Immer wieder Sensationsfunde!
Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
Bronzetti- Bronzestatuetten
Guerriero - Krieger
Pastore- Hirte
Divinità - Gottheit
Corna di animale - Tierhörner
Dea - Göttin
Tombe
- Gräber
Pozzo sacro - Brunnentempel
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Die Nuragher müssen sich gefreut haben, den ihre Bronzen waren
eine gefragte Ausfuhrware.
Das Beweisen die Grabfunde in Ägypten und Etrurien.
Geometrisch und symmetrisch gestaltete Formen und unterschiedliche
Themen, die auch dem Alltag entnommen wurden, zeigen den fortgeschrittenen
Charakter der Nuragher.
Bei der Herstellung wurde die Form der Statuette zunächst aus
Wachs modelliert, dann mit einer Tonpaste beschichtet und schließlich
gebrannt: Das Wachs schmolz, übrig blieb eine perfekte Gussform.
Tiernachbildungen,
ein freundlicher Hirtenkönig, eine vornehme Dame, Soldaten
zu Pferd und zu Fuß, Göttinnen und Götter. Bronzestatuetten
die zum Spekulieren reizen.
Sicher ist: Man fand immerhin 500 von ihnen, vor allem in den Brunnentempelbezirken.
Die Metallverarbeitung war auf Sardinien somit schon hoch entwickelt.
Man spricht sogar von einer regelrechten Kleinindustrie, die schon
im 9. Jahrhundert v. Chr. alle Arbeitsphasen, von der Förderung
bis zur Herstellung, umfasste.
Die meisten der gefundenen Originale stehen nun im Nationalmuseum
in Cagliari
und im Archäologischen
Museum G.A. Sanna in Sassari.
Sehenswert sind vor allem die Nuraghenmodelle, Schiffe und Öllampen
in Schiffsform, die von einer besonderen Kunstfertigkeit zeugen.
denn die Picassos der Bronzestatuetten schufen schon seit
etwa dem 9. Jahrhundert v. Chr. ihre Kunstwerke.
Man spricht von phönizischen Einflüssen auf das Entstehen
dieser Statuetten, doch die sardischen Künstler haben ein eigenständiges
Kunsthandwerk entwickelt. So fällt zum Beispiel die Ausgewogenheit
zwischen Abstraktion und Realismus weitgehend auf. Viele Themen
kreisen um das Alltagsleben: Menschen in ihrer typischen Bekleidung,
Krieger bewaffnet mit Bögen und Schwertern, mit ins Gesicht
gezogenen Helmen, Göttinnen und Götter. Gefunden wurden
auch Nuraghen- und Bootsmodelle.
Auffällig sind aber auch, neben Statuetten und Schmuck die
vielen Gebrauchsgegenstände: Sicheln, Sägen, Hacken, Gefäße,
Spaten und Messer. War Sardinien damals ein Zentrum der Metallverarbeitung?
Vieles spricht dafür.
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