Immer
wieder Feste! Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum
Beispiel:
>> Sant'Antonio
Abate - Karnevalsauftakt
Tuvas - Hohler Baumstamm
Niighedda - Haselnuss
Binu - Wein
Binu cottu - Most
Su fogu - Das Feuer
Januar - Gennaio
Usanza - Brauch
Fuoco - Feuer
Pane - Brot
Fuochi d'artificio - Feuerwerk
Processione - Feierlicher Umzug
|
|
Mitte Januar kriegen die Sarden wieder Lust auf Feiern. In diesem
Monat sind es vor allem Sant'Antonio Abate und San Sebastiano zu
Ehren derer grosse Feste veranstaltet werden. Da die Januarsonne
noch ein kühles hellgelbes Licht über die Insel schickt,
werden am Abend des 16. Januar riesige Holzfeuer neben den Kirchen
die dem Heiligen Antonio Abate gewidmet sind entzündet. Doch
das kann man nur, wenn genügend Holz da ist. Deshalb schwärmen
die Sarden schon Anfang des Monats aus, um die nötigen hohlen
Baumstämme, Scheite und Äste zu sammeln. In einigen Gemeinden
wird das Holz von der Zistrose, von der Zypresse oder vom Mastixbaum
verbrannt, in anderen - wie zum Beispiel in Dorgali - dürfen
ausschliesslich Rosmarinsträucher vom Feuer verzehrt werden.
Der aromatische Duft dieser Pflanze hängt dann noch Tage später
in der Luft.
Scheiterhaufen
in Mamoiada
Am Tag danach feiert man dann in neunundsechzig Gemeinden das Fest
des Sant'Antonio Abate. Dann wird getanzt und gesungen. Die Gläubigen
ziehen andächtig durch die Gassen der Orte, um sich später
auf den Kirchenplätzen rings um die Holzfeuer zu versammeln.
Hier werden dann Süssspeisen, Brot und Wein gereicht. Die Feier
zu Ehren des Heiligen leitet offiziell den sardischen Karneval ein.
Schon wenige Tage später, nämlich am 20. Januar beginnt
das Fest zu Ehren des Heiligen Sebastiano. Feuerwerkskörper
und Holzfeuer begrüssen den Heiligen und das neue Jahr, das
sich segensreich auswirken soll und hoffentlich einen reichen Ertrag
an landwirtschaftlichen Produkten bringt. Auf Sardinien ist das
Entzünden von grossen Holzfeuern zu Beginn des Jahres seit
Jahrhunderten schon zu einer festen Gewohnheit geworden.
<
zurück
|