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Unser Tipp:
Kunst aus San Sperate - Präsentation von Künstlern aus dem Museumsdorf. Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:

Das Museumsdorf San Sperate
Die Skulpturen des Pinuccio Sciola
Die Fotografien des Pablo Volta
Die Kunst des Giampaolo Mameli
Die Keramik des Mauro Cabboi
Die Werke des Gianfranco Pinna


Atelier Raffaele Muscas San Sperate




Bild Tuch Raffaele Muscas San Sperate




Flusssteine Raffaele Muscas San Sperate





Bild Mann Raffaele Muscas San Sperate


Wichtige Adressen:
Raffaele Muscas
Via Togliatti 10
09026 San Sperate (CA)
Tel:: +39/070/9601464


Raffaele Muscas Vollblutkünstler aus San Sperate

Raffaele Muscas San SperateRaffaele Muscas ist nicht nur ein Vollblutkünstler, der mit seinen Bildern, Murales, Skulpturen und überlebensgroßen Betonfiguren sehr erfolgreich ist. Er ist auch eine überaus beeindruckende Persönlichkeit. Zusammen mit seiner Familie lebt er in San Sperate und empfängt uns in seinem Atelier bei strahlendem Sonnenschein, mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen.


Sardinien.com: Herr Muscas, Sie sind in San Sperate geboren. Wie war es, hier aufzuwachsen?
Raffaele Muscas: San Sperate ist ein Dorf, in dem wir uns alle kannten. Ein ganz normales Dorf, das überall in der Welt hätte sein können. Es gefällt mir hier. Ich fühle mich sehr wohl. So ist das.
Sardinien.com: Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Raffaele Muscas: Na ja…also es ist nicht so, dass man sich etwas in den Kopf setzt, wie: „Jetzt ziehe ich los und mache Kunst!“ Es sind offensichtlich Dinge, die man in seinem Inneren hat und dann einen guten Zeitraum findet, in dem man sich ausdrücken kann. Weiter weiß ich selbst nicht genau, ob das Kunst ist, was ich mache oder eher weniger als das. (lacht)
Sardinien.com: Sie arbeiten mit verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen. Welche sind das und gibt es eine davon, die ihnen besonders am Herzen liegt?
Raffaele Muscas: Am Herzen liegen mir die Dinge, die ich gerade mache. Diejenigen, die ich schon gemacht habe sind nicht direkt vergessen, aber fast. Das heißt, wenn ich ein Werkstück in Angriff nehme, ist es das Schönste, daran zu arbeiten. Wenn es fertig ist, könnte man es auch zerstören, es bleibt nur für die anderen. Aber für mich ist es eher so, dass ich es gemacht habe und das reicht. Ich bin zufrieden damit die Arbeit zu tun und das genügt mir. Danach existiert das Werk für mich nicht mehr.
Sardinien.com: Wie würden Sie ihre Werke beschreiben?
Raffaele Muscas: Manchmal ist es wie ein Spiel. Ich setze mich mit den Werken auseinander, indem ich mit ihnen spiele, mit den Formen und Farben. Darüber hinaus ist es nicht so, dass ich definiere, dieses bedeutet das und jenes etwas anderes. Das ist eine falsche Erziehung. Viele machen sich daran, ihre Werke zu erklären, aber das ist nichts als Werbung. Das Werk an sich hat keine festgelegte Bedeutung. Es ist ein Gefühl und nichts anderes.
Sardinien.com: Ein Element, das in ihren Arbeiten immer wiederkehrt, ist das der opulenten Figuren. Was wollen Sie damit ausdrücken?
Raffaele Muscas: In diesen Figuren kann ich mich besser verwirklichen, weil es viel mehr Material gibt (lacht), in dem ich mich ausdrücken kann. Wenn man nur wenig hat, gibt es nicht so viel auszufüllen, richtig? (lacht). Das bedeutet es (lacht). Man darf keinen ungenutzten Platz lassen.
Sardinien.com: Sie sind auch Muralist. Wie würden Sie die Entwicklung des Muralismus in den letzten Jahren beschreiben?
Raffaele Muscas: Ich weiß nicht, in den letzten Jahren…..vielleicht ist es genau damals gewesen, als ich begonnen habe zu malen, das heißt, ich wusste nur, wie man zeichnet. Aber es war eine Sache, die wir nie ausgenutzt haben. Diese Art von Kultur gab es nicht. Dann ist in San Sperate durch Pinuccio Sciola der Muralismus entstanden. Dem haben wir uns gewidmet und so nach und nach haben wir zuerst auf die Großen geschaut und jetzt, wo wir selbst etwas größer sind, was das Alter betrifft natürlich, (lacht) sind wir es, die etwas tun. Wir beschmieren die Mauern und hoffen, dass der Hausbesitzer sich nicht aufregt. Nein, es ist wirklich eine schöne Sache.
Sardinien.com: Was sind ihre nächsten Pläne?
Raffaele Muscas: Was ich in nächster Zeit gerne realisieren möchte, ist eine Serie von Bildern mit lebensgroßen Frauen auf Leinwand. Dazu habe ich bereits einige Entwürfe angefertigt.
Aber ich verrate Ihnen mal etwas: In Wirklichkeit habe ich gar keine Pläne. Ich arbeite und ganz langsam, während ich arbeite, sind es die Werke selbst, die mir die Pläne eingeben. Die Ideen ziehen vorüber und dann kommen mir Geistesblitze. Einige Ideen bleiben mir im Kopf und ich kann sie in die Tat umsetzen. Die anderen sind einfach nur Ideen.

Interview: Julia da Costa

Interview vom 13. Juni 2008

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