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Der Küstenabschnitt zwischen Capo dell'Argentiera und Torre
Poglina im Nordwesten Sardiniens gehört mit zu den schönsten
Landschaften der Nurra. Würde man den Sarden hier ihre feinen
weißen Sandstrände und die katalanische Mundart nehmen,
dann bliebe Ihnen immer noch ihre Edelkoralle als Markenzeichen.
Dieser Küstenabschnitt wird wegen seines reichen Korallenvorkommens
nämlich auch "Riviera del Corallo" genannt. Neben
Sardinien wird die Mittelmeerkoralle nur noch auf Korsika und Tunesien
geerntet.

Korallen die zu Schmuck gefertigt werden, gehören in der Regel
nicht zu den geschützten Arten. Unter Artenschutz stehen Korallen,
die sich hingegen gewohnheitsmäßig nicht zur Herstellung
von Schmuckstücken eignen, da sie farblich unscheinbar und sehr
dünn sind Die rote Edelkoralle (Corallium rubrum)
heißt Sardegna-Koralle und lebt in Meerestiefen von 2 bis
280 Metern. Im flacheren Wasser ausschließlich in Höhlen
und unter Überhängen. Die unregelmäßig verzweigten
Äste können bis zu einem halben Meter hoch und bis 15
mm dick werden. Während sich fast alle anderen Korallenarten
nicht zur Schmuckverarbeitung eignen, da sie zu brüchig sind
oder Löcher aufweisen, hat die im Mittelmeer vorkommende Edelkoralle
einen besonders schön gefärbten harten Kalk, der sich
gut zu Schmuck verarbeiten lässt.
Wie in Italien gehört die rote Edelkoralle seit alters her
auch auf Sardinien zur magischen Ausstattung eines jeden Haushaltes:
Schmuckstücke oder Talismane in Form eines Zweiges sollen vor
Unglück, Krankheit und dem bösen Blick schützen.
Wer sich vom roten Zauber faszinieren lassen möchte, findet
in der Korallenstadt Alghero ein großes Angebot an fantasievollen
und kunstvoll verarbeiteten Schmuckstücken und Gegenständen
in Rot-, Orange- oder Zartrosatönen. Schon seit Jahren verarbeiten
die Kunsthandwerker hier die vor der Küste gefischten Korallen
zu elegantem Schmuck.
Unser Tipp:
Behandeln Sie Ihre Korallen gut! Sie sind wie Perlen, sie müssen
getragen werden, damit ihre Schönheit erhalten bleibt. Zudem
sind sie sehr sensibel und reagieren allergisch auf Sonneneinstrahlung,
Kosmetika und Parfums.
Text: Andrea Behrmann, Fotos: MMV Consulting
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