Friurgiu - Februar
Sa Panettera - Die Bäckersfrau
Su Gattu - Die Katze
Sos Boes - Die Ochsen
Sa Soca - Das Seil
Pippia de majo - Frühlingsblumenstrauß
Lange,
dichte Mähnen, viele Fellfärbungen, stabile Gliedmaßen
und kleine aber kräftige Hufe, bei der Sartigliedda können
die Zuschauer die sardischen
Wildpferdchen der Giara kennen lernen.
Die Freude über
jeden aufgespießten Stern ist groß!
Carnevale - Karneval
Maschera - Maske
Costume - Verkleidung
Processione in maschera - Maskenumzug
Vestizione - Einkleidung
Campanacci - Glocken
Paolo Succu
Associazione Turistica
Pro Loco di Oristano
Via Ciutadella De Menorca, 14
Tel.: +39/0783/70621
E-Mail: proloco.oristano@tiscali.it
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Rosenmontag in Oristano.
Früher Nachmittag. Gutgelaunte Kids, Eltern und jede Menge
fröhliche Mitläufer machen sich auf den Weg zur Kathedrale
in der Via Duomo. Hier findet nämlich alljährlich
die Sartigliedda, ein Pferderennen für Jugendliche
zwischen 12 und 16 Jahren, statt.
Bunte Pferdeschleifen, flatternde Seidenbänder, edle Schabracken,
schwarzer Zylinder, sardische Kostüme, glitzernde Schwerter
und ein silberner Stern prägen das Bild des Städtchens
an der Westküste
von Sardinien, denn zur Sartigliedda erscheinen
Reiter und Pferd ausnahmslos in wunderschönen Maskierungen.
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Die Sartigliedda
in der Via Duomo mit anschließender Faschingsparty ist ein
Höhepunkt des Kinderfaschings in Oristano
In wildem Galopp und mit gezogenem Schwert gilt es einen aufgehängten
Silberstern aufzuspießen. Anführer des Wettstreits ist
Su Componidureddu, der Waffenmeister. Gemeinsam
mit seinen Stellvertretern Su Segundu und Su
Terzu eröffnet er das Turnier. Doch bevor der Wettkampf
seinen Anfang nimmt, wird Su Componidoreddu öffentlich
eingekleidet. Das Gewand, das ihm magische Kräfte verleihen
soll, wirkt zweideutig: Halb Mann, halb Frau, mit einem Brautschleier,
einem Zylinder und einem Veilchenstrauß als Zepter in der
Hand. Da er den Boden bis zum Ende des Turniers nicht mehr berühren
darf, wird er getragen und in den Sattel gehoben.
Rollender Trommelwirbel und Fanfarenstöße von Trompeten
begleiten ihn auf seinem Weg zum Dom. Dreimal grüßt er
in einem Beschwörungsritual unter dem aufgehängten Stern
die anwesenden Zuschauer, dann geht's los – in vollem Galopp zieht
er sein Schwert und versucht den Stern ohne Umstände aufzuspießen.
Nach ihm und seinen Stellvertretern reiten auch die anderen Mitstreiter
los. Die Überlieferung besagt: Je mehr Sterne aufgespießt
werden, desto besser wird die nächste Ernte - und wer will
nicht teilhaben an der positiven Schicksalsbesiegelung des Städtchens
an der Westküste?
Jedes Jahr wird
das Rennspektakel für Jugendliche im Rahmen der „Festa del Mare“
am 15. August an der Strandpromenade von Torregrande bei Oristano
wiederholt
Um die Anzahl der aufgespießten Sterne zu feiern, führen
die Reiter das Publikum nach dem Rennen in die Tradition der Pariglie
ein: In Dreier- oder Zweiergruppen zeigen sie tollkühne und
waghalsige Kunststücke auf den galoppierenden Ponys.
Im Anschluss daran werden mehrere Kilo Konfetti unter den Zuschauern
verteilt, mit denen sich alle gegenseitig bewerfen und die wie bei
einem heftigen Schneesturm auf die Besucher hinabflattern.
Karneval,
Fasching und Fastnacht auf Sardinien: Die Karnevalsmasken der Insel
auf einer größeren Karte anzeigen
Das Turnier errinert an das historische Rennen Sa
Sartiglia. Wie beim Pferdespektakel
das alljährlich am Faschingssonntag und Veilchendienstag stattfindet
und vermutlich erstmals zu Ehren von Kaiser Karl V. im Jahr 1546
ausgetragen wurde, erlebt auch das Publikum der Sartigliedda
die Einkleidung des Waffenmeisters, das Rennen um den Silberstern
und deren Kunstfiguren auf den galoppierenden Ponys und Wildpferdchen,
nur dass es sich am Rosenmontag um Mädels und Jungs und keine
Erwachsene handelt.
Text: Andrea Behrmann, Fotos: Paolo Succu
Letztes Update: 8. März 2011
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