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Wie heisst das auf Italienisch?
Muralismo - Wandmalerei
Murales - Wandbild
Muro - Mauer
Facciata - Fassade
Roccia - Fels
Pittore - Maler
Protesta - Protest
Resistenza - Widerstand

Wichtige Adressen:
Infos zu Ausstellungen
gibt es beim
ESIT Cagliari

Via Mameli - 09100 Cagliari
Telefon: +39/070/60231
Freecall: 800013153 (Nur von Italien)
Servicenummern, die mit der Vorwahl 800 beginnen, sind für die Anrufer kostenfrei
 

Fotos:
Nicole-Isabella Künstle
 
Ohne große Worte



Selten hatte die Kunst so viel Methode. Seine Wandbilder rebellierten gegen die Ansiedlung der Industrie, gegen Militarisierung, kämpften für Gerechtigkeit und ein Menschenwürdiges Leben. Entschlossen, abgeklärt und aggressiv war der Bildhauer Pinuccio Sciola, als er Ende der sechziger Jahre die Bewohner des Dorfes San Sperate zu dieser auf Sardinien einst so berühmten, umstrittenen und provokatorischen Malerei anregte. Sein Heimatdorf funktionierte er zur Galerie um.




In den ersten Murales sieht man nicht das Schöne, sondern das Aufbegehrende gegen die herrschende Ordnung, den verbitterten Zorn der Sarden. Nicht das Wohlgefällige war den Malern damals wichtig, sondern die Lebenssituation der Inselbewohner. Und die sah damals in ihren Augen nicht gerade rosig aus! Verbittert und mit Schärfe versuchten zunächst Laienmaler, später auch professionelle Maler zu einem neuen Bewusstsein zu gelangen. Insbesondere in Orgosolo brachten die Laienmaler mehr Entschlossenheit in ihre Bilder. Ahnen ließ sich schon damals, dass die Murales der konservativen Regierung keine Freude machen durften. Mit der Zeit verblassten die Murales. Romantisch waren ihre Maler allenfalls, weil letztlich jeder Kämpfer ein Romantiker ist. Heute sind viele der Wandmalereinen durch Witterungsverhältnisse zerstört worden. Mit Hilfe verschiedener Veranstaltungen wollen die Stadtverwaltungen von San Sperate und Villamar sich nun für die Restaurierung dieser "spontanen" Kunstwerke stark machen.

   
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