Am zweiten Sonntag im Juli feiert Villagrande
Strisaili (Provinz Ogliastra) die Heilige Barbara
in einer kleinen Feldkirche mitten im Grünen.
Hier wird am Samstag Abend das Standbild der
Heiligen vom Dorf in das Waldgebiet Santa Barbara
gebracht. Begleitet wir die Prozession von jungen
Reitern hoch zu Ross und vielen Gläubigen.
Sie rezitieren in sardischem Dialekt „is
goccios“, Prosaverse die aus dem leben
der Heiligen berichten.
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Im Mittelpunkt dieses Reiterfestes steht ein Heiliger, der eigentlich
gar kein Heiliger ist, nämlich Kaiser Konstantin, oder wie die Sarden
ihn nennen "Santu Antine".

"Sa pandela
matzore"
Video
Clip S'Ardia von
Sedilo
Michele
"Cavallino" und die Ardia von Sedilo
"Santu Antine" wird im Gebiet von
Oristano und in den Dörfern Ollastra, Simaxis und Samugheo
als heiliger Krieger und Schutzherr verehrt. Das faszinierende Pferderennen,
zu Ehren des Heiligen, hat den Namen des kleinen Dorfes Sedilo (Oristano)
auf der ganzen Insel berühmt gemacht. Die "Ardia"
von Sedilo findet alljährlich am Nachmittag des 6. und im Morgengrauen
des 7. Juli in der am Ortsrand gelegenen Wallfahrtskirche statt.
Der Vorplatz der Kirche gibt den Blick auf den Lago Omodeo frei,
dem größten Stausee Sardiniens, der fast im geographischen
Mittelpunkt der Insel liegt. Das Wort "Ardia" bedeutet
Wache und verweißt vermutlich auf die berittene Wache des
Kaisers. Bei dem Rennen wird "sa pandela matzore", der
mutigste Reiter, in einem wilden Galopp um die Kirche von anderen
berittenen Soldaten verfolgt. Mit Hilfe zweier anderer Kavalleristen,
die zu seiner Garde gehören, muss er versuchen seine Verfolger
abzuschütteln, da diese versuchen ihn einzuholen um ihm die
Fahne abzunehmen. Die Wahl zum "pandela matzore", der
den Kaiser Konstantin darstellt, findet in der Nacht des Heiligen
Antonio Abate, d.h. in der Nacht vom 16. auf den 17 Januar statt.
Nach acht Tagen, am 15. Juli, wird die "Ardia" wiederholt,
diesmal zu Fuß.
Am ersten Sonntag im Juli gibt die Stadt Cagliari ein Fest zu Ehren
der heiligen Jungfrau von Bonaria. Dem katholischen Gottesdienst
folgen eine Bootsprozession und ein Feuerwerk. Der Legende nach
soll im Jahre 1370 ein Segelschiff, nach dem Verlassen eines spanischen
Hafens, auf hoher See von einem Unwetter überrascht worden
sein. In ihrer Not warfen die Seeleute ihre gesamte Fracht über
Bord, unter anderem auch eine Holzkiste. Sobald die Kiste in das
Wasser fiel, legte sich der Sturm. Diese Kiste wurde nun an den
Strand von Bonaria gespült. Als man sie öffnete, fand
man in ihr eine Statue der Muttergottes. Seitdem wird die "Madonna
di Bonaria" besonders unter den Seeleuten verehrt.
Am zweiten Sonntag im Juli feiert man in Villasimius das Fest zu
Ehren der "Madonna del Naufrago", die den Dorfbewohnern
als Beschützerin der Schiffbrüchigen gilt. Eine eindrucksvolle
Bootsprozession führt zu der Stelle, an der sich das versunkene
Standbild der Madonna befindet.
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