Gleich drei Tage
lang feiert man in Serramanna das Fest zu Ehren des San Leonardo.
Anfang November wird dann getanzt, gesungen und gegessen. Außerdem
messen sich junge und alte Sarden bei einem Wettbewerb im Stehgreifdichten.
Höhepunkt der Feierlichkeiten ist ein stimmungsvolles Feuerwerk.
Criatura - Kind
Pizzinnu - Jung (Adj.)
Pediri - Bitten
Gosos - Lobgesänge
Sagra - Fest
Pasta asciutta - Nudeln
Dolci - Süssigkeiten
Frutta - Früchte
Defunto - Verstorbener
Ricordo - Erinnerung
Rito - Brauch
Paolo Succu
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Knapp 20 Feste feiern die Sarden im November, denn in diesem Monat
gedenken sie, mit tiefer Anteilnahme, der Verstorbenen. Zum Ritual
geworden sind in diesem Zusammenhang bestimmte festgelegte Zeremonien:
In
Santa Giusta (Provinz von Oristano) bereiten die Frauen Allerseelen
(2. November) frische Pasta zu. Ein Teil dieser Nudeln ist nicht
für den Verzehr: Er ist für die Toten bestimmt. Nach einem
anderen alten Brauch, ziehen Kinder an diesem Tag von Haus zu Haus
und bitten um Süßigkeiten, Früchte oder ähnliche
Gaben für die Seelen der Verstorbenen. Regelmäßig
und in feierlicher Form wiederholt sich dieses Zeremoniell insbesondere
in der Provinz von Nuoro. "Su Mortu Mortu"
nennen es die Kinder hier. Mit leuchtenden Augen erzählen sie
dann von der "Maria punta' e oru". Der Legende nach, beruht
dieser kultische Brauch nämlich auf den Handlungen dieser Heiligen.
Zu den Festen dieses Monats gehört auch das Martinsfest am
11. November: In Sanluri (Provinz von Cagliari) und in Bessude (Provinz
von Sassari). Neben einer feierlichen Prozession und einem großen
Feuer werden dann Festessen, Volkstänze nach sardischer Musik
und Dichterwettbewerbe veranstaltet.
In Carloforte findet hingegen Mitte November ein Patronatsfest zu
Ehren der Vergine Santissima dello Schiavo statt.
Auch in Burgos (Provinz von Sassari) feiert man Anfang November
das Fest zu Ehren des Heiligen Leonardo: Faszinierende Prozessionen
und sardische Gosos entführen die Teilnehmer in eine noch archaisch
anmutende Welt.
Stimmungsvoll geht es auch in Bono (Provinz von Sassari) zu: Ende
November beim Fest zu Ehren des Heiligen Andreas. Beim Einsetzten
der Dunkelheit ziehen die Dorfbewohner mit "Kürbislaternen"
durch die schmalen Gassen des Ortes.
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