Home
  Kunst & Gallerien
  Museen
  Musik & Konzerte
  Nightlife
  Feste & Folklore
  Kunsthandwerk
  Literatur & Reiseführer
  Landkarten
  Interviews
  Geschichte
  Archäologie
 


Unser Tipp:
Gleich zehn Tage lang feiert man in Uri, das Städtchen zwischen Sassari und Alghero, die "Sagra del carciofo, dell'olio e del vino". Wer sich auch einmal von den kulinarischen Köstlichkeiten dieser Region verzaubern lassen möchte und Artischocken mag, der sollte hier unbedingt vorbeischauen.


Artischockenfeld bei Giba

Wie heisst das auf Sardisch?
Marzu - März
Cancioffa - Artischocke
Ollu - Öl
Binu - Wein
Cigiri - Kichererbsen

 
Wie heisst das auf Italienisch?
Marzo - März
Confraternita - Bruderschaft
Manifestazione - Veranstaltung
Santo - Heiliger
Asparagi - Spargel
Agrumi - Zitrusfrüchte


Launedda-Spieler bei der "Sagra degli Agrumi" in Muravera

 

Fotos:
Paolo Succu


 



 
Im März führen die Sarden ein geruhsames Leben

Wie der Oktober ist auch der Monat März nichts Besonderes, wenn man sich den Februar oder den April als Maßstab nimmt. Im März tritt Ruhe ein. Die Ruhe vor dem Sturm? Bestimmt, wenn man daran denkt, dass in etwa dreißig Tagen das höchste religiöse Fest im Kirchenjahr beginnt. Auf der ganzen Insel bereiten die kirchlichen Körperschaften der Geistlichen und Laien die religiösen Feste und Riten der Karwoche vor.

Trachten zu Ehren des San Giuseppe

Einzige Ausnahme bilden die Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Giuseppe am 19. März und die kleinen gastronomischen "sagre". In Muravera, einem Städtchen an der Südostküste, ist es die "Sagra degli Agrumi". Zwei Tage lang darf dann gekostet und geschlemmt werden. In Boroneddu bei Ghilarza wird wilder Spargel gereicht. In Siamaggiore bei Oristano, in Valledoria bei Castelsardo an der Nordküste und in Giba im Sulcis werden die exquisiten dornigen sardischen Artischocken zubereitet. In knapp neun Gemeinden feiert man hingegen das einzige religiöse Fest in diesem Monat - San Giuseppe. Prall gefüllt mit feierlichen Prozessionen, Musik, Tanz und folkloristischen Darbietungen ist das Veranstaltungsprogramm in Giba, Nuoro, Lodè, Oniferi, Ortueri, Oristano, San Vero Milis, Romana und Valledoria dann. Einer alten Tradition nach, wird in San Vero Milis bei Oristano nach den religiösen Zeremonien eine Suppe aus Kichererbsen und wildem Fenchel gereicht. Eine Tradition die von Generation zu Generation weitergegeben worden ist und ursprünglich für die Armen bestimmt war.


"Sagra degli Agrumi" in Muravera



< zurück 
 

  © Sardinien.com - info@sardinien.com
Nachdruck und Weiterverbreitung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung