano, Uta, Dolianova, Iglesias, Aritzo, Atzara, Nuoro und Cagliari geschossenen Schwarz-Weiß-Aufnahmen belegen nicht nur die scharfe Beobachtungsgabe und das starke Einfühlungsvermögen des Photographen, sondern bringen auch kulturhistorische Aspekte, Eigenarten und Entwicklungen im Sardinien der 1920-er Jahre ans Licht. Ergänzt wird der herausragende Bildband durch eine ausführliche Einleitung von Gabriele Conrath-Scholl, Leiterin der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln, ein Verzeichnis, das der Reiseroute von 1927 folgt, eine Kurzbiografie Sanders sowie mehrere Abhandlungen über den Photographen. Das in den Bildern, in ihrer Einfachheit und Schönheit beschrieben ursprüngliche, naturnahe Leben auf Sardinien, macht dieses Werk einzigartig.

 

 
  Heinrich von Maltzan Reise auf der Insel Sardinien  

Heinrich von Maltzan: Reise auf der Insel Sardinien, Books on Demand, Norderstedt, 2002. In seinem Werk "Reise auf der Insel Sardinien", erstmals erschienen im Jahre 1869, beschreibt der Orientalist und Reiseschriftsteller Heinrich von Maltzan seine Reise zu damals noch unentdeckten Insel Sardinien. Nachdem sich Maltzan ausgiebig in Cagliari umgesehen hat, begleitet ihn der Sardinienforscher Giovanni Spano durch die antiken Stätten und das Nationalmuseum der Stadt. Es folgen verschiedene Ausflüge ins Umland. So besucht er die Berkwerke im Sulcis und bezieht Quartier in Iglesias. Von Sassari aus bereist er dann den Norden und schließt seine Reise mit der Umsegelung der Nord- und Ostküste ab. Sein Werk ist nicht nur detailierter und präziser als jeder Reiseführer, sondern gleichzeitig ein Querschnitt durch Geschichte, Architektur und Hermeneutik. Die Verbindung von vielen Informationen und humorvoll geschilderten Begebenheiten macht den Reiz des Buches aus. Durch Vergleiche, Metaphorik sowie Personalisierungen erzeugt er eine poetische und bewegte Sprache. Die Lektüre eine reichhaltige, aber doch leichte Kost, die allerdings etwas Durchhaltevermögen erfordert. Für die Neuauflage wurde das Buch gekürzt und durchgesehen und mit aktuellen Anmerkungen kommentiert.

 

 
Max Leopold Wagner Reisebilder aus Sardinien  

Max Leopold Wagner: Reisebilder aus Sardinien, Books on Demand, Norderstedt, 2004. Max Leopold Wagner schildert in diesem Buch seine Erfahrungen und Berichte, die er zwischen 1904 und 1906 auf Sardinien gesammelt hat. Zusammen mit einem Freund durchquerte Wagner die Insel mit dem Fahrrad. Zur damaligen Zeit herrschten auf Sardinien noch katastrophale Straßenzustände und überall war die Malaria-Gefahr noch sehr hoch. Wagner jedoch war so fasziniert vom Leben der Sarden und ihrer Sprache, dass er sich an ihre Erforschung machte. So gilt der Münchner bis heute als einer der bedeutendsten Sardologen. Nicht zuletzt sein sprachgeschichtliches Standardwerk "La lingua sarda: storia, spirito e forma" von 1950 machte ihn zu einem der wichtigsten Linguisten der sardischen Sprache überhaupt.
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Rezension: Isabelle Jordy

 

 
 
 

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