
Wasserfall bei Santu Lussurgiu
Nuraghe Su Nuraxi

Calasetta

Golfo di Orosei

Rena Bianca in Santa Teresa di Gallura

Blick auf die Gallura-Küste
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Im Juni dieses Jahres haben wir eine zweiwöchige Urlaubsreise
mit einem Mietwagen durch Sardinien gemacht. Die bei MMV
Reisen gebuchte und in Anlehnung an die Rundreiseempfehlungen
des Reiseunternehmens durchgeführte Rundreise verlief Dank
der guten Beratung im Vorfeld und der perfekten Organisation durch
das Unternehmen komplikationslos (...).

Blick auf Santu Lussurgiu
Unser erstes Reiseziel war Bonarcado. Das mittelgroße Dorf
bietet zwar wenig für das Auge, jedoch sind die kleine, gedrungene
Basilika des Ortes, der an der Straße nach Santa Lussurgiu
liegende Wasserfall Cascata sos Molinos oder die im schattigen Hain
liegenden sieben Quellen im nahen San Leonardo de Siete Fuentes
einen Besuch wert. Bonarcado liegt etwas „abseits“ bietet aber bei
bequemen Tagesausflügen nach Alghero und Capo Caccia sowie
Bosa die Möglichkeit auf unterschiedlichen Wegen (zumeist kurvenreich
aber gut ausgebaut) die reizvolle Landschaft Westsardiniens kennen
zu lernen. Außerdem kann man auf der Fahrt vom Flughafen Olbia
oder Alghero nach Bonarcado mit dem Besuch der Nuraghe Santu Antine
die – unserer Meinung nach - eindruckvollste Nuraghe Sardiniens
besichtigen.
Unsere zweites Reiseziel war Calasetta auf der Insel Sant’Antioco.
Schnurgerade und rechtwinklig verlaufende Straßen mit niedrigen
Häusern bestimmen das Zentrum dieser Kleinstadt, die gepflegter
als andere Orte Sardiniens wirkt. Eine hübsche, für den
Autoverkehr gesperrte Einkaufsstraße lädt zum Bummeln
und Verweilen ein.
Die Strandpromenade von Sant'Antioco
Wer nicht nur auf Sant’Antioco verbleiben will, dem können
wir einen Ausflug entlang der Costa del Sud bis zum Dünenstrand
an der Baia Chia empfehlen. Der Ausflügler wird nicht nur mit
einer grandiosen Küstenlandschaft sondern mit einem weißem
Sandstrand vor bis zu 30 m hohen Dünen belohnt. Und das Ganze
bei einer Fahrzeit von etwa 1,5 Stunden für eine Fahrtstrecke
auf der Küstenstraße.
Wir haben Calasetta von Bonarcado aus nach einem Abstecher über
Barumi zur Nuraghe Su Nuraxi und Tuili zum Freizeitpark Sardegna
in Miniatura erreicht. Diesen Umweg hätten wir uns sparen können,
denn wenn man die Nuraghe Santu Antine gesehen hat, bietet auch
der größere Nuraghenkomplex Su Nuraxi nicht wesentlich
Neues. Der Freizeitpark, in dem die wichtigsten Bauwerke Sardiniens
im Kleinformat aufgebaut sind, ist nett anzusehen, lohnt aber einen
Umweg sicherlich nicht. Wie wir von anderen Reisenden erfahren haben,
wäre die Fahrtroute durch die Iglisiente mit der Costa Verde
und den verlassenen Bergabeitersiedlungen interessanter gewesen.
Unser drittes Reiseziel lag ca. 10 km nordwestlich von Tortoli
abseits von jeglichem Ort. Nach einer langen Fahrt ( 280 km) durch
die eindrucksvolle Berglandschaft der Barbagia Seulo und der Ogliastra
erreichten wir unsere Unterkunft. (...). (Zum Mittag) hatten uns
im rustikalen Restaurant der Cooperative Pescatori Tortoli (Genossenschaft
der Fischer) auf der schmalen Landzunge parallel zum Lagunensee
in Arbatax für nur 28,- € pro Person an Meeresfrüchten
(sieben verschiedene reichliche Vorspeisen, eine große Schüssel
mit Miesmuscheln, zwei große Fische, zehn Riesengarnelen,
frittierte Tintenfische und kleine Krabben, Gemüse, großer
Obstkorb, Wein, Wasser, Sorbet, Kaffee) mehr als satt gegessen.
Wer gerne frische Meeresfrüchte isst, kommt an diesem Restaurant
nicht vorbei!

Der berühmte Capo d'Orso in
Palau in der nördlichen Gallura
Unser viertes und letztes Reiseziel lag südlich von Olbia an
der Costa Carolina. Olbia ist eine Stadt ohne besondere Höhepunkte.
Das Beste an Olbia ist die Umgehungsstraße dank derer man
schnell in den äußersten Nordosten Sardiniens (Gallura)
gelangt. Mit Sicherheit eine der schönsten Ecken der Insel.
Speziell das Capo Testa, die tief eingeschnitte Küste um Palau
mit dem vorgelagerten La Maddalena-Atoll und die Costa Smeralda
sind einen Besuch wert.
Einen allgemeinen Hinweis möchten wir allen Sardinienurlaubern
noch ins Reisegepäck legen. Lernen Sie ein wenig italienisch,
denn in keinem der angesteuerten Hotels war es möglich sich
auf deutsch oder englisch zu verständigen.
Waltraut und Klaus E., Limburg
Fotos: Sardinien.com
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