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Mit S´Ardia
wird die Schlacht des römischen Kaisers Konstantin von 313
nach Chr. an der Milvio Brücke gegen den Mitkaiser Maxentius
symbolisch nachgestellt. Somit gleicht das Geschehen eher einem
Spiel aus Taktik und wilder Hetzjagd. Insgesamt nehmen 100 Reiter
an der symbolischen Schlacht teil. Das Heer von Kaiser Konstantin
wird dabei von 6 Reitern gebildet - 3 Bannerträgern und 3 Eskortereitern.
Die Gruppe der 94 anderen Reiter bildet das feindliche Heer von
Maxentius. Alle Bewerber und Teilnehmer müssen aus Sedilo stammen.
Das Schauspiel vollzieht sich zunächst in den Abendstunden
des 6. Juli - Beginn vor Sonnenuntergang um ca. 19:00 Uhr - und
wiederholt sich am 7. Juli am frühen Vormittag ab 07:30 Uhr.
Michele hat inzwischen an 20 Festen aktiv teilgenommen und somit
schon 40 Prozessionen geritten. Bisher gibt es keine Beschränkungen
für das anfängliche Teilnehmeralter. Michele ritt das
erstemal mit 19 Jahren, aber es gab auch schon Einsteiger, die nur
15 Jahre alt waren. Ein Höchstalter ist ebenso wenig festgelegt.
So ist der betagteste Teilnehmer in 2003 bereits 78 Jahre alt. Und
laut Michele ist einer der bravourösesten ein Reiter mit 70
Jahren.

Die drei Banner
preschen den Hang von Sa Frontigheddu hinunter
Die Prozession beginnt an der Stadtkirche von Sedilo.
Hier erhalten der erste Reiter und seine beiden Adjutanten ihre
gesegneten Banner in einer Zeremonie vom Pfarrer überreicht.
Zuvor sind die 3 Reiter und ihre Pferde in der 11-Uhr Messe in der
Kirche San Costantino gesegnet worden. Die Prozession setzt sich
gegen 18:30 Uhr in Bewegung und zieht aus Sedilo hinaus zum Santuario.
Nach etwa 30 Minuten wird das Kruzifix "Su Frontigheddu"
am Hügel gegenüber der Kirche erreicht. In der ersten
Reihe stehen dann die Bannerträger, vom übrigen Tross
des feindlichen Heeres durch ihre Eskortenreiter abgeschirmt. Die
Eskorte setzt auch schon mal ihre hölzernen Lanzen als Schlagwaffe
gegen die nachrückenden Reiter ein, um sie auf Distanz zu halten.
Während die Reiter am Hügel gegenüber der Kirche
Stellung beziehen, bewegt sich die übrige Prozession weiter
auf die Kirche zu. Zunächst die Stadtkapelle von Sedilo, dann
Bürgermeister, Pfarrer und Carabinieri zu Pferde. Und nicht
zuletzt die Gruppe der 20 „fucilieri“, der Schützen, die mit
tosenden Gewehrsalven die Spannung bei Pferden, Reitern und Zuschauern
erhöhen.
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