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Trommelwirbel, Luftschlangen und Konfetti in der Inselhauptstadt
Cagliari: Tausende von Schaulustigen feierten am Karnevalssonntag
2005 bei bewölktem Himmel und niedrigen Temperaturen den ersten
der zwei großen Karnevalszüge durch die Innenstadt.
Alljährlich greift der Ratantira, der traditionelle
Faschingsumzug in Cagliari,
klassische Motive aus der Welt der alten Handwerksberufe auf.
Daneben lassen sich die Narren auch immer vom Facettenreichtum der
italienischen Politik inspirieren: Entschlossen wird sie aufgegriffen,
aufgemischt und veräppelt.
Trommelnde Marienkäfer
bringen den nötigen Schwung und den richtigen Rhythmus
So schlängeln sich neben Sa Panettera (der
Bäckerin), Su Piscadòre (dem Fischer),
Sa Filonza (der Spinnerin) und den leichtbekleideten,
Röcke hochreißenden Tunten (männlichen Teilnehmern
in Frauenkleidern und Pumps) die Motivwagen mit Regierungschef Berlusconi
und anderen hochrangigen Politikern durch die einzelnen Stadtteile.
Silvio Berlusconi porträtierten die Jecken dieses Jahr als
König im Piraten-Look. Den Liga-Nord-Chef Umberto Bossi, den
Präsidenten der Linksdemokraten Massimo D’Alema und den Führer
des Linksbündnisses Romano Prodi präsentierten die Narren
hingegen als Insekten, genauer als Heuschrecke, Hornisse und Gottesanbeterin.
Warum? Weil sich die Organisation 2005 von den Insekten der deutschen
Theatergruppe Titanick
hat anregen lassen.
Karneval, Fasching und Fastnacht auf Sardinien: Die Karnevalsmasken der Insel auf einer größeren Karte anzeigen
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