Immer
wieder Faschingsfeste! Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen
Ihnen zum Beispiel:
>> Sant'Antonio
Abate - Karnevalsauftakt
>> Sos
Mamutzones und S'Urtzus
>>
Sa Sartiglia in
Oristano
>> Sartill' e
Canna in Oristano
>> Sa Ratantira
in Cagliari
>> Su
Lunis de sa Pudda: Rosenmontag in Santu Lussurgiu
>> Sas
Andanzas – Veilchendienstag in Seneghe
>> Boes,
Merdules & sa Filonzana – Veilchendienstag in Ottana

Eine typische Karnevalsmaske
aus Cagliari: Su Gattu (dt. Die Katze)
Friurgiu - Februar
Sa Panettera - Die Bäckersfrau
Su Gattu - Die Katze
Sos Boes - Die Ochsen
Sa Soca - Das Seil
Pippia de majo - Frühlingsblumenstrauß

Die Mamuthones
aus Mamoiada sind mit Tierfellen und Kuhglocken bekleidet und gucken
einen aus schaurig traurigen Holzmasken an
Carnevale- Karneval
Maschera - Maske
Costume - Verkleidung
Processione in maschera - Maskenumzug
Vestizione - Einkleidung
Campanacci - Glocken
Paolo Succu
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Trommelwirbel, Luftschlangen, Kuhglocken, das Brummen der Kompressoren,
Konfetti ... mehr davon!
Raus aus dem Alltagstrott, hinein in das bunte Treiben, neue, zum
Teil furchteinflössende Masken entdecken, das unbeschreibliche
Gefühl der Ausgelassenheit in einer anderen Form kennen lernen:
Das ist Karneval auf Sardinien!

Ganz schwarz
sind die Gesichter der "Thurpos" aus Orotelli. Eingehüllt
in lange dunkle Gewänder und mit verrustem Gesicht ziehen die
Thurpos aus Orotelli durch die Straßen des Dorfes
Video
Clip Karneval
in Fonni
Raus auf die Straße, sich unter die Menge mischen, die Karren
und Masken bewundern, das kann man im Februar eigentlich auf der
ganzen Insel. Städte wie Cagliari,
Tempio
Pausania, Bosa,
Iglesias
und San Gavino feiern Fasching im klassischen Stil, mit traditionellen
Karnevalsumzügen: Dann ziehen Sa Panettera
(die Bäckerin), Su Gattu (die Katze), Sa
Filonza (die Spinnerin) durch die Straßen. In ihrer
Hand hält die Spinnerin eine Spindel mit einem Wollfaden, an
dem der Schlüssel des Schicksals hängt. Die riesige Stoffpuppe
- Su Ciancoffali (der Nubbel) - wird, weiß man doch, am Faschingsdienstag
auf dem Hauptplatz der Städte und Dörfer verbrannt
In der Barbagia
steht der Karneval in direktem Bezug zum Alltag, zu den Lebensbedingungen
der Bauern und Hirten, zur Natur: Ganz schwarz sind die Gesichter
der Thurpos aus Orotelli. Eingehüllt in lange
dunkle Gewänder ziehen sie durch die Straßen. Es sind
"Blinde", die während des Umzuges szenisch Perioden
des bäuerlichen Lebens darstellen: Saat, Ackerbau, Tierzucht
und Ernte.

Die Issohadores
aus Mamoiada tragen keine Masken oder Kuhglocken. Mit ihrem Lasso
halten sie die Mamuthones in Schach und lauern Zuschauern auf
Es ist totenstill in den Gassen Ottanas. Von Karnevalsmasken und
buntem Treiben keine Spur. Plötzlich hört man Kuhglocken
und ein rhythmisches Stampfen. Durch die Straßen bewegen sich
Gruselgestalten mit Tierfellen, Schellen und Holzmasken. Es sind
Merdules und Boes. Kein Zweifel,
hier werden Tiere dargestellt, die mit Hilfe von Seilen in Zaum
gehalten werden. Auch die zwölf Mamuthones
die durch Mamoiada
ziehen sind mit Tierfellen und Kuhglocken bekleidet. Aus schaurig
traurigen Holzmasken gucken sie einen an. Es sind Verlierer die
zu Leibeigenen wurden. Sie leben in völliger Abhängigkeit
von acht Issohadores, die mit leuchtenden rot-weißen
traditionellen Kostümen bekleidet sind. Keiner von Ihnen trägt
eine Maske oder Kuhglocken. Sie haben ein Lasso in der Hand, mit
dem sie Zuschauern auflauern. Wer aus der "Sklaverei"
befreit werden will, muss in der nächsten Bar eine Runde ausgeben.
Karneval,
Fasching und Fastnacht auf Sardinien: Die Karnevalsmasken der Insel
auf einer größeren Karte anzeigen
Auch Oristano,
an der Westküste
von Sardinien ist für seine Faschingstraditionen berühmt.
Frauen, Männer und Kinder, Junge und Alte versammeln sich zur
fünften Jahreszeit immer um die Hauptstraße, denn hier
findet am Karnevalssonntag und am Faschingsdienstag Sa Sartiglia,
ein Turnier spanischen Ursprungs statt. Sternstechen heißt
der Wettstreit für den es wichtige Punkte zu sammeln gilt,
denn an der Anzahl der aufgespießten Sterne lässt sich
das Schicksal des Städtchens ablesen.
Text: Andrea Behrmann
Letztes Update: 18. Januar 2010
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