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Lilliu beim surfen durch den Sardinien.com Site


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Giovanni
Lilliu hat am 21. Juni 2000 den Eintrag des eindrucksvollen
Nuraghen-Komplexes "Su Nuraxi" in die World Heritage List
der Unesco (Weltkulturerbe) gefeiert. Einst markierte ein Brunnen
die Hügelkuppe unter der Lilliu vor nunmehr vierundfünfzig
Jahren die Nuraghen-Siedlung bei Barumini entdeckte und ausgrub.
Archäologe Lilliu beim Sardinien.com-Gespräch
Sardinien.com: Herr Lilliu, Sie sind vor über
80 Jahren in Barumini geboren. Was ist mit Ihren Erinnerungen an die
Zeit, als die megalithische Festung "Su Nuraxi" noch nicht
zutage gebracht worden war?
Lilliu: Barumini war damals eine Welt für sich. Bauern und Hirten,
jeder kannte sich. Wir Kinder, ich bin der älteste von 8 Geschwistern,
spielten damals zwischen den Hügeln der Marmilla, einer vulkanisch
geprägten Landschaft. Ich erinnere mich besonders gern an den
Hügel, an der Strasse nach Tuili, unter dem ich dann die Anlage
entdeckte. Über den Hügel mussten wir immer rüber,
wenn wir zur Festa der Marmilla zu Ehren des Heiligen Antonio nach
Tuili wollten. Auf dem Rückweg legten wir meist noch eine Ruhepause
vor dem Hügel ein und spielten auf unseren Musikinstrumenten,
Gitarre oder Mandoline.
Sardinien.com: Wer eine höhere Schule besuchen wollte musste
doch damals in die Großstadt ziehen. Mussten Sie auch weggehen?
Lilliu: Ja. Nach der Grundschule, zog ich zunächst nach Lanusei,
wo ich bei den Salesianern zur Schule ging. Später ließen
meine Eltern mich in Frascati aufs Lyzeum gehen. Ich kam damals in
ein ganz anderes gesellschaftliches Umfeld und entdeckte meine Liebe
für die Kunstgeschichte. Ein weiterer wichtiger Moment meiner
Karriere war, als ich Ende der 30er Jahre nach Rom zog um Archäologie
zu studieren. Ich war begeistert, ich wollte forschen und dokumentieren,
fühlte mich aber, wie sich herausstellte ziemlich einsam. Da
war noch jene Zeit und jene Insel für die ich mich persönlich
engagieren wollte. Mir wurde klar, dass ich mir eigentlich immer gewünscht
hatte nach Sardinien zurückzukehren.
Sardinien.com: Und?
Lilliu: Anfang der 50er Jahre bot man mir in Cagliari eine
Stelle im zuständigen Amt für Altertumsforschung an. 1955
erhielt ich einen Lehrstuhl an der Universität in Cagliari.
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