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Unter dem Motto „in Cagliari
tanzen die Insekten“ zogen am Karnevalssonntag 2005 Tausende Marienkäfer,
Libellen, Glühwürmchen, Heuschrecken und Grillen bunt
kostümiert durch die Innenstadt. Auch waren zahlreiche Motivwagen
der deutschen Gäste zu sehen: Eine Riesenameise, die sich fast
im Netz der voranschreitenden Spinne verhedderte, eine Libelle,
die sich im Schutz der Blätter einer Riesenpflanze aufhielt,
Motorräder, Rennwagen sowie andere Geräte die allesamt
an Nachbauten von Leonardos Maschinen erinnerten. Halt machte der
Karnevalszug erst gegen viertel nach acht vor dem Hauptbahnhof.
Die imposante
Flugmaschine eines seltsamen Erfinders soll dem Ameisenvölkchen
zum Fliegen verhelfen
Kurz
darauf lockte ein spektakuläres Open-Air-Theater mehrere Tausend
Zuschauer zum nur wenige Meter entfernten Hafen.
Wer Glück hatte und einen Stehplatz in erster Reihe oder auf
dem Mäuerchen der Hafenabsperrung ergattern konnte, wurde Zeuge
einer phantastischen Geschichte, in der eine alternde Ameisenkönigin
vom Fliegen träumte.
Immer wieder spornte die Königin ihr Volk dazu an Möglichkeiten
zu finden, um ihren Traum in Erfüllung gehen zu lassen. Als
sie eine Tochter mit Flügeln gebar, stutzt sie ihr diese aus
Neid. Auch die sonderbare Flugmaschine eines bizarren Erfinders
führt nicht zum gewünschten Erfolg. Die verzweifelten
Versuche bleiben vergeblich und die Ameisenkönigin stirbt unverrichteter
Dinge. Einzig ihre Tochter scheint die Lösung gefunden zu haben:
Sie schwebt in einer kleinen Propellermaschine davon.
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| Text: Andrea Behrmann,
Fotos: Paolo Succu. Letztes Update: 19. Januar 2010 |
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