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"Su Nuraxi" bei Barumini
Interview Giovanni Lilliu
Ursprung der Nuraghen-Kultur
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>> Die Festungsanlage "Su Nuraxi"
>> Interview mit Giovanni Lilliu
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>> Der Ursprung der Nuraghen-Kultur

Wie heisst das auf Italienisch?
Etimologia - Etymologie
derivare - ableiten v.i.
Parola - Wort
Morfema - Morphem
Significato - Bedeutung
improbabile - unwahrscheinlich a.
Lingua - Sprache
Origine - Ursprung


Wichtige Adressen:
Infos: ESIT Cagliari
Via Mameli - 09100 Cagliari
Telefon: +39/070/60231
Freecall: 800013153 (Nur von Italien)
Servicenummern, die mit der Vorwahl 800 beginnen, sind für die Anrufer kostenfrei
 


Traditionelle sardische Schäferhütte
 
Etymologie - Herkunft und Bedeutung des Wortes Nuraghe

Jahrelang kam Forschern zufolge das Wort "Nuraghe" von "nura" oder "nurra", was so viel wie "Feuer" oder auch "Höhle" und "Steinhaufen" bedeutet. Nahezu alle Versuche die Bedeutung dieser Steintürme zu erklären, konzentrierten sich anhaltend auf die Territorialverteidigung. Stefano Marongiu hat nun den ursprünglichen Sinn des Wortes untersucht.


Der Versuch, das Wort "Nuraghe/Nurake" als Ableitung von einem hypothetischen lat. Wort "nura" darzustellen, klingt äußerst unwahrscheinlich und entspricht der Unwahrheit. Richtig ist, dass das Wort "Nurake" akkadischen Ursprungs ist. Es setzt sich aus den Morphemen NUR-A-A-KE zusammen: NUR = Licht, Glanz - unzählige Dörfer und Gegenden wie die Nurra beginnen mit diesem Morphem: Nuragus, Nuragugume, Nureci, selbst Nora kann davon abgeleitet werden - und KE = Heiligtum. "Nurake" bedeutet somit "das Licht/der Glanz des Heiligtums". Darüber hinaus ist man inzwischen davon abgekommen in den Nuraghen Verteidigungsanlagen oder gar Wohnstätten zu sehen. Sie waren in erster Linie Heiligtümer/Tempel in dessen Nähe auch Handel getrieben und Waren getauscht wurden. Auch Wohnungen für Pilger waren vorgesehen - insbesondere bei den großen Nuraghen wie in Barumini, Villanovaforru, Villanovafranca und Abbasanta. Während der Feierlichkeiten hat man zu dieser Zeit in Einrichtungen außerhalb der Nuraghen gewohnt. In ihnen selbst fanden nur Priester und Schamanen Unterkunft. Die etwa 7000 über das Land verstreuten Nuraghen ermöglichten den Menschen auch durch Rauchzeichen miteinander zu kommunizieren: ein Nuraghen-Kommunikationsnetz, das sich von einem Ende der Insel bis zum anderen durchzog.



Die eigentlichen Nuragher wohnten in Häusern, die den heutigen noch verbleibenden "Pinnete" ähneln: eine kreisförmige Struktur aus Stein mit Holz und Stroh als Überdachung. Natürlich diente in späterer Zeit manch ein Nuraghe auch Verteidigungszwecken. Einige wurden sogar bewohnbar gemacht (im Nuraghe "Su Molinu" bei Villanovafranca hat man römische Mosaike gefunden), doch eigentlich waren die Steintürme für einen Verteidigungsfall völlig ungeeignet. Man hätte die Menschen - so viele konnten dort auch nicht Platz finden - leicht ausräuchern oder aushungern können. Man weiß, dass die Sarden insbesondere während der römischen Eroberung die Nuraghen in den Küstenregionen verließen und sich in die Berge zurückzogen, von wo aus sie den Römern fast bis ins Jahr 300 n.Chr. Widerstand leisteten. Nicht umsonst nannten die Römer das Gebiet, das sie nie einnehmen konnten (oder wollten?) Barbagia - Land der Barbaren.

 
 
 

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