Immer wieder Sensationsfunde!
Was gibt es Besonderes zu sehen? Wir zeigen Ihnen zum Beispiel:
Scavi - Ausgrabungen
Masso - Steinblock
Pietra - Stein
Fortezza - Festungsanlage
Cono - Konus
A due livelli - Zwei Stockwerke
Camera - Raum
Guardiano - Wächter

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Seit Beginn der Bronzezeit bis hin zu den Anfängen
der Eisenzeit entwickelte sich auf Sardinien eine Zivilisation,
die auch heute noch von den Wissenschaftlern als eine der größten
frühgeschichtlichen Inselkulturen im Mittelmeerraum bezeichnet
wird: Die "Nuraghen-Kultur".
Die Periode dieser Kultur dauerte bis zur Eroberung der Insel durch
die Römer im Jahre 238 vor Christus.
Den Namen gaben ihr diese auffälligen und geheimnisvollen Turmbauten,
von denen bisher an die 7000 Stück gefunden worden sind.

Der für seine Größe berühmte Nuraghe Losa an
der S.S. 131
Um das Jahr 1600
vor Christus werden die ersten megalithischen Rundtürme aus
tonnenschweren Steinblöcken, in der klassischen Kuppelform,
gebaut: Vorwiegend an der Küste und auf den Hügeln der
fruchtbaren Ebenen. Um das Jahr 900 vor Christus erreichen die ersten
Phönizier die Insel.
Die Blütezeit
der Nuraghen-Kultur fällt in diesen Zeitraum. Auf der Insel
werden allenthalben Nuraghenfestungsanlagen und ganze Dörfer
im Stil der Nuraghen-Kultur erbaut. Die Phönizier betreiben
mit den Bewohnern der Insel zunächst friedliche Handelsbeziehungen,
später dringen sie immer mehr gewaltsam in das Landesinnere
ein: Sie waren praktisch die ersten Kolonisatoren. Später erobern
dann die von den Phöniziern abstammenden Karthager die Insel.
Den
Karthagern gelang es als erste eine Fremdherrschaft auf Sardinien
einzusetzten. Doch erst um etwa 500 konnten sie die "Nuragher"
aus den fruchtbaren Ebenen ins gebirgige Innere der Insel vertreiben.
Hier im Landesinneren wurden dann, aus Verteidigungsgründen,
untypische langgestreckte Nuraghen gebaut. Diese entsprachen zwar
nicht der ästhetischen Gestaltung der zylinderförmigen
Festungsanlagen, waren dafür aber leichter zu verteidigen.
Nuraghen
sind beindruckende Bauwerke. Für den Bau wurden tonnenschwere
Steine verwendet. Um die Konstruktion so stabil wie möglich
zu halten, steckte man kleinere Steine zwischen die grossen Blöcke:
Daraus entstanden Türme, die absolut einsturzsicher waren.
Archäologen rekonstruierten, dass die "Nuragher"
mit grosser Wahrscheinlichkeit aus Spanien sowie aus dem fernen
Lybien kamen. Die Gesellschaft der Nuraghen-Kultur war in soziale
Klassen aufgeteilt: Das einfache Volk bildete die unterste Schicht:
Bauern, Hirten, Handwerker und kleine Kaufleute. Danach kamen die
Priester, die sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts
sein durften. Priester und Priesterinnen waren zu religiösen,
magischen sowie heilenden Handlungen berechtigt. Eine gehobenere
Klasse bildete der Adel: Vorzugsweise Feudalherren, doch auch Krieger.
An der Spitze der Hierachie regierte der Stammeshäuptling:
Herr des kleinen Reiches und Patriach seines Stammes.
Die ersten Nuraghen entstanden zwischen 1600 und 1200 vor Christus.
Der grösste Teil dieser zyklopischen Bauwerke entstand allerding
zwischen 900 und 600 vor Christus: Es ist die Zeit der Besetzung
durch die Phönizier und Karthager, von den Römern auch
Punier genannt. Im Jahre 238 vor Christus, nachdem die politische
Macht Karthagos schon durch den "Ersten Punischen Krieg"
geschwächt war, übernahmen dann die Römer die punischen
Zentren auf der Insel.
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